„ Tag des offenen Denkmals“ am 8. September / Ein Blick zurück Die Hagener Burg – jenseits des Guten und Schönen

Hagen. Am 8. September findet bundesweit der "Tag des offenen Denkmals" statt. "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" lautet das diesjährige Motto. Auch die Burg zu Hagen beteiligt sich an der Aktion.
18.08.2013, 05:00
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Von Andrea Grotheer

Hagen. Am 8. September findet bundesweit der "Tag des offenen Denkmals" statt. "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" lautet das diesjährige Motto. Auch die Burg zu Hagen beteiligt sich an der Aktion.

War die Burg zu Hagen ein unbequemes Denkmal? Vor 30 Jahren war das der Fall, weiß Jutta Siegmeyer, langjährige Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins der Burg zu Hagen. Das dringend renovierungsbedürftige Gebäude stand damals kurz vor dem Verfall. Die letzten Mieter waren ausgezogen, weil die Justizverwaltung den Standort Hagen aufgegeben hatte und die Burg als Wohngebäude nicht mehr benötigt wurde. Eine sinnvolle Nachnutzung musste gefunden werden, und die finanziellen Mittel fehlten komplett. "Unser Glück war ein Förderprogramm für historische Bauten, in das wir hineingerutscht sind", erinnert sich Jutta Siegmeyer, die sich seit Jahrzehnten für die Burg einsetzt. So sei ein größerer Geldbetrag geflossen, der weitere Türen öffnete. "Es war eine Bettelei auf allen Ebenen."

Dass alles zu einem guten Ende gekommen ist, wissen wir heute. Aus dem unbequemen Denkmal ist ein Schmuckstück geworden, das sogar mit historisch wertvollen Wandmalereien glänzen kann, die unter zahlreichen alten Farbschichten bei der Renovierung entdeckt worden sind.

Zum "Tag des offenen Denkmals" möchte der Kultur- und Heimatverein mit alten Bildern sowie einem Amateurfilm über die Restaurierungsarbeiten von 1986 bis 1988 erinnern. Die Sprecher sind der ehemalige Samtgemeindedirektor Peter Heß und Birgit Greiner vom Landkreis Cuxhaven, die den Umbau der Burg aus denkmalpflegerischer Sicht begleitet hat. "Der Film wurde seit Jahren nicht mehr gezeigt", sagt Jutta Siegmeyer, die die Einführung übernimmt. Beginn ist um 11 Uhr, der Eintritt ist frei. Außerdem sind in den Räumen der Burg von 10 bis 18 Uhr Lithografien von Marc Chagall unter dem Titel "Exoduszyklus" zu sehen. Das Burgcafé der Landfrauen hat von 14 bis 18 Uhr geöffnet, und um 19 Uhr findet die Abschlussveranstaltung des Hagener Vorlesefiebers, die "Offene Bühne", statt.

Zum "Tag des offenen Denkmals" haben im Landkreis Cuxhaven folgende weitere historische Gebäude geöffnet: Das Hermann-Allmers-Haus in Rechtenfleth bietet von 10 bis 18 Uhr Führungen an, auch auf dem Rechtenflether Friedhof, auf dem der Marschendichter Hermann Allmers begraben liegt, gibt es von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr Führungen. In der "Alten Schule" in Wulsbüttel sind von 10 bis 17 Uhr die Kaffeemühlenausstellung und eine Fotoausstellung über das Haus zu sehen. Das "Café Salon 1900" in der Villa Osterndorff in Offenwarden bietet sich von 12 bis 18 Uhr zum Kaffeesieren an. Außerdem gibt es einen Antik- und Trödelmarkt, eine Puppenstubenausstellung und Führungen.

Im Niedersachsenhaus in Bramstedt sind von 10 bis 18 Uhr landwirtschaftliche Geräte und eine Schreibmaschinenausstellung zu sehen. Pizza aus dem Steinbackofen gibt es von 12 bis 14 Uhr, bei Führungen können Besucher sich das historische Bauernhaus zeigen lassen. Geöffnet hat auch das Hofcafé im Rittergut Frelsdorfermühlen von 14 bis 18 Uhr, Führungen gibt es um 15 Uhr und um 16.30 Uhr. Am Tag des offenen Denkmals ist der Eintritt zu allen Denkmälern kostenlos.

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