Modernisierungsmesse hält jede Menge Angebote für Immobilienbesitzer und Häuslebauer bereit Die letzte in der Stadthalle?

„Wir führen an diesem Wochenende 300 bis 400 Beratungsgespräche.“ Jens Themsen, Marketingleiter Osterholz-Scharmbeck.
09.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

„Fällt ihnen was auf?“, fragt Jens Themsen, Marketingleiter der Volksbank, während er auf das Gesicht der jungen Frau deutet, die auf dem neuen Plakat für die Modernisierungsmesse am 16. und 17. April in der Osterholz-Scharmbecker Stadthalle abgebildet ist. „Es ist dieselbe Dame wie im vergangenen Jahr, nur guckt sie im Vergleich zu dem alten etwas keck zur Seite.“

Ein kleines Detail, das aber viel über die Qualität des Projekts aussagt. Obwohl es sich um eine Modernisierungsmesse handelt, wird am Konzept wenig renoviert. Denn dafür gibt es einstweilen auch keinen erkennbaren Grund. Mit 8000 Zuschauern hat sich die regionale Leistungsschau auch im vergangenen Jahr wieder als Publikumsmagnet erwiesen. Die Nachfrage nach Ständen hat sich vor der 13. Auflage auf hohem Niveau eingependelt und ist deutlich höher als das Angebot. Es sind wieder 30 Handwerksbetriebe, Unternehmen und Vereine, die ausstellen.

Die Modernisierungsmesse der Volksbank bildet seit einigen Jahren ein erfolgreiches Trio mit der Autobörse und dem verkaufsoffenen Sonntag. „Die Besucherzahlen dokumentieren den hohen Stellenwert“, findet Vorstandsmitglied Jan Mackenberg, der es für die ausgewiesene Stärke einer regionalen Messe hält, dass dort der Wunsch nach einer „dauerhaften Kundenbeziehung mit hohem Qualitätsanspruch“ erfüllt werden könnte.

Die Modernisierungsmesse empfiehlt sich vor allem für Häuslebauer und Hauseigentümer als hervorragende Adresse. Wie Mackenberg berichtet, gibt es Betriebe, die schon bei der ersten Messe mit von der Partie waren. Andere wie das „Kaminzimmer“ sind Neuzugänge, andere geben nach einer Auszeit ihr Comeback. Die meisten Betriebe, die in der Stadthalle vertreten sind, seien etabliert. Man lege Wert darauf, dass es ein breites Gewerkespektrum gebe, damit auch allen Ansprüchen der Besucher genügt werden könne. Wer sein Haus umbauen, renovieren oder komfortabler ausstatten möchte, findet am übernächsten Wochenende Treppenbauer, Zimmerer, Gartenmöbelhändler, Immobilienmakler, Sanitärtechniker, Fliesensortimenter und andere Experten, so dass wohl nur wenige Fragen offen bleiben. Weitere „Mitspieler“ bei der Messe sind die Polizeiinspektion Osterholz, die mit Empfehlungen zum Schutz vor Dieben aufwarten möchte und die Stadtwerke, die Tipps zum Energiesparen geben können. Finanzfragen können die Berater der Volksbank beantworten. „Wir führen an dem Wochenende so etwa 300 bis 400 Beratungsgespräche. Mit sieben oder acht Mitarbeitern ist das eine ordentliche Taktung“, lässt Jens Themsen wissen. Mackenberg verweist in dem Zusammenhang auf die niedrigen Zinsen und das Sonderkreditprogramm, das für die Modernisierungsmesse aufgelegt wird. Die Interessenten könnten sich günstige Konditionen reservieren, während der Finanzfachmann die Rahmenparameter abfragt, um den Kunden bei positivem Gesprächsverlaufs zu einem späteren Termin ausführlicher zu beraten. „Es sind schließlich mitunter Lebensentscheidungen, die im Zusammenhang mit Immobilien getroffen werden.“ Themsen erwähnt, dass es seltener um Neubauten gehe als um Altbausanierungen oder bedarfsgerechte Umbauten, um etwa barrierefreies Wohnen zu ermöglichen. Doch die Kosten für solche Maßnahmen seien wie beim Neubau häufig nur durch die Inanspruchnahme eines Darlehens zu decken.

Themsen und Mackenberg sind überzeugt, dass Autobörse, verkaufsoffener Sonntag und Volksbankmesse gut zu kombinieren sind. Ein Pendelbus hilft, die Entfernung zwischen Innenstadt und Stadthallengelände zu überbrücken.

Trotzdem stellt sich die Frage nach einer möglichen Rückkehr der Modernisierungsmesse in die Innenstadt, wenn das neue Volksbankgebäude am Markt fertigstellt ist. Jan Mackenberg: „Das werden wir im Nachgang mit der Autobörse beraten, um dann zu einer Neubewertung zu kommen.“

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