Gegenüberstellung „Die Zeit dreht sich in Kreisen“

Was verbindet, was unterscheidet die Bremerin Gesche Gottfried und die Engländerin Maria Graham. Dies und anderes thematisiert Brigitte Buttman-Simon in ihrem Roman „Die Zeit dreht sich in Kreisen“.
06.07.2017, 17:17
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„Die Zeit dreht sich in Kreisen“
Von Antje Borstelmann

Lilienthal. Zwei Frauen, beide 1785 geboren, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: die Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried und die Engländerin Maria Graham, eine der ersten weiblichen Entdeckerinnen Lateinamerikas. Während Maria, die einem alten schottischen Adelsgeschlecht entstammt, eine ausgezeichnete Erziehung erhält und als junge Frau nach Indien, Chile, Brasilien und durch Europa reist, darf Gesche als Tochter eines einfachen Schneiders nur die Kirchspielschule besuchen und ist nie über die norddeutsche Tiefebene hinaus gekommen. Und doch haben die beiden Protagonistinnen eines gemeinsam: Sie sind eingezwängt in das Korsett von Konventionen und Geboten, das ihnen die Gesellschaft ihrer Zeit auferlegt hat. Beide versuchen, sich daraus zu befreien – die eine reist, die andere mordet.

Brigitte Buttman-Simon hat das in ihrem Roman „Die Zeit dreht sich in Kreisen“ thematisiert. Am Donnerstag, 13. Juli, liest die Autorin daraus ab 19 Uhr in der Lilienthaler Kunstschau, Trupe 6. Das Duo del Sur mit Ulli Simon und Choche Ballesteros steuert passende Musik aus Chile bei, dem Land der Anden, des Weines und des Pazifischen Ozeans. Der Eintritt beträgt acht Euro (bei freiem Eintritt in die Ausstellung „Wohin“) für Mitglieder der Kunststiftung kostet der Abend sechs Euro.

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