21-Jähriger in Ritterhude überfahren Disko-Mord: Amtsgericht Verden erlässt Haftbefehl

Im Fall des 21-jährigen Bremers, der am Ostersonntagmorgen auf dem Heimweg auf dem Gehweg offenbar vorsätzlich überfahren worden ist, hat das Amtsgericht Verden Haftbefehl wegen Mordes erlassen.
06.04.2015, 13:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Harry Laube

Gegen den 24-jährigen Bremer, der in Verdacht steht, am Ostersonntag gegen 4.30 Uhr in Ritterhude gezielt einen 21-Jährigen mit seinem Golf angefahren und dabei tödlich verletzt zu haben, hat das Amtsgericht Verden am Dienstag Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der 24-Jährige ist danach dringend verdächtig, den 21-Jährigen aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch getötet zu haben.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse geht die in Osterholz-Scharmbeck gebildete Mordkommission „Ihlpohl“ davon aus, dass sich der Beschuldigte durch geringfügigen Anlass von dem Geschädigten gestört fühlte und sodann mit dem Fahrzeug gezielt auf den Geschädigten mit hoher Geschwindigkeit zufuhr und ihn von hinten erfasste. Der Geschädigte, der nicht mit einem Angriff rechnete, erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren Beschuldigter und Geschädigter zuvor nicht miteinander bekannt.

Hinweise, wonach der 24-Jährige Mitglied einer Lüssumer Großfamilie sei, wollte Marie-Louise Tartz, stellvertretende Pressesprecherin Staatsanwaltschaft Verden, auf Anfrage des OSTERHOLZER KREISBLATTT nicht kommentieren. Das sei aus Sicht der Ermittler für den Fall „ irrelevant“. Die Staatsanwältin bemerkte außerdem, dass sich der mutmaßliche Fahrer des Tatwagens, ein 24-jähriger Bremer, nach wie vor nicht zur Sache geäußert habe. Weiter bestätigte sie, dass das Tatfahrzeug bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefunden worden sei. Nach dem dunkelblauen VW Golf 5 mit dem Kennzeichen HB-GS 31 werde noch gesucht. Das Fahrzeug muss im Frontbereich Beschädigungen aufweisen, insbesondere eine zersplitterte Windschutzscheibe. Hier bitten die Ermittler weiter um Hinweise aus der Bevölkerung an das Polizeikommissariat Osterholz unter Telefon 04791 / 30 70 oder an jede andere Polizeidienststelle.

In einem zuvor mit der Polizeiinspektion Osterholz/Verden geführten Gespräch, berichtete Pressesprecher Helge Cassens, dass die für die Ermittlungen gebildete Mordkommission „Ihlpohl“ mit Sachbearbeitern der Polizeiinspektion aus Verden und Osterholz-Scharmbeck besetzt worden sei. Cassens bestätigte zudem, dass am Ostermorgen auch Tatort-Teams der Bremer Polizei die Ermittlungsarbeit vor Ort unterstützt hätten. Diese Teams seien jeweils mit zwei Personen besetzt. Personelle Unterstützung seitens des Landes- oder Bundeskriminalamtes habe es vor Ort nicht gegeben.

Wie berichtet befand sich das 21-jährige Opfer gemeinsam mit seinem Begleiter am Ostersonntag gegen 4.30 Uhr nach einem Besuch der Diskothek Arena auf dem Gehweg der Ihlpohler Heerstraße (alte B 6) in Richtung Bremen-Lesum, als er von hinten mit hoher Geschwindigkeit von dem Golf erfasst wurde. Der Tatwagen flüchtete in Richtung Bremen. Fahrer und Beifahrer stellten sich am Tag nach der Tat der Polizei.

>>> Lesen Sie hier einen Kommentar zur eskalierenden Gewalt <<<

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