Ausschuss befasst sich mit Schwarzbauten des TSV Meyenburg Doch noch Okay für Sportplatz

Landkreis Osterholz (bko). Der Landkreis Osterholz kommt dem TSV Meyenburg mit der nachträglichen Legalisierung der nicht genehmigten Sportanlage auf dem Klingenberg in Meyenburg entgegen. Bei einer Enthaltung empfahl der zuständige Fachausschuss des Kreistags jetzt, das Sportanlagengelände und seine unmittelbare Nachbarschaft von den Verboten und Vorschriften des umgebenden Landschaftsschutzgebiets "Schmidts Kiefern und Heidhof" zu befreien, welche die Sportnutzung betreffen, die Flächen aber nicht komplett aus dem Schutzgebiet herauszunehmen.
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Doch noch Okay für Sportplatz
Von Bernhard Komesker

Landkreis Osterholz (bko). Der Landkreis Osterholz kommt dem TSV Meyenburg mit der nachträglichen Legalisierung der nicht genehmigten Sportanlage auf dem Klingenberg in Meyenburg entgegen. Bei einer Enthaltung empfahl der zuständige Fachausschuss des Kreistags jetzt, das Sportanlagengelände und seine unmittelbare Nachbarschaft von den Verboten und Vorschriften des umgebenden Landschaftsschutzgebiets "Schmidts Kiefern und Heidhof" zu befreien, welche die Sportnutzung betreffen, die Flächen aber nicht komplett aus dem Schutzgebiet herauszunehmen.

Politik und Verwaltung wollen den Fall nun alsbald zu den Akten legen, wenngleich Naturschutzexpertin Jutta Kemmer doch einige Bedenken äußerte. Das Vorgehen des Vereins, einfach Fakten zu schaffen, solle eigentlich nicht unterstützt werden, fand sie. "Ich habe es andererseits aber auch noch nie erlebt, dass so etwas dann am Ende wieder zurückgebaut werden musste", stellte Kemmer nüchtern fest.

Annette von Wilcke-Brumund (SPD) bekräftigte: "Es ist eine schwierige Güterabwägung, so etwas darf sich nicht noch einmal wiederholen." Der Verein könne sich auch nicht auf Unwissenheit herausreden: Der verantwortliche Vorsitzende sei Ratsherr und Ortsbürgermeister gewesen. Als Politikerin fühle sie sich erpresst und es sei ihr auch "ein wenig peinlich", diese Entscheidung dem Bürger gegenüber so nun vertreten zu müssen, so die SPD-Abgeordnete weiter. Werner Grobbau (CDU) hob hervor, aus seiner Sicht liege auch ein öffentliches Interesse vor und das sei für ihn "immer die erste Voraussetzung", um im Einzelfall abweichende Beschlüsse fassen zu können. Dezernent Eckermann nickte: Es gehe um eine lokale, historisch gewachsene Situation innerhalb eines sehr großen Gebietes, nicht etwa über eine komplett neue Anlage mitten in einem Landschaftsschutzgebiet. Insofern werde von der Beschlussempfehlung auch keine Signalwirkung ausgehen.

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