Jugendfeuerwehr Hepstedt organisiert zum sechsten Mal Völkerballturnier Drei Leben für die Könige

Tarmstedt-Hepstedt. "Achtung Schiedsrichter", tönt eine Stimme aus dem Lautsprecher. Dann gellt noch ein Pfiff durch die Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Tarmstedt und die nächste Zwölf-Minuten-Spielrunde beginnt. Gelbe Softbälle fliegen über die drei Spielfelder. Jugendliche skandieren am Rand "Sören, Sören" oder "Los geht's Elsdorf, los geht's!". Zum sechsten Mal hat die Jugendfeuerwehr Hepstedt zum Völkerballturnier eingeladen. Insgesamt 26 Mannschaften treten an, sie kommen aus der Samtgemeinde, Sottrum, Bothel, Elsdorf und Ottersberg. "Wir mussten immer so weit fahren, um an Turnieren teilzunehmen", begründet der Hepstedter Jugendwart Jürgen Bellmann die Idee. Inzwischen ist der zweite Sonntag im März ein fester Termin im Kalender vieler Jugendwehren aus dem Kreis Rotenburg und einiger aus aus Verden geworden. Zwischen 24 und 26 Mannschaften starteten bisher pro Jahr.
13.03.2012, 05:00
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Drei Leben für die Könige
Von Undine Zeidler

Tarmstedt-Hepstedt. "Achtung Schiedsrichter", tönt eine Stimme aus dem Lautsprecher. Dann gellt noch ein Pfiff durch die Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Tarmstedt und die nächste Zwölf-Minuten-Spielrunde beginnt. Gelbe Softbälle fliegen über die drei Spielfelder. Jugendliche skandieren am Rand "Sören, Sören" oder "Los geht's Elsdorf, los geht's!". Zum sechsten Mal hat die Jugendfeuerwehr Hepstedt zum Völkerballturnier eingeladen. Insgesamt 26 Mannschaften treten an, sie kommen aus der Samtgemeinde, Sottrum, Bothel, Elsdorf und Ottersberg. "Wir mussten immer so weit fahren, um an Turnieren teilzunehmen", begründet der Hepstedter Jugendwart Jürgen Bellmann die Idee. Inzwischen ist der zweite Sonntag im März ein fester Termin im Kalender vieler Jugendwehren aus dem Kreis Rotenburg und einiger aus aus Verden geworden. Zwischen 24 und 26 Mannschaften starteten bisher pro Jahr.

"Weil das auch die Kleinen spielen können", hatten sich die Hepstedter Veranstalter seinerzeit für Völkerball entschieden. Und für jene, die die Spielregeln nicht so genau kennen, hängen diese zum Nachlesen an der Sporthallenwand. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an, jede wählt einen König. Der trägt ein rotes oder blaues Band und hat drei Leben. Die anderen sechs Mitspieler pro Mannschaft haben nur ein Leben. Das ist weg, wenn der Ball sie trifft. Einmal abgeworfen, sind sie raus.

Dementsprechend ducken sich die Spieler, wenn der Ball geflogen kommt. Weht tut solch ein Treffer allerdings nicht. "Wir spielen mit Softbällen", erklärt Bellmann, "wegen der Unfallgefahr", und in zwei Altersklassen - bis 14 und über 14 Jahre. "Es wäre ungerecht, wenn ein 18-Jähriger gegen einen Zehnjährigen spielt", begründet Bellmann und lächelt. "Da würden die Kleinen nie wieder kommen."

Doch denen gefällt das Turnier offenbar. "Hepstedt" steht auf den Wangen von Vanessa (11) und Femke (11) und "Jugendfeuerwehr Hepstedt" auf ihrem T-Shirt. Zusammen mit Wibke (10) vergnügen sich in einer der kurzen Spielpausen am Spielfeldrand. "Das Anfeuern" findet Vanessa am besten, Femke macht das Spielen Spaß. Wie lange sie selber auf dem Spielfeld standen, darüber können sich die Mädchen nicht so recht einigen - fünf Minuten, zehn oder 15? Sie kichern. Das ist nicht so wichtig. Es geht um den Spaß. Aber auch ums ernsthafte Siegen-Wollen. Als die Hepstedter in einer der Spielrunden der Jugendwehr Sottrum unterliegen, flucht ein Hepstedter herzhaft auf der Bank. Schließlich warten silberglänzende Pokale - vier pro Altersgruppe. Samtgemeindebürgermeister Frank Holle hatte diese gestiftet, sagt Bellmann und freut sich, dass dieser dem Turnier seine Aufwartung gemacht hatte, wie auch der Kreis-Jugendfeuerwehrwart Volker Jungen und der Hepstedter Ortsbrandmeister Herbert Meyer.

Am Ende des Turniers jubelt die Jugendfeuerwehr Hetzwege. In der Altersklasse unter 14 Jahre siegte sie, die Gnarrenburger in der Altersklasse über 14 Jahre. Die Hepstedter Jugendwehr schaffte in der Altersgruppe unter 14 den neunten Platz, ihre älteren Kameraden erkämpften Rang fünf.

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