Arbeitskreis Dorferneuerung Grasberg-Nord befasst sich mit neuem Vorschlag Ein Dorfgemeinschaftshaus für vier Orte

Grasberg. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms streben die vier Grasberger Orte Adolphsdorf, Otterstein, Seehausen und Tüschendorf eine gemeinsame Entwicklung an. Hierum kümmert sich der Arbeitskreis Dorferneuerung Grasberg-Nord, und der kam diesmal im Ottersteiner Dorfgemeinschaftshaus zusammen.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Johann Schriefer

Grasberg. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms streben die vier Grasberger Orte Adolphsdorf, Otterstein, Seehausen und Tüschendorf eine gemeinsame Entwicklung an. Hierum kümmert sich der Arbeitskreis Dorferneuerung Grasberg-Nord, und der kam diesmal im Ottersteiner Dorfgemeinschaftshaus zusammen.

Vorsitzender Dieter Helmke hieß dazu auch Planerin Dagmar Renneke vom Bremer Planungsbüro Instara, Diplomingenieur Bernd Lochmann von der Grontmij in Bremen, Hendrik Schumacher vom Amt für Landentwicklung in Bremerhaven und mehrere interessierte Einwohner willkommen.

Zunächst informierte Bernd Lochmann die Anwesenden über den Planungsstand der Dorfgemeinschaftsanlagen in allen vier Orten. Nach einer Bestandsaufnahme und einer Besichtigung dieser Objekte habe man festgestellt und beraten, welche Arbeiten, Veränderungen und Verbesserungen an den Gebäuden und Außenanlagen vorgenommen werden müssten. Gute Empfehlungen seien auch stets von Bürgern aus den jeweiligen Orten gekommen, bestätigte Lochmann.

In der jetzigen Sitzung unterbreitete der Ottersteiner Volker Segelken einen Vorschlag, der für einige Anwesende sicherlich überraschend kam. Er habe sich Gedanken über die Dorfgemeinschaftshäuser gemacht und sei dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass sie alle nicht der "Super-Brüller" und auch nicht attraktiv seien, so Segelken. Die Gebäude seien alt, und deren Unterhaltung sowie die notwendigen Sanierungsmaßnahmen würden viel Geld verschlingen. Weil nach seiner Kenntnis in Adolphsdorf ein Hof zum Verkauf stehe, sollte man überlegen, diesen zu kaufen und ihn zu einem Dorfgemeinschaftshaus herzurichten, das von den Einwohnern, Vereinen und Kindertagesstätten aus allen vier Orten gemeinsam genutzt werden könne. Die Gemeinde bräuchte dann nur noch ein Dorfgemeinschaftshaus zu unterhalten und käme dadurch finanziell weitaus günstiger dabei weg als bislang. Für diese Worte erhielt er reichlich Beifall. Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Otterstein, Dieter Kück, sagte dazu, dass es eine

derartige Überlegung bereits etwa um das Jahr 1975 gegeben habe. Er glaube aber, dass längst nicht alle Einwohner und Vereine aus Tüschendorf, Seehausen und Otterstein bereit seien, ihre Feste in Adolphsdorf zu veranstalten. Der Adolphsdorfer Hermann Lachmund war der Ansicht, dass die jetzige Generation noch stark auf die Eigenständigkeit bedacht sei. Bei den jüngeren Leuten sei dies nicht mehr so ausgeprägt.

Schulgebäude umgenutzt

Der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Reinhard Wischhusen, erinnerte an die Gebietsreform im Jahre 1974 und an die bald darauf erfolgte Schulreform. Im Gebietsänderungsvertrag sei festgelegt worden, dass das von den einzelnen Gemeinden in die Einheitsgemeinde Grasberg eingebrachte Vermögen auch im Dorf bleiben sollte. So seien aus einigen alten Schulgebäuden Dorfgemeinschaftshäuser geworden. Otterstein habe hingegen das Schulgebäude verkauft und aus dem Erlös das Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus errichtet. Der Arbeitskreis sei jedoch das richtige Gremium, eine kostengünstige Lösung zu finden. Heinz-Dieter Struß, Seehausen, betonte, dass der Arbeitskreis für die Zukunft plane. Daher solle man das Thema bis zur nächsten Sitzung vertagen.

Dagmar Renneke gab anschließend einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der vom Arbeitskreis gebildeten verschiedenen Arbeitsgruppen. Dabei sprach sie mehrere Projekte an. Das bereits abgeschlossene Projekt Bürgerbus zeige, wie wichtig dies für die Gemeinschaft ist, denn ohne die Dorferneuerung wäre es nie dazu gekommen. Dieter Helmke würdigte in diesem Zusammenhang das große Engagement von Raimund Steinert, und dafür wurde der anwesende Steinert mit einem Extra-Applaus bedacht. Es wurde noch beschlossen, dass der Arbeitskreis am 10. Januar um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Adolphsdorf zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+