Bilder des Elvis-Tribute-Künstlers Guido Regenhard sind in Galerien in Großbritannien zu sehen Ein „King of England“ aus der Kreisstadt

Osterholz-Scharmbeck. Der Elvis-Tribute-Künstler Guido Regenhard ist Teil einer aktuellen Fotoausstellung in England. Die Bilder des Deutschen reisen im goldenen Rahmen durch Galerien in Großbritannien.
12.06.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christian Valek

Der Elvis-Tribute-Künstler Guido Regenhard ist Teil einer aktuellen Fotoausstellung in England. Die Bilder des Deutschen reisen im goldenen Rahmen durch Galerien in Großbritannien. Guido Regenhard ist damit einer der „Kings of England“ – so jedenfalls sieht es der englische Fotograf Graeme Oxby. Er hat die Wanderausstellung erstellt und betitelt. Die Ausstellung ist bis

2017 in Galerien in vielen Städten Englands zu sehen. Elvoice wird zudem auch in dem begleitenden Bildband „The Kings of England“ zu sehen sein. Das Buch kommt im Juli des Jahres heraus und erscheint im Bluecoat Verlag, wie der Fotograf erläutert.

Regenhard, der unter dem Pseudonym „Elvoice“ bei Elvis-Wettbewerben auf der Insel mehrmals auf der Bühne gestanden hat, habe ihn zu der Ausstellung und zum Titel inspiriert, betont der Engländer auf Nachfrage des OSTERHOLZER KREISBLATT. Die Idee zum Buchtitel kam Graeme Oxby nach einem Auftritt von Elvoice anlässlich der Europameisterschaften der Elvis-Imitatoren im vergangenen Jahr in Blackpool. „Ich habe mich nach dem Auftritt einfach in einen Stuhl in der Hotelhalle sacken lassen“, erinnert sich Regenhard. „Ich war nach dem Auftritt völlig ausgepowert.“ Diese Situation hat Graeme Oxby im Bild festgehalten. Mit Erfolg: Das Bild sei ein Hingucker geworden, sagt Oxby. Das Foto sei in England sehr gut aufgenommen worden, betont er. Jeder frage nach dem Guido-Bild.

Regenhard, der in Osterholz-Scharmbeck seine Künstlerkarriere begann, komme bei vielen britischen Elvis-Fans gut an, berichtet Oxby. Die Engländer mögen die Art des Deutschen. Er nehme sich für die Leute Zeit und habe immer ein Lächeln übrig, ist dem Fotografen aufgefallen. Der Fotokünstler sagt, die Freundlichkeit und die Energie des Deutschen wirke anziehend auf die Menschen.

Eines der Fotos zeigt Guido Regenhard nach seinem Auftritt, wie er erschöpft und gedankenversunken auf einem opulenten, goldverzierten Sessel im herrschaftlichen Hotelfoyer sitzt. Diese Momentaufnahme habe ihn an die historischen Verbindungen des englischen Königshauses mit dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha erinnert, sagt Oxby. Dieser Gedanke sei ihm beim Anblick der Situation durch den Kopf gegangen, erinnert er sich. Der Titel von Ausstellung und Buch „The Kings of England“ spielt dabei mit dem Königsbegriff. Ausgangspunkt ist dabei, natürlich, der King of Rock ’n’ Roll, Elvis Aaron Presley.

Regenhard, der mittlerweile in Bremen wohnt und von dort aus seine Auftritte im In- und Ausland plant, ist seit 2011 als Elvis-Tribute-Künstler auf der Insel präsent. Er hat sich in der Szene einen Namen gemacht. Englischen Zeitungen haben über „Rainheart“ – Regenherz – berichtet. Sein Vorname ist für Briten offenbar schwierig auszusprechen. Auch deshalb haben sie ihn einfach umgetauft. Regenhard sagt, für ihn sei das auch eine Zeichen der Wertschätzung. Über Ostern war er zuletzt in Birmingham. Dort war er für die Elvis-Show „Easter Spectacular“ gebucht worden. Als einer von neun Künstlern hat Elvoice mit einer 45-Minuten-Show versucht, die Menschen im Saal des Hilton Hotels in Birmingham mitzureißen – es scheint ihm gelungen zu sein. Videoaufnahmen zeigen ihn bei seinem Auftritt von Zuschauern umjubelt. „Da habe ich mal wieder Vollgas gegeben“, sagt Regenhard.

Der englische Veranstalter hatte ihn gebucht. Die Werbung versprach dem Publikum „The best Elvis-Showcases“ – die besten Elvis-Imitatoren. Die Zuschauer ließen sich das etwas kosten: Wer wollte, konnte für die Drei-Tage-Karte 75 Pfund – rund 100 Euro – bezahlen. Wer nur einen Tag im Elvis-Fieber schwelgen wollte, zahlte immerhin 45 Pfund, umgerechnet gut 60 Euro. Für Kinder kostete die Tageskarte 20 Pfund. Der Saal in Birmingham fasst bestuhlt etwa 260 Gäste.

Elvoice sang unter anderem Stücke aus den 1950er-Jahren. Er schlüpfte vom Leder-Outfit in den weißen Anzug der für Fans legendären 1968er-Tournee. Regenhard betont die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit. Die Illusion solle einfach perfekt sein, sagt er. Noch lebende Weggefährten des „King“ sowie die strengen Zuschauer seien Garanten für die Qualität der Bühnenshows. „Wer ohne Leidenschaft arbeitet, wird nicht gebucht“, bringt es Elvoice auf den Punkt. Vor allem der internationale Vergleich lasse keine Schwächen auf der Bühne zu. Der persönliche Ehrgeiz treibe ihn zudem an. „Es ist harte Arbeit, sich in jeder Bewegung dem Original zu nähern“, sagt er.

„Ich versuche immer zu zeigen, wer Elvis war“, sagt der Künstler. Seine Kontakte helfen ihm, das rechte Maß zu finden, wie er sagt. Regenhard ist unter anderem mit Ed Bonja, dem Elvis-Fotografen und ehemaligen Tourmanager von Elvis Aaron Presley befreundet. Bei seinem Shows gewährt Elvoice dem Publikum immer wieder Einblicke ins Showgeschäft – und wie es hinter Bühne aussieht. Elvoice tritt in ganz Deutschland, England und unter anderem auch in Spanien auf.

Wer mehr über Guido Regenhard wissen möchte, kann sich auf seiner Internetseite informieren. Fans finden unter der Adresse www.elvoice.de Details zur Person, zu Auftrittsorten und allerhand Wissenswertes über Elvis. Informationen über die Fotoausstellung „The Kings of England“ und den Fotokünstler Graeme Oxby sind unter der Adresse www.graemeoxby.com abrufbar. Dort sind auch Teile der Ausstellung sowie Fotos von Guido Regenhard zu sehen.

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