160 Wohnmobilisten genießen norddeutsche Gastlichkeit in Gnarrenburg / Viele Stammgäste zu Besuch Ein Rundum-Verwöhn-Programm

Gnarrenburg. „Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, den Wohnmobillisten zum Jahreswechsel unvergessene Tage in der Moormetropole Gnarrenburg zu bescheren“, sagte Ulrich Hartmann, Vorsitzender des Touristikvereins Gnarrenburg. 160 Weltenbummler waren auch dieses Mal mit ihren fahrbaren Untersätzen aus allen Himmelsrichtungen angereist, 80 Prozent von ihnen waren „Wiederholungstäter“.
02.01.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von INGRID MAHNKEN

„Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, den Wohnmobillisten zum Jahreswechsel unvergessene Tage in der Moormetropole Gnarrenburg zu bescheren“, sagte Ulrich Hartmann, Vorsitzender des Touristikvereins Gnarrenburg. 160 Weltenbummler waren auch dieses Mal mit ihren fahrbaren Untersätzen aus allen Himmelsrichtungen angereist, 80 Prozent von ihnen waren „Wiederholungstäter“.

Als der Touristikverein vor 21 Jahren erstmalig zu einem „himmlischen Silvestervergnügen“ in die Moormetropole eingeladen hatte, da waren Bernd und Ilse Gebhardt aus Hannover bereits mit von der Partie. „Damals war es mit minus 15 Grad sehr kalt“, erinnern sie sich. zwei weitere Male feierten die Gebhardts seither Silvester in der Moormetropole; nun, da die Kinder aus dem Haus sind, erlebten sie ihren vierten Jahreswechsel in Gnarrenburg. Ein viertägiges Rundum-Verwöhn-Programm zum kleinen Preis – das war und ist wohl einer der Gründe für den Erfolg der Veranstaltung. Beim Schlemmermenü zum Auftakt, es gab Schweinshaxe mit Kraut im Gnarrenburger Festsaal, wurden jetzt Wiedersehen gefeiert und erste neue Kontakte geknüpft. Die örtlichen Kaufleute begrüßten das „fahrende Volk“ als potenzielle Kundschaft unmittelbar nach dem Weihnachtsgeschäft auch gleich mit einer groß angelegten Verlosungsaktion. Zum weiteren Programm gehörten ein Besuch im Glasmuseums, die Feuerwerk-Vorführung bei Horstschäfer (wir berichteten) und ein Filmbeitrag über das Leben im Moor.

Wanderung mit Bollerwagen

Ein weiteres Highlight war die geführte Wanderung durch die zum Teil unberührte Natur des Teufelsmoors. Mit im Gepäck hatten Ulrich Hartmann und seine Crew mehrere gut bestückte Bollerwagen mit hochprozentigem Jan Torf. In Langenhausen angekommen, wartete auf die wanderfreudigen Wohnmobilisten heißer Punsch an einem kleinen Lagerfeuer. Die entsprechend geölten Stimmbänder liefen zur Hochform auf, als Helma Dettmann aus Hamburg mit ihrer Mundharmonika das Camper-Lied „Oh, oh, oh, da sind wir froh“ anstimmte.

Nach einem letzten gesungenen „Danz op de Deel“ ging es bei sonnigen, fast frühlingshaften Temperaturen munter weiter. Nach fünf Kilometern auf Schusters Rappen hatten die unternehmungslustigen Wanderer ihr Ziel erreicht: die Gaststätte Zum Huvenhoop in Augustendorf. Dort wurden sie mit der norddeutschen Spezialität Grünkohl und Pinkel „satt“ verwöhnt.

Nach dem Essen war von Ermüdung bei vielen Gästen keine Spur zu sehen. Viele Paare nutzten die Gelegenheit, nach dem reichhaltigen Essen bei Live-Musik ihre Kalorien auf der Tanzfläche gleich wieder loszuwerden. Mittendrin Peter und Karin Welinski aus dem 160 Kilometer entfernten Emsland. Sie waren zum ersten Mal mit von der Partie. Ihre Freunde hätten ihnen so viel von dem Silvestertreffen vorgeschwärmt, erzählten sie. Angenehm überrascht waren sie von den „sehr gut ausgeschilderten Wanderer- und Fahrradwegen“. Es sei fast ein wenig so wie im Westerwald, nur dass die Berge fehlten. Dass man in einer kleinen Gemeinde wie Gnarrenburg erstaunlich toll shoppen könnte, werteten die Welinskis als weiteren Pluspunkt.

Letzter Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung war der Silvesterball. Ein Bustransfer brachte die Weltenbummler zum Gasthof Ahrens nach Kuhstedt – und am Neujahrsmorgen auch wieder zurück. Doch zuvor feierten die Wohnmobilisten nach einem „Gnarrenburger Hochzeitsmenü“. Es bestand aus drei Gängen zur Live-Musik einen großen Silvesterball.

Nach einem reichhaltigen Katerfrühstück am Neujahrsmorgen traten die Gäste die Heimreise in alle Himmelsrichtungen an. Mit einem lachenden und weinenden Auge hieß es für viele Abschied zu nehmen vom Organisationsteam um Ulrich Hartmann, Melanie Werner und Christina Hannuß

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