Einschulungsfest für Fünftklässler

Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht

Neue Schule, neue Räume – für die Fünftklässler der IGS Lilienthal begann in der Außenstelle Grasberg der erste Schultag mit einem rauschenden Begrüßungsfest.
06.08.2017, 18:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Petra Scheller
Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht

Für die Fünftklässler der IGS Lilienthal begann der erste Schultag mit einem rauschenden Begrüßungsfest. Ihre Einschulung in der Außenstelle Grasberg war etwas ganz Besonderes. Sie können an der IGS ihr Abitur ablegen.

Hans-Henning Hasselberg

Grasberg. Neue Schule, neue Hallen, fremde Räume – für die Fünftklässler der IGS Lilienthal begann in der Außenstelle Grasberg der erste Schultag mit einem rauschenden Begrüßungsfest. Frische Sonnenblumen, Congas, Mikrofone, ein Profi-Sound-Licht-Mischpult, reservierte Plätze für die Politprominenz – all dies wies schon beim Betreten der aufwendig geschmückten Sporthalle darauf hin, dass es sich bei dieser Einschulung um etwas Besonderes handelte: Der neue fünfte Jahrgang, der nach der Worpsweder Künstlerin Lisel Oppel benannt ist, ist der erste an der Integrierten Gesamtschule, der sich sicher sein kann, bis zum Abitur bleiben zu können. Denn seit dem Kreistagsbeschluss im Mai steht fest, dass die Integrierte Gesamtschule Lilienthal mit ihrer Außenstelle in Grasberg bis zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 um eine Gymnasiale Oberstufe erweitert werden wird. Das Schulteam um Direktorin Karina Kögel-Renken hatte den dringenden Wunsch nach einer Oberstufe gehabt. Sie sei für die Akzeptanz der Schule ein entscheidendes Kriterium, hieß es in der Begründung.

Mit einem eigens komponierten Begrüßungslied empfing das Kollegium die Neuankömmlinge: 94 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern, Familien und Freunden. „Du kannst dich trauen, der Weg wird schön. Lass ihn uns gemeinsam gehen“, riefen Sechstklässler und Lehrerteams „der Schule für Vielfalt“ dem fünften Jahrgang zu. Vier Klassen starten in diesem Jahr neu. Doch die Erfahrung zeige, dass in den höheren Jahrgängen stets erweitert werden müsse. So wird der sechste Jahrgang bereits nach einem Schuljahr um eine weitere Klasse aufgestockt, und es gebe inzwischen Jahrgänge, die aufgrund der vielen Rückläufer aus dem Gymnasium achtzügig seien, erklärte Schulleiterin Karina Kögel-Renken.

„Verschieden sein ist hier Programm“, unterstrich sie in ihrer Begrüßungsrede. „Denn alle profitieren davon.“ Kognitives, soziales und kreatives Lernen greifen an der IGS im Schulunterricht ineinander. Das präsentierten die Sechstklässler gleich bei der Einschulung der Neuen. Siebtklässler Ezra Lewin sagte über neun spannende Programmpunkte an, darunter so außergewöhnliche wie eine trommelnde Jahresvorschau, gecoverte Songs, vorgetragen von Lea Marie Paulin, Malin Voßler sowie Schülerinnen und Schülern der Musikarbeitsgemeinschaft.

„Wir brauchen einander als Ganzes“, unterstrich Karina Kögel-Renken den ganzheitlichen Ansatz des Schulkonzepts, der sich in der Begrüßungsveranstaltung widerspiegelte. Politische Unterstützung findet die ausgebildete Gymnasiallehrerin damit inzwischen in allen politischen Lagern. Besonders herzliche Worte zur Begrüßung fand Grasbergs Bürgermeisterin Marion Schorfmann. „Hoffentlich ist es hier gut auszuhalten, und hoffentlich gibt es etwas Gutes zu essen, wo gibt es Wlan?“, fühlte sie sich in ihrer Rede in die Gedanken der Neuankömmlinge ein. „All das gehört hier dazu“, versprach sie den Kindern, die in den Jahrgängen fünf, sechs und sieben am Standort Grasberg unterrichtet werden. Ab Herbst sollen auch die aufwendigen Umbauten des Schulforums, der Gemeindebücherei – mit nigelnagelneuen Medienplätzen – und den Freizeiträumen für das Betreuungsangebot „Little Tokio“ abgeschlossen sein.

Lilienthals Bürgermeister Kristian Tangermann beglückwünschte die Kinder dazu, dass ihnen mit dem Schulkonzept alle Wege offen stünden und gab den Rat „Ihr lernt fürs Leben“. Worpswedes zweiter Bürgermeister Friedrich-Karl Schröder erklärte: „Ihr lernt so viel, aber wichtig ist eigentlich nur, dass man sich immer irgendwie zu helfen weiß.“ Kreisdezernentin Heike Schumacher versprach als Vertreterin des Landkreises: „Ihr könnt euch alle auf diese Schule freuen.“

„Verschieden sein ist hier Programm, denn alle profitieren davon.“ Karina Kögel-Renken, Schulleiterin
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