"Einige dachten, es kämen richtige Eisbären"

Seit drei Jahren ist Inge Kerlinski Schulleiterin an der IGS Buschhausen. Die 54-Jährige verfolgte mit Interesse den Auftritt der Eisbären Bremerhaven in der Sporthalle. Werner Maaß sprach nach der Veranstaltung mit der Schulleiterin.
16.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Seit drei Jahren ist Inge Kerlinski Schulleiterin an der IGS Buschhausen. Die 54-Jährige verfolgte mit Interesse den Auftritt der Eisbären Bremerhaven in der Sporthalle. Werner Maaß sprach nach der Veranstaltung mit der Schulleiterin.

Frage: Wie ist die Idee geboren worden, die Eisbären nach Buschhausen zu holen?

Inge Kerlinski: Der Weser-Kurier und Radio Bremen 4 haben Werbung gemacht. Zwei Kollegen haben sich beworben, Anja Printz, die Fachleiterin Sport und Gerd Kuhlemeier, der die Basketball-AG leitet und leidenschaftlicher Basketballer ist.

Und dann ging alles holterdipolter. Sie hatten nur wenige Tage Zeit, diese Großveranstaltung auf die Beine zu stellen.

Letzte Woche Mittwoch haben wir den Anruf bekommen, dass die Eisbären kommen. So mussten wir das alles innerhalb einer halben Woche organisieren. Anja Printz und Gerd Kuhlemeier haben das in erster Linie selbst organisiert. Und das alles ist ja wirklich toll gelaufen. Die Idee mit den Klassenfotos zusammen mit den Stars finde ich besonders gut.

Wie haben die Schüler reagiert, als sich die Nachricht vom Besuch der Eisbären in der Schule verbreitet hat?

Ich habe durchweg positive Antworten bekommen. Die meisten wussten mit dem Begriff Eisbären Bremerhaven etwas anzufangen. Einige wenige Schüler dachten allerdings zunächst, es kämen richtige Eisbären in unsere Sporthalle. Der Besuch dieser Profisportler ist etwas ganz besonderes für alle. Und die Vorstellung, dass jetzt jede Klasse eine Stunde Training bekommt bei einem Profitrainer, hat auch die Jugendlichen motiviert, die nicht so sehr am Sport interessiert sind. Unser gesamter Sportunterricht profitiert davon.

Losgelöst vom Sportunterricht: Welchen Nutzen hat eine solche Veranstaltung für die gesamte Schule?

Das ist immer gut für das Image. Wir sind eine Wahlschule, die Eltern können also wählen, ob sie ihr Kind an unsere Schule schicken. Wir müssen immer darauf achten, dass wir eine gute Qualität anbieten. Da sind solche Veranstaltungen und die damit verbundene Präsenz in den Medien natürlich ein guter Werbefaktor. Und für die Schüler und Schülerinnen wird die Lust an der Schule durch solche Besuche immer wieder neu aufgefrischt. Und es sorgt für gute Stimmung im Haus, bei den Kolleginnen und Kollegen und natürlich bei den Schülerinnen und Schülern.

Andersherum betrachtet sendet die Schule nun Signale an seine Schüler, dass man als guter Sportler auch anders seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Ich denke, das ist kein Problem. Allen ist klar, wie schwer das ist, wie gut man letztendlich sein muss, um als Profi zu spielen. Ich glaube nicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler auf die Idee kommen, sie bräuchten nichts anderes mehr zu machen als Sport.

Die IGS nimmt ebenfalls teil am Projekt "100 Schulen - 100 Prozent Werder."

Wir leiden im Moment mit Werder. So tut das sicherlich gut, dass wir eine zweite Sportart im Haus haben. Werder ist natürlich ebenfalls ein ständiges Thema, einige Werder-Spieler waren ebenfalls schon hier. Aber es gibt immer mehr Basketballfans bei uns an der Schule. So bedienen wir beide Gruppen.

Werder war hier, jetzt die Eisbären. Wer kommt als nächstes?

Da müssen wir natürlich nachdenken. Wir sind offen für viele Ideen. Wir werden erstmal mit Schülern, Eltern und Freunden zu einem Heimspiel der Eisbären fahren. Aber jetzt steht erstmal der Alltag an.

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