Osterholzer Kreiskrankenhaus

Einmal wie ein Chirurg arbeiten

Landkreis Osterholz. Besucher des Osterholzer Kreiskrankenhauses können sich am Sonntag, 12. September, als Chirurg versuchen. Der Tag der offenen Tür macht es möglich.
28.08.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Landkreis Osterholz. Besucher des Osterholzer Kreiskrankenhauses können sich am Sonntag, 12. September, als Chirurg versuchen. Der Tag der offenen Tür macht es möglich.

Doch keine Panik: Natürlich wird niemand auf echte Patienten losgelassen, um auszuprobieren, wie sich endoskopisch Gallensteine entfernen lassen. An einem Simulationsgerät, an dem Chirurgen ihr Handwerk lernen, können die Gäste testen, wieviel Training und Geschick die Operationsmethode via Monitor erfordert.

Das Osterholzer Kreiskrankenhaus hat sich ins Zeug gelegt, um von zehn bis 18 Uhr ein interessantes und unterhaltsames Programm für die ganze Familie auf die Beine zu stellen. 'Die Öffentlichkeit ist sehr daran interessiert, Details aus dem Krankenhausalltag kennenzulernen', weiß Klinikchef Klaus Vagt und verweist auf die Erfahrungen bei vorangegangenen Tagen der offenen Tür. Zuletzt gab es 2007 die Gelegenheit, bei einer solchen Veranstaltung alle Abteilungen der Klinik kennenzulernen - eine Herausforderung, weil parallel dazu der richtige Krankenhausbetrieb störungsfrei weiterlaufen muss.

Auch Kreißsäle zu besichtigen

Seitdem hat sich am Kreiskrankenhaus einiges getan: So ist das Medizinsche Versorgungszentrum erweitert worden und besteht mittlerweile aus vier Praxen, die sich am Tag der offenen Tür präsentieren werden. Die Praxis für Urologie, Kinderheilkunde, und Gastroenterologie - also jene für Magen-/Darmerkrankungen, werden sich vorstellen, ebenso wie die Gynäkologie, die neue Ambulanzräume erhalten hat. Auch einer der Kreißsäle soll an diesem Tag zu besichtigen sein.

Wer möchte, kann sich über verschiedene medizinisch-fachliche Neuerungen am Kreiskrankenhaus informieren: Dr. Manfred Cement wird unter anderem erläutern, wie künstliche Hüften und Kniegelenke eingesetzt oder mit einer neuen Methode Wirbelsäulenfrakturen behandelt werden. Gefäßchirurg Dr. Michael Spatny und sein Team stehen ebenfalls bereit, zu zeigen, wie es möglich ist, einen Menschen über nur winzige Schnitte in den Körper zu operieren.

Wer möchte, kann ein Operationsbesteck in die Hand nehmen, ein Hüftimplantat begutachten oder den Rettungswagen von innen ansehen. Und wer Lust hat, kann in der Physiotherapie Geräte und Trainingsmethoden ausprobieren oder in Töpfe und Pfannen einer Krankenhausküche schauen. In der Röntgenabteilung kann jeder erfahren, wie die Ärzte mittels modernster Technik in den Körper eines Menschen hineinschauen. Auch ein Gesundheits-Check wird angeboten - Blutdruck, Puls und Zucker werden unter anderem gestestet.

Zimmer der Intensivstation nachgebaut

Für den Tag der offenen Tür wird auch ein Zimmer der Intensivstation nachgebaut - jeder kann sich von den dort eingesetzen Geräten einen Eindruck verschaffen. Außerdem wird es stündlich eine Führung durch den Operationssaal geben. Die Abläufe dort während einer Operation werden demonstriert.

Der Hubschrauber-Landeplatz wird am Sonntag zweckentfremdet: Dort gibt es Stände mit Essen und Trinken, außerdem sorgen die 'Hagen Alltstars' für musikalische Unterhaltung. Für Kinder werden verschiedene Spielmöglichkeiten geboten. Die jungen Besucher können sich schminken oder sie einen Gipsverband anlegen. Was genau wo passiert, ist auch einem Faltblatt zu entnehmen, das an den Eingängen zum Krankenhaus ausliegt.

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