Verkehrssicherheit Eltern sollten mit ihren Kindern den Schulweg üben

In ein paar Tagen beginnt die Schule: Polizei und Auto-Club Europa empfehlen, junge Verkehrsteilnehmer auch schon vor der Einschulung vorzubereiten und mit ihnen den Schulweg zu üben.
24.08.2020, 21:00
Lesedauer: 2 Min
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Von André Fesser mit dpa

Osterholz/Rotenburg. Die Ferien sind so gut wie vorüber, am Donnerstag müssen die meisten Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen und Bremen wieder in die Schule gehen. Für die neuen Erstklässler steht die Einschulung zwar erst am Wochenende an, die Zeit wäre aber reif, den Weg zur Grundschule auch jetzt schon einmal auf sich zu nehmen, um dann auch sicher dorthin zu kommen, wenn es darauf ankommt.

So rät das Präventionsteam der Polizeiinspektion Verden/Osterholz dazu, den Weg zur Schule gemeinsam mit dem Kind zu planen und verbindlich festzulegen. Hierbei sollte auch bei den Vorüberlegungen daran gedacht werden, „dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste Weg ist“, teilt das Team mit. Eltern sollten die neuen Wege gründlich mit ihren Kindern üben und ihren Nachwuchs für Gefahrenpunkte sensibilisieren. „Ein einmaliges Abgehen reicht hierbei allerdings nicht aus“, betont Anika Wrede, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Verden/Osterholz. „Die Kinder sollten so lange begleitet werden, bis sie den Weg alleine meistern können. Dies kann mit einem Rollentausch getestet werden, bei dem die Kinder ihren Eltern den Weg erklären.“

Auch der Auto-Club Europa (ACE) weist darauf hin, dass es wichtig ist, den konkreten Weg mehrmals einzuüben. Denn was Kinder vielleicht an anderen Kreuzungen gelernt haben, können sie noch nicht auf neue Orte übertragen, warnt der ACE. Auf dem Rückweg sieht dann außerdem doch wieder alles anders aus, er muss daher genauso geübt werden. Und auch wenn es momentan morgens hell ist, ist für den anstehenden Herbst auf eine gute Ausleuchtung der Strecke zu achten. Helle Kleidung und Reflektoren machen wiederum die Kinder für Autofahrer sichtbar. Der ACE weist darauf hin, dass Sechsjährige noch nicht klar erkennen können, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt, ebenso wenig können sie Entfernungen und Geschwindigkeiten einschätzen.

Auch für Ältere sei zu beachten: Zebrastreifen, Ampeln oder Kreisverkehr sind auf dem bisherigen Schulweg vielleicht noch gar nicht aufgetreten. Am Zebrastreifen haben Fußgängerinnen und Fußgänger Vorrang gegenüber den querenden Autos. Radfahrer müssen absteigen und ihr Fahrrad schieben, um ebenfalls Vorrang zu haben. Auch an das Rechtsfahrgebot und je nach Alter des Kindes an die Nutzung des Gehweges sollten die Schüler erinnert werden. Sobald Kinder zehn Jahre alt sind, dürfen sie nicht mehr auf dem Gehweg fahren.

Mit Blick auf die sogenannten Elterntaxis bittet die Polizei zudem darum, die Kinder zu Fuß oder je nach individueller Fähigkeit und Alter mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu schicken. „Je weniger Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, desto weniger Verkehr und damit einhergehende Probleme gibt es vor den Schulen“, erklärt Anika Wrede. Auch aus Sicht des ACE ist das Elterntaxi tabu. Führt kein Weg an einer Autostrecke auf dem Schulweg vorbei, sollten Eltern ein Stück entfernt von der Schule halten.

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