Guido Regenhard macht sich in England als "Rainheart" einen Namen Elvis-Imitator aus Osterholz im Finale

Osterholz-Scharmbeck. Der Osterholzer Guido Regenhard hat den Landkreis bei der Europameisterschaft der Elvis-Imitatoren in Birmingham erneut würdig vertreten.
13.01.2014, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christian Valek

Der Osterholzer Guido Regenhard hat den Landkreis bei der Europameisterschaft der Elvis-Imitatoren in Birmingham erneut würdig vertreten. Englische Zeitungen haben den Deutschen ins Herz geschlossen: Der einzige Deutsche des Wettbewerbs ist für sie zu Guido „Rainheart“ geworden.

Guido Regenhard hat als Elvis-Tribute-Künstler in England keinen Titel gewonnen und sich dennoch einen Namen gemacht. Regenhard ist auf der Insel ab sofort als Guido „Rainheart“ (übersetzt: Regenherz) bekannt. Der Osterholzer konnte sich unter Könnern behauptet: Als „Elvoice“ ist er unter 86 europäischen Elvis-Imitatoren am Ende in die Finalrunde eingezogen. Damit zählt er laut Jury zu den überzeugendsten 20 Elvis-Imitatoren, die Europa zu bieten hat.

Die Konkurrenz war durchaus fein gesiebt. „Viele Künstler, die in den Vorjahren ganz vorne mit dabei waren, haben es hier nicht in die Endrunde geschafft“, sagt Regenhard. Nur die ersten drei stehen fest. Eine weitere Staffelung der Endergebnisse findet nicht statt.

Die englischen Zeitungen haben über den Osterholzer ebenfalls berichtet. Unter anderem die „Birmingham Mail“ schreibt kurz über Elvoice, seine Lebensphilosophie und sein Elvis-Fieber. Die BBC News berichten im Online-Auftritt von „Gido Rainhard“ aus Bremerhaven. Regenhard hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Zwar reichte es wieder nicht zum großen Sprung auf das Treppchen – enttäuscht ist er trotzdem nicht. „Das kommt schon irgendwann“, beruhigt der Mann mit der tiefen Stimme.

Seit vier Jahren nimmt Elvoice an Elvis-Wettbewerben auf der Insel teil. Außerdem hat zahlreiche Auftritte in englischen Lokalen absolviert. Alle hätten geholfen, seinen Status in der Profi-Szene zu festigen, ist er überzeugt. „So etwas geht nicht von heute auf morgen. Das muss wachsen“, sagt der Osterholzer. Dann unterbricht ihn das Klingeln seines Telefon. Neue Aufträge kommen rein.

Pausenlos auf Tour

Elvoice hat sich einen Namen in der Szene gemacht. Seine Fan-Gemeinde wächst stetig. Das zeigt sich unter anderem bei einem Blick auf seine Facebook-Seite. Kommentare und Glückwünsche sowie ein Schwung an Fotos mit Fans häufen sich. In Bremen hat sich ein Elvoice-Fanclub gegründet. Mittlerweile lässt er sein Konto verwalten. „Zu viel Aufwand.“

Neben anderen war auch Elvis’ Tour-Producer, Charles Stone, mit der Leistung beim Wettbewerb einverstanden. Stone schickte dem Osterholzer nach seinem Auftritt in Birmingham persönliche Glückwünsche. Für den Osterholzer ist es „höchstes Lob“ und eine Auszeichnung für seine ernsthafte Arbeit. „Man sieht, die Qualität muss stimmen.“ Regenhard nutzt den Kontakt zu ehemaligen Weggefährten des King of Rock’n’Roll zur Standort-Bestimmung. Mit Elvis’ langjährigem Fotograf Ed Bonja pflegt er eine Freundschaft, wie er betont. Für Regenhard ist es mehr als das „Es ist eine Frage der Ehre.“ Elvoice denkt mit Grausen an schlechte Elvis-Imitatoren, die mit Perücke über die Bühne turnen. „Das geht gar nicht.“ Ihm gehe es um den perfekten Auftritt. Alles muss bis ins Detail stimmen. „Das bin ich Elvis schuldig“, sagt er.

Dazu gehöre selbstverständlich die passende Kleidung. Die kommt für den Osterholzer aus den USA. Die gleiche Firma, die einst die Bühnen-Ausstattung für den King lieferte, liefert heute auch an Regenhard. Die Jumpsuites haben ihren Preis: „Echte“ Anzüge aus USA kosten zwischen 1000 und 4000 Euro – je nach Hersteller-Aufwand. Bei seinen Konzerten trug Elvis unterschiedliche Anzüge. Deshalb muss beim Auftritt die Kleidung auch zum Song passen. „Das gehört einfach dazu.“

Regenhard kommt rum: Elvoice war kürzlich für die Weihnachtsfeier von Porsche-Ingenieuren in Stuttgart gebucht, hatte anschließend Auftritte in Garmisch und fuhr dann nach Dresden. Elvoice ist ab sofort auch für das Elvis-Musical in Bremen aktiv. Im Auftrag des Veranstalters machte er Werbung für den Event, das am 16. Januar in Bremen gastiert.

In den letzten Wochen hatte er wenig Zeit, durchzuatmen. Vielleicht schafft er es ja im Frühjahr. Aber da gibt es im Mai die Elvis-Masters in Bridlington. Und im Juli ist er gesetzt für Elvis-Ultimates im englischen Blackpool. „Alle Flugtickets habe ich schon gekauft.“

Wer Elvoice live hören möchte, hat unter anderem am Freitag, 17. Januar, im Bremer „Meisenfrei“ Gelegenheit. Der Osterholzer steht dann ab 21 Uhr mit der Band „The Dukes“ auf der Bühne.

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