Nach Explosion bei Organo Fluid Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

Bei der Explosion der Chemie-Fabrik Organo-Fluid in Ritterhude am 9. September ist ein Mitarbeiter tödlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft Verden geht dem Verdacht der fahrlässigen Tötung nach.
02.12.2014, 00:00
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Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung
Von Brigitte Lange

Bei der Explosion der Chemie-Firma Organo Fluid in Ritterhude am 9. September ist ein Mitarbeiter so schwer verletzt worden, dass er eine Woche später an seinen Verletzungen starb. Die Staatsanwaltschaft Verden bestätigte, dass sie seither dem Verdacht der fahrlässigen Tötung nachgehe.

„Ermittelt wird gegen die Firmenleitung“, teilte Pressesprecher Marcus Röske mit. Ob gegen Behörden oder Mitarbeiter ermittelt werde, wollte sein Kollege Lutz Gaebel nicht ausschließen.

Bei jedem Brand, jeder Explosion gebe es automatisch eine Brandermittlung, erläutert Gaebel. Ergebe sich dabei der Verdacht auf ein persönliches Verschulden, beginne die Staatsanwaltschaft zu ermitteln. Stehe also ein Anfangsverdacht im Raum, würden sie aktiv, erklärte Marcus Röske. Mehr konnten die beide Pressesprecher der Staatsanwaltschaft zu dem Fall derzeit nicht sagen. Die Ermittlungen liefen noch. Sie stünden ganz am Anfang. Bis ein Ergebnis vorliege, könnten mehrere Monate vergehen, so Gaebel.

Gesucht wird auch noch nach der Ursache der Explosion, die in den frühen Abendstunden des 9. September die Kiepelbergstraße erschüttert hatte. Dabei war, wie berichtet, nicht nur der Mitarbeiter tödlich verletzt worden. Mehrere Dutzend benachbarte Häuser wurden so stark beschädigt, das einige der Bewohner bis heute nicht in ihr Heim zurückkehren konnten.

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