Bläserklasse in Grasberg bewährt sich / Heute Informationsabend

Erwünschte Nebenwirkungen

Grasberg (dek). Waren die Lehrer an der IGS Grasberg zu Anfang noch skeptisch, so sind mittlerweile alle Bedenken ausgeräumt. Die Pädagogen haben gute Erfahrungen mit der Bläserklasse gemacht, die vor einem Jahr durch Kooperation der Grasberger Gesamtschule mit dem Blasorchester der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf ins Leben gerufen wurde.
11.06.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine von der Decken
Erwünschte Nebenwirkungen

Zeit zum Spielen, gegenseitiges Kennenlernen, Spaß am Musizieren und die Gemeinschaft sind wichtige Bestandteile des Konzepts von Projektorchester, BlaMuKids und Bläserklasse.

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Waren die Lehrer an der IGS Grasberg zu Anfang noch skeptisch, so sind mittlerweile alle Bedenken ausgeräumt. Die Pädagogen haben gute Erfahrungen mit der Bläserklasse gemacht, die vor einem Jahr durch Kooperation der Grasberger Gesamtschule mit dem Blasorchester der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf ins Leben gerufen wurde. Für das kommende Schuljahr ist daher vorgesehen, das Projekt mit neuen Fünftklässlern fortzusetzen. Kinder und Eltern haben heute ab 19 Uhr während einer öffentlichen Probe im Forum der IGS Grasberg Gelegenheit, sich über den Unterricht und die Instrumente zu informieren.

Eine stärkere Belastung durch den Musikunterricht in der Bläserklasse sei nach Meinung der Lehrer nicht gegeben, resümiert Schulleiterin Karina Kögel-Renken. Die Nebenwirkungen seien sogar erfreulich. Schulische Leistungen hätten sich, so die Erfahrungen nach einem Jahr, verbessert. Laut Axel Jagels, Vorstandsmitglied des Blasorchesters Grasberg, ist das darauf zurückzuführen, dass „gemeinsames Musizieren nur mit genauem Hinhören und Konzentration auf Mitspieler und Dirigenten funktioniert.“ Von diesen vertieften Fähigkeiten profitierten die Schüler auch in den anderen Fächern.

Der Verein hatte die 22 Schüler starke Bläserklasse mit Instrumenten ausgestattet. Auch für die neue Bläserklasse stünden nun solche Anschaffungen bevor, betonte Jagels. Einmal wöchentlich geben Berufsmusiker und Musikstudenten eine Stunde Theorie-Unterricht, und in der zweiten wöchentlichen Lerneinheit steht gemeinsames Musizieren auf dem Stundenplan. Unter der Leitung von Silke Bohnacker spielen dann alle Bläser, auch wenn sie erst wenige Noten beherrschen, schon in einem sinfonisch ausgerichteten Blasorchester Trompete, Saxofon, Klarinette, Flöte, Posaune oder Waldhorn. Ein Höhepunkt des Schuljahres 2014/15: das gemeinsame Musizieren mit dem Projektorchester (POG) und dem Musikernachwuchs (BlaMuKids) des Vereins. „Es war ein großes Erlebnis, gemeinsam mit 50 anderen Musik zu machen“, berichtet Britta Jagels über die Musikfreizeit in Hepstedt.

„Wir haben schon immer Nachwuchs ausgebildet“, sagt Axel Jagels. Dieser Tradition entsprungen ist auch die Bläserklasse, in der musikalische Kinder gefördert werden können.

Laut Jagels wird ein breites Spektrum aus der modernen Musikliteratur vermittelt. „Märsche machen nur zehn Prozent unseres Repertoires aus.“

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