Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten laufen auf Hochtouren

Ferienbaustelle Schule

Lilienthal·Worpswede·Grasberg·Tarmstedt. Sechs Wochen stehen die Klassenzimmer leer. Während Kinder und Jugendliche Sonne und Ferienzeit genießen, arbeiten Handwerker mit Hochdruck an der Sanierung von Schulen und Turnhallen.
20.07.2010, 06:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Ulrike Prange

Lilienthal·Worpswede·Grasberg·Tarmstedt. Sechs Wochen stehen die Klassenzimmer leer. Während Kinder und Jugendliche Sonne und Ferienzeit genießen, arbeiten Handwerker mit Hochdruck an der Sanierung von Schulen und Turnhallen. Die Redaktion hat in den Gemeinden nachgefragt, welche Gebäude betroffen sind und wie lange die Arbeiten dauern.

In Lilienthalerstrahlen die Grundschule Trupermoor und die Schroeterschule in neuem Glanz. Für rund 140000 Euro, die zum Teil aus dem Konjunkturpaket II stammen, hat die Grundschule Trupermoor neue Verwaltungsräume bekommen. Dort, wo das alte Hausmeisterhaus war, sind ein neues Lehrerzimmer sowie Arbeits- und Besprechungsräume entstanden. Außerdem wurden in den Klassenräumen im Anbau an der Trupermoorer Landstraße die Decken gedämmt und mit neuer Beleuchtung versehen. Über eine Deckenisolierung im Obergeschoss wird man sich auch an der Schroeterschule freuen. Außerdem erhalten die Klassenräume dort einen neuen Bodenbelag und wurden frisch gestrichen. Rund 70000 Euro lässt die Gemeinde sich das kosten, berichtet Frank Stelljes, Leiter des Gebäudemanagements.

In Worpswedelässt der Landkreis die Sporthalle der Grund-, Haupt- und Realschule sanieren. Die über 40 Jahre alte Halle bekommt neue Fenster und neue Türen. Dach und Fassade werden komplett erneuert, ebenso der Hallenboden sowie die Heizungs- und Sanitäranlagen. 'Alles was mit Energie zu tun hat, wird auf den neuesten Stand gebracht', sagt Marco Prietz, Sprecher des Landkreises. 1,5 Millionen Euro kostet die energetische Rundum-Sanierung. Fast 90 Prozent bezahlt der Bund - mit Geld aus aus dem Konjunkturpaket II, das die Große Koalition auf dem Höhepunkt der Banken- und Finanzkrise beschloss, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Sanierung der Halle hat am 21. Juni begonnen; sie wird Monate dauern. Bis Ende Oktober werden die Handwerker nach Angaben des Landkreises wohl brauchen.

Die Sporthalle der Grundschule Hüttenbuschwird in den Sommerferien gründlich saniert; auch hier liegt der Schwerpunkt auf der Energieeinsparung. Das Dach wird komplett erneuert und viel besser gedämmt. Zirka 79500 Euro wird das kosten; etwa 87 Prozent der Summe schießt der Bund aus dem Konjunkturpaket II zu. Auch die Hüttenbuscher Grundschule wird mit Hilfe der Bundesförderung in den Ferien energetisch saniert. Dafür sind zirka 37200 Euro vorgesehen; knapp 35000 Euro fließen aus dem Konjunkturpaket II. Dafür bekommt die Grundschule neue Fenster, eine Energie sparende Beleuchtung, die durch Präsenzmelder ein- und ausgeschaltet wird, und automatische Ferntemperaturfühler für die Steuerung der Heizung. 'Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Ferien abgeschlossen sein', sagt Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke.

Nachdem die Sanierungen aus dem Konjunkturprogramm II bereits abgearbeitet waren, standen in der Grasberger Grundschulein den Ferien 'die ganz normalen Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten' an. Wie Heiko Hartwig von der Verwaltung mitteilt, wurden Malerarbeiten erledigt und Teppichböden verlegt. Dazu wurde in Technik wie eine neue Regelung der Heizungsanlage investiert. Weitere Arbeiten stehen auf dem Pausengelände der Grundschule am Gefkensweg an. Dort sollen Spielgeräte und Spielflächen erneuert werden. Die Verwaltung hofft, dass die Umgestaltung kurzfristig erledigt wird. Ob der Zeitplan eingehalten wird, hängt von den Lieferfirmen ab. 'Die Spielgeräte sind bestellt', berichtet Heiko Hartwig.

Auch wurde in die Grundwasseranlage an der Sporthalle der Grundschule investiert. Um Schwankungen im Wasserspiegel auszugleichen, wurde eine neue Steuerungsanlage installiert. Die Investition an Grundschule und Halle beziffert Grasbergs Kämmerer auf rund 50000 Euro.

An der Grundschule in Rautendorfhaben die Handwerker neue Fenster eingesetzt und den Sanitärbereich saniert. Dazu wurde im Mehrzweckraum ein neuer Bodenbelag verlegt. Eine Investition, von der beide Grasberger Grundschulen profitieren, sind interaktive Tafeln. Zwei dieser 'smart-boards' erhält die Grasberger Schule, die dritte kommt den Rautendorfer Kindern zugute. Für die Haupt- und Realschule (Findorffschule) ist der Landkreis zuständig. Hier sind Arbeiter angerückt, um die Sporthalle von Grund auf zu sanieren. Investiert wird in die Halle, in die Sicherheitstechnik und den Sonnenschutz. Wie der Landkreis mitteilt, sollen die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sein. Die Sanierung kostet rund 1,7 Millionen Euro.

An der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Tarmstedtwird ebenfalls fleißig gebaut - allerdings nur, weil der lange Winter die Bauarbeiten verzögert hat. Inzwischen hat sich das Gesicht des einst 'Blauen Dampfers' schon gewandelt: Gelb und Grau sind jetzt die Farben, die an der Schulfassade prangen. Unter der neuen Außenhaut, die die alten blauen Kacheln verdeckt, ist die neue Dämmung angebracht - zusammen mit den neuen Fenstern das Herzstück der energetischen Sanierung, die seit dem vergangenen Herbst läuft. Auch die Dächer - auf die Flachdächer wurden Pultdächer gesetzt - seien fast fertig, berichtet Stefan Raatz von der Samtgemeindeverwaltung. Er rechnet damit, dass die Bauarbeiten vor Beginn des Schuljahres abgeschlossen sind.

Im zweiten Bauabschnitt soll die KGS zur Ganztagsschule erweitert werden. Mit den Sommerferien wurde allerdings nicht geplant - eigentlich sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. 'Aber jetzt kann ungestörter gearbeitet werde', sagt Raatz. Vorher musste die Schulverwaltung logistische Herausforderungen meistern, damit die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb voran gehen konnten. Anders läuft das in den Grundschulen. Während der Ferien werden vor allem kleinere Unterhaltungs- und Verschönerungsarbeiten erledigt.

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