Findorff-Ausstellung im Rathaus

Findorffs Erbe im Fokus

Grasberg. Ein Kulturerbe in teils sehr imposanten Bildern empfängt derzeit die Besucher des Grasberger Rathauses. Da ist die Grasberger Kirche vor einem Gewitter dräuenden Wolkenberg zu sehen.
08.02.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Findorffs Erbe im Fokus
Von Undine Zeidler

Grasberg. Ein Kulturerbe in teils sehr imposanten Bildern empfängt derzeit die Besucher des Grasberger Rathauses. Da ist die Grasberger Kirche vor einem Gewitter dräuenden Wolkenberg zu sehen. Oder das Hammewasser vor dem Anleger an Tietjens Hütte spiegelt das tiefe Rot der tief stehenden Sonne. All das gebe es wohl hier nicht zu erleben, hätte es Jürgen Christian Findorff (1720-1792) nicht gegeben.

Vier Jahrzehnte seines Lebens wirkte er im 18. Jahrhundert in der staatlichen Moorkolonisation. 1771 wurde er zum Königlich Hannoverschen Moorkommissar ernannt. Auf ihn geht die Gründung von 60 Dörfern zurück sowie die Planung und der Bau von vier neuen Kirchen, darunter die Worpsweder und Grasberger Kirche. All das und vieles mehr erfahren all jene, die sich ein wenig Zeit nehmen und die Aufsteller der Wanderausstellung „Kulturerbe Findorff-Siedlungen gestern und heute....und morgen...?“ lesen.

Verantwortlich für die Ausstellung zeichnet der Landkreis Osterholz. Mit vielen Bildern und knappen Texten informiert sie über die Geschichte der Region und klärt Begriffe. So widmet sich eines der Ausstellungsbanner der „Definition Findorff-Siedlungen“. Als solche gelten demnach jene rund 100 Siedlungen der staatlichen Moorkolonisation zwischen Weser und Elbe, die in den Hoch- und Niedermooren unter Findorffs Beteiligung entstanden sind. Zwischen 1720 und 1820 wurden etliche Dörfer gegründet. Die Orte eint die „einzigartige Reihenstruktur“, so die Wanderausstellung.

Was sich der Betrachter darunter vorstellen darf, zeigt der Aufsteller mit Fotografien, die einen Eindruck von den schnurgeraden Straßen vermitteln, die sich bis heute durchs Moor ziehen. Wie die Häuser daran aufgebaut waren, zeigen ein Hausquerschnitt und ein Grundriss. Andere Aufsteller stellen einzelne Dörfer vor, beispielsweise Eickedorf oder Mooringen.

„Kulturerbe Findorff-Siedlungen“, Wanderausstellung bis Freitag, 24. Februar, im Rathaus Grasberg, Speckmannstraße 30, zu den Rathaus-Öffnungszeiten.

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