Projekt Hinsetzen: Jury hat gewählt

Freches zum Ausruhen auf dem Campus

Eine Jury hat die pfiffigsten Entwürfe zum Projekt „Hinsetzen“ gewählt. Ein roter Kussmund und ein Sitz-und-Liegeschlitten werden bald als neue Sitzmöbel auf dem Campus-Gelände zu Ruhepausen einladen.
23.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Valek
Freches zum Ausruhen auf dem Campus

Gewagt und gewonnen: Das Modell von Kendra Laschat, Leon Ludwig und Giulia Negri (von links) zeigt eine Sitzgelegenheit für den Campus als Kußmund. Die Zunge dient als ergänzende Liegefläche. Im Hintergrund die Organisatoren von der BBS.

Christian Valek

Eine Jury hat die pfiffigsten Entwürfe zum Projekt „Hinsetzen“ gewählt. Ein roter Kussmund und ein Sitz-und-Liegeschlitten werden bald als neue Sitzmöbel auf dem Campus-Gelände zu Ruhepausen einladen. Zudem hat die Jury zwei Sonderpreise vergeben. Diese gelten für einen Aussichtsturm, der zum Kuscheln einlädt, und für einen überdimensionalen Muffin-Sessel.

Alle Preisträger werden mit Geldpreisen für ihre Kreativität belohnt: Während die beiden Erstplatzierten je 200 Euro für die Klassenkasse erhalten, bekommen die Träger der Sonderpreise je 50 Euro für Klassenzwecke.

Einstimmige Voten

Die Entscheidungen seien einstimmig und schnell gefallen, wie die Jurymitglieder betonten.

Zur fünfköpfigen Jury gehörten neben den Schülern Michelle Buerhop, Björn Kück und Vanessa Winkler von den Berufsbildenden Schulen (BBS), Osterholz-Scharmbecks Erster Stadtrat Jörg Fanelli Falcke, Kerstin Hanke vom Lernhaus, Hans-Günter Köppler vom Gymnasium Osterholz-Scharmbeck sowie der Ressortleiter des OSTERHOLZER KREISBLATT, Harry Laube.

Seit März waren die Schüler des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck und des Lernhauses im Campus mit den Entwürfen für die Sitzmöbel beschäftigt. Den Fantasien der Schüler wurde dieses Mal ausnahmsweise Grenzen gesetzt: Das Möbelstück sollte unter anderem wetterfest und mobil sein, erläuterte Projektkoordinatorin Christin Scheve von der Stadtverwaltung einige Vorgaben. Außerdem sollte das zukünftige Möbelstück es so groß sein, dass zwei Personen bequem darauf Platz finden. Anspruchsvoll war, dass die Schüler die Modelle maßstabsgetreu bauen mussten und mit Ansichtsplänen versehen sollten. Am Ende hatte die Jury aus 37 Modellen, die sich auf 50 mal 50 Zentimeter großen Holzplatte präsentierten, die Wahl.

Was nun? Im nächsten Schritt sollen die ausgezeichneten Modelle real werden. Die Stadt will den Mund mit der herausgestreckten Zunge und den Liegeschlitten nachbauen lassen. Wenn es irgend geht, sollen auch die beiden Sonderpreise, der Kuschelturm und der Sitz-Muffin Realität werden – wenn sich denn Sponsoren finden. Die Möbel werden dann auf dem Campus-Gelände zwischen Lernhaus und Gymnasium aufgestellt. Später sollen von ihnen weitere Exemplare gebaut und aufgestellt werden, wie Jörg Fanelli-Falcke ankündigte. „Auch dafür suchen wir noch Sponsoren“, kündigte der Stadtbaurat an. Die Anzahl der Sponsoren entscheide über die Menge der Nachbauten.

Jury-Mitglied Harry Laube, lobte den Einfallsreichtum der Schüler. Die Teilnehmer hätten unter anderem gefederte Stühle, ein abgesägtes Autoheck, Klettermöbel sowie Möbel mit Krokodil- und Apfelbemalung in Modellform zum Wettbewerb eingereicht. Jury-Mitglieder Michelle Buerhop, Björn Kück und Vanessa Winkler vom Fachgymnasium Wirtschaft der BBS gefiel die Kreativität ihrer Mitschüler. „Wir waren überrascht, dass so viele Modelle eingereicht wurden“, staunte Vanessa Winkler. Auch die Auswahl und Kombination der Materialien seien bewundernswert, wie Michelle Buerhop und Björn Kück betonten. So sei für das Modell des Muffin-Sessels Styropor mit Tüll- und Kunststoff kombiniert worden, um weiche und harte Teile des realen Sitzmöbels zu kennzeichnen. Jörg Fanelli-Falcke lobte die gemeinsame Schulleistung. Beim Projekt hätten BBS, Gymnasium und Lernhaus hervorragend zusammengearbeitet. Diese Gemeinschaftsleistung der Schulen zeige auch eine gemeinsame Haltung. Und diese Tatsache wiederum sei für das Projekt beispielhaft. Letztlich gelte ein Grundsatz: „Visionen sind gut – Machen ist wichtig.“

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