Gemeinderat Hepstedt vertagt Entscheidung über Zuschussantrag Fußballer wollen Flutlicht

Die Fußballer vom FC Ummel wollen eine Flutlichtanlage für den Hepstedter Sportplatz. Der Gemeinderat hat die Entscheidung über ihren Zuschussantrag erst mal vertagt.
05.04.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes KESSELS

Hepstedt. Eine kleine Lichtanlage auf dem Hepstedter Sportplatz würde für die Gemeinde wahrscheinlich teurer als großes Flutlicht. Deshalb wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats noch kein Beschluss gefasst zu einem Antrag des SV Eintracht Hepstedt/Breddorf, der hauptsächlich dem Fußballverein FC Ummel, einer gemeinsamen Gründung des SV Eintracht und des TSV Timke, zugute kommen sollte.

Der SV Eintracht möchte für 7600 Euro, die vollständig die Gemeinde übernehmen soll, so sein Antrag, eine Lichtanlage auf dem Sportplatz bauen. Sein Geschäftsführer Matthias Otten erklärte in der Ratssitzung, im FC Ummel seien 350 Spieler mit Spielerpässen. Der Spielbetrieb verlagere sich immer mehr in die Woche hinein, die Alte Herren und die S40 spielten statt sonnabends jetzt am Freitagabend. Die Plätze seien extrem voll, und die von Kirchtimke und Breddorf sollten geschont werden, weil sie entweder wasseranfällig oder von Schädlingen befallen seien.

Bürgermeister Markus Schwiering fragte: „Ist eine mittlere Lösung vielleicht zu kurz gesprungen?“ Das glaubte auch Jürgen Blanken: Für die 7600 Euro, die die Gemeinde allein zahlen solle, bekomme man nur eine Anlage für den Trainingsbetrieb. Flutlicht, das auch für den Spielbetrieb tauge, koste zwar 25 000 Euro, aber diese Kosten würden gefünftelt: Ein Fünftel übernähme die Samtgemeinde, je ein weiteres der Landkreis, der Kreissportbund und der Landessportbund, und das letzte Fünftel zahle die Gemeinde. Das wären für Hepstedt also nur 5000 Euro, also billiger als die einfache Anlage.

Ob es für die keine Zuschüsse gebe, fragte Heidi Stelljes. Der Landkreis zahle erst ab einer Investitionssumme von 10 000 Euro, erklärte Matthias Otten. Kreis- und Landessportbund gewährten zwar schon ab 5000 Euro Zuschüsse, dann wäre aber eine Baugenehmigung nötig. Eigentümer der Anlage würde die Gemeinde, Bauherr wäre der SV Eintracht. Helmut Müller fragte, ob noch immer Kinder, die bolzen wollten, vom Sportplatz vertrieben würden. Die Kinder würden auf dem Hauptplatz immer nur in einer Ecke spielen, die dadurch schnell zertrampelt werde, erwiderte Matthias Otten. Deshalb sollten sie auf der großen Fläche neben dem Platz bolzen. Zum Finanzierungsplan, nach dem Helmut Müller auch gefragt hatte, sagte Otten, dass man mit Stromkosten von 300 bis 400 Euro im Jahr rechne. Darüber werde der SV Eintracht mit dem FC Ummel verhandeln.

Bürgermeister Markus Schwiering hatte eine Sorge. „Es darf nicht passieren, dass die anderen keine Zuschüsse zahlen und die Gemeinde auf den Mehrkosten sitzenbleibt.“ Auch müsse noch mit den Anwohnern gesprochen werden. Deshalb wurde das Thema schließlich einvernehmlich vertagt. Wenn die Gemeinde einen Zuschuss leistet, wird dieser somit erst im Haushalt für 2018 eingestellt.

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