Viele Laternenumzüge im Landkreis

Ganz im Bann des Feuers

Axstedt. „Wow, guck mal, das sieht ja aus wie ein großer Asteroid“, ruft eine Stimme aus dem Publikum. Mit staunenden Blicken verfolgen die Zuschauer die flackernden Stäbe in der Luft.
07.11.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Milena Schwoge
Ganz im Bann des Feuers

Eindrucksvolle Show in Axstedt

MILENA SCHWOGE

Axstedt. „Wow, guck mal, das sieht ja aus wie ein großer Asteroid“, ruft eine Stimme aus dem Publikum. Mit staunenden Blicken verfolgen die Zuschauer die flackernden Stäbe in der Luft. Gelegentlich verwandeln sie sich in brennende Kreise. Mal kommt das Feuer aber auch speiend aus dem Rachen oder teilt sich auf in viele leuchtende Funken, die feuerwerkartig über den Axstedter Sportplatz sprühen. Am Freitagabend drehte sich dort alles um die Faszination von Licht und Feuer. Nach dem traditionellen Laternenfest des TV Axstedt und der Kindertagesstätte wartete in diesem Jahr noch ein besonderes Highlight am Sportplatz auf die Bewohner: Eine Feuershow des Mittelaltervereins Domus Draconis zusammen mit dem befreundeten Verein Devil’s Fire.

Auch die siebenjährigen Annabell Rußmeier, Mika Hannuschek und Leon Frese nahmen am Laternenumzug und der anschließenden Feuershow am Sportplatz teil. „Uns haben die vielen Funken am besten gefallen, aber der Feuerspucker war auch echt cool“, sind sich die Freunde einig. Nicht nur bei den kleinen Zuschauern kam das Lichtermeer gut an; auch die Großen staunten über die Geschicklichkeit mit dem gefährlichen Element. „Die Show war wirklich beeindruckend. Eine super Ergänzung zum Laternenumzug“, sagten die Mütter Yvonne Frese und Tanja Rußmeier.

Was auf dem Sportplatz nach einem lockeren Spiel mit dem Feuer aussieht, bedarf viel Übung. Seit mehr als acht Jahren treffen sich die Artisten zum Training in der Axstedter Sporthalle. „Mit unserem Auftritt möchten wir uns vor allem beim Sportverein dafür bedanken, dass wir die Räumlichkeiten für unsere Trainingsstunden nutzen dürfen“, sagt Klaus Murra von Domus Draconis. Die Show-Einlagen seien gefährlich, weshalb stets ein ausreichender Körperschutz während der Auftritte notwendig sei. „Wir tragen nur Baumwolle, die ist schwer entflammbar“, so Murra.

Auch Monika Mädje aus Bokel ist Mitglied bei Domus Draconis: „Es macht einfach Spaß. Am liebsten spinne ich mit dem Feuer-Poi und schwinge die brennende Kugel an der Schnur schnell im Kreis.“ Zusammen sorgten die zwölf Hobby-Artisten für eine spektakuläre Darbietung. Im Anschluss konnten die Zuschauer in der von den Kindern festlich geschmückten Schützenhalle den Abend ausklingen lassen.

Aber nicht nur in Axstedt wurde am Wochenende freudig „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ gesungen. In Osterholz-Scharmbeck hatte das Mehrgenerationenhaus Groß und Klein zum jährlichen Laternen- und Lichterfest mit Kinderpunsch, Feuerkorb und Stockbrot eingeladen. Die Ortsfeuerwehr Stendorf zog ebenfalls mit den Bewohnern durch den geschmückten Ort und in Beverstedt-Wellen verwandelten der TSV, der Förderverein des Kindergartens Waldfreunde sowie die Freiwillige Feuerwehr das Dorf abermals in einen leuchtenden Laternenzauber. In Lohe begann der Umzug des Fördervereins und der Feuerwehr mit einem traditionellen Ritual, bei dem Kinder zunächst einen Baum im Ort pflanzen und im Anschluss mit Fackel oder Laterne singend durch die Straßen ziehen.

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