Runder Tisch Garlstedt Garlstedter Seniorenheim wird zur Jugendbegegnungsstätte

Beim Runden Tisch in Garlstedt hat sich der Verein Naturkultur vorgestellt. Er will den Pfauenhof zu einer internationalen Jugendbegegnungsstätte umbauen; das Altenheim hatte seit 2015 leer gestanden.
26.06.2018, 16:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Palme

Osterholz-Scharmbeck. Auf dem Pfauenhof in Garlstedt ist neues Leben eingekehrt. Eine Gruppe junger Menschen richtet dort zurzeit eine internationale Jugendbegegnungsstätte ein und möchte demnächst zur Eröffnungsfeier einladen. Mit dieser Mitteilung haben Svenja Oltmanns und Branimir Suk die Pläne ihres Vereins beim Runden Tisch in Garlstedt vorgestellt. Der "Verein Naturkultur" aus Wiefelstede fördert die interkulturelle Jugendbegegnung von Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Dazu setzt er auf EU-Mittel aus dem „Erasmus-plus“-Programm.

Das bis 2015 als Seniorenheim genutzte Anwesen hatte seither leergestanden; nun kann es sinnvoll weitergenutzt werden. Als Kulturhaus feiert das Haus mit der mondänen Erscheinung quasi Wiederauferstehung. „Nein, wir sind keine Sekte“, widersprach Branimir Suk den Befürchtungen einiger Zuhörer und lud die Garlstedter dazu ein, sich nach der Belegung des Hauses selbst ein Bild von den Aktivitäten zu machen.

„Ich freue mich über den guten Besuch“, hatte Garlstedts Ortsvorsteherin Marie Jordan zur Begrüßung erklärt. Gut 60 Teilnehmer ließen die Sitzplätze im Dorfgemeinschafthaus knapp werden. Die Tagesordnung hatte viele Garlstedter zu einem Besuch animiert. Neben der Vorstellung des Golfclubs „Club zur Vahr“ durch die Vorsitzende Katrin Edzard war der Osterholzer Wolfsberater Heiko Ehing gekommen.

„Wir haben in Garlstedt ein Wolfspaar“, bestätigte Ehing jüngste Sichtungen. Die Wildkameras der Jägerschaft haben Isegrim in den vergangenen Monaten mehrfach aufgenommen, sodass es gesicherte Erkenntnisse gibt. Beim zufälligen Zusammentreffen mit einem Wolf sei der geordnete Rückzug erste Wahl, so Ehing. „Ziehen Sie sich ruhig und besonnen zurück und halten Ihren Hund an der kurzen Leine“, riet der Experte. Meist nehme der Wolf dann reißaus.

Dass der Wolf seine Spuren in der Natur hinterlassen hat, bestätigt auch die örtliche Jägerschaft. „Das Rehwild hält sich vermehrt in Deckung auf, das Rotwild bildet große Rudel zur Verteidigung gegen den Räuber“, erklärte Martin Marwede für die Jägerschaft. Eine Folge, so seine These, sei die geringere Zahl von Wildunfällen auf der L 135. Ehing bat darum, auch weiterhin Wolfsichtungen zu melden, um Populationsveränderungen zu erkennen.

Aus dem Arbeitskreis „Friedhof“ war zu hören, dass die Wege ausgebessert wurden und die Heizung zum Herbst überholt wird. Das erste Treffen des Arbeitskreises „Dorfgemeinschaftshaus“ hatte alle Nutzer an einen Tisch geholt, um Vorschläge zu Ausbau und Renovierung zu sammeln; gestern Abend wurde erneut getagt. Der Arbeitskreis „Kühlhaus“ hat unterdessen Förderanträge gestellt und sorgt sich wegen der schadstoffhaltigen Dämmung. Großen Anklang fand die Anregung, den Club zur Vahr um Mithilfe zu bitten. Die Vorsitzende stellte eine wohlwollende Prüfung in Aussicht.

Lobende erwähnt wurde der langjährige Ortsvorsteher Johann Beckmann, der für eine Ausstattung der Ortstafeln mit neuem Reetdach gesorgt hatte.

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