Planungsausschuss

Axstedt sucht Baugrundstücke

In Axstedt gibt es nur einen freien Bauplatz. Ein Konzept soll helfen, geeignete Baugebiete zu finden.
12.09.2020, 05:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter von Döllen
Axstedt sucht Baugrundstücke

Ingo Schwarzer (UKA) hatte sich bereits im Vorfeld für den Erhalt von Flora und Faune an der Reinhard-Wohltmann Straße in Axstedt eingesetzt. Hier könnten Baugebiete entstehen.

Andreas Palme

Axstedt. Ein Baugrundstück nur steht in Axstedt noch zur Verfügung, informierte Bürgermeister Udo Mester (SPD) bei der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Wegeausschusses. Er bekäme aber immer wieder Anfragen zu Baumöglichkeiten. Seiner Meinung nach sollte die Gemeinde ein neues Baugebiet erschließen. Zwar gebe es noch Lücken, auf denen theoretisch gebaut werden könne. Doch sie stehen nicht zum Verkauf durch die Eigentümer. Die Gemeinde hat sich deshalb auf die Suche nach geeigneten Flächen gemacht und diese vorab abgeklopft. Es mache keinen Sinn, sich über Gebiete Gedanken zu machen, die am Ende nicht zur Verfügung stehen, findet Mester. Deshalb hat Axstedt das Planungsbüro Instara beauftragt, 14 Flächen zu analysieren, von denen acht als geeignet herauskristallisiert wurden. Kriterien waren beispielsweise die Lage, der Lärm und andere Belastungen durch Emissionen, rechtliche Machbarkeit oder Erschließung.

Nun sind nach weiteren Prüfungen und Überlegungen drei Kandidaten übrig geblieben, die Planerin Sonja Döhring in der Sitzung vorstellte. Die erste liegt unterhalb der Harrendorfer Straße und könnte etwa 56 Bauplätze beinhalten. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 543 und 1052 Quadratmetern. Fläche zwei liegt westlich der Reinhard-Wohltmann-Straße, das dritte östlich davon. Bei ersterem würden die Grundstücke zur Straße liegen und bräuchten nicht weiter erschlossen werden. Es wären etwa elf bis 13 Baugrundstücke denkbar. Bei der dritten Alternative, bei der rund 17 Häuser möglich wären, müsste eine Erschließungsstraße realisiert werden, wie bei Fläche eins auch. Sonja Döhring präsentierte unterschiedliche Varianten dafür.

„Das sind aber nur erste Entwürfe“, betonte Udo Mester. Noch sei alles völlig offen. Es gehe zunächst darum, die Möglichkeiten zu überdenken, bevor sich die Ratsmitglieder für eine Variante entscheiden – falls die Entwicklung der Gemeinde überhaupt gewünscht sei. Es scheint aber Konsens darüber zu herrschen, dass neue Baumöglichkeiten nötig sind.

Norbert Bullwinkel (SPD) kritisierte die Grundstücksgrößen, die mit etwa 500 Quadratmetern zu klein seien. Auch Timo Jacobs (CDU) und Harald Giese (SPD) schlossen sich dieser Meinung an. So kleine Grundstücke passten nicht zu Axstedt.

Der Ausschussvorsitzende Burkhard Bullwinkel (SPD) unterbrach in Abstimmung mit den Ausschussmitgliedern die Sitzung, um den zahlreichen Besuchern die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Meinung zu äußern. Ein Bürger sprach sich für die zweite Fläche aus, weil keine Erschließung nötig wäre. Einem anderen fehlt in den Entwürfen der dörfliche Charakter. Auf den genannten Flächen könnten auch weit weniger Bauplätze ausgewiesen werden, fand er.

Zudem kam die Frage auf, ob die dritte Möglichkeit südlich der Harrendorfer Straße mit 56 Bauplätzen nicht zu groß sei. Das Konzept ermögliche, erst einen Teil als Baugebiet auszuweisen, erwiderte Udo Mester. Sollte sich dieses gut entwickeln, könnte relativ einfach ein weiterer Teil dazukommen. Das sei das charmante an dieser Fläche.

Das Konzept steht auf der Tagesordnung der kommenden Ratssitzung.

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