Zu großer Umweg und zu teuer Grasberger Bürgervorschlag für neue Buslinienführung fällt durch

Eine bessere Anbindung an das Busnetz wünschen sich einige Gruppen aus den Grasberger Dörfern. Ihr Vorschlag für eine neue Linienführung des Regionalbusses 630 ist aber durchgefallen.
29.12.2021, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Grasberger Bürgervorschlag für neue Buslinienführung fällt durch
Von André Fesser

Grasberg. Mit Inkrafttreten des Winterfahrplans Mitte Dezember hat die Regionalbuslinie 630 eine Aufwertung erfahren. Sie gilt nun als landesbedeutsame Linie. Für Nutzerinnen und Nutzer dieser Linie bedeutet das unter anderem, dass dieser Bus täglich von morgens bis abends mindestens stündlich zwischen Zeven und Bremen sowie in der Gegenrichtung verkehrt. Für einige Grasberger bedeutet das aber auch, dass sich ihr Wunsch nach einer Änderung der Fahrstrecke nicht erfüllt.

Die Dorfgemeinschaften Eickedorf, Grasdorf, Huxfeld-Mittelsmoor, der Heimatverein Dannenberg, der Sozialverband Dannenberg und der Sportverein TSV Dannenberg hatten nämlich bei der Gemeinde beantragt, dass die Buslinie 630 von der Wörpedorfer Straße aus auch durch die südlichen Ortsteile Grasbergs fährt. Wie Dieter Lange schon vor zwei Jahren in einem Schreiben an die Bürgermeisterin Marion Schorfmann darlegte, hätte eine Streckenführung über die Speckmannstraße, den Kirchdamm, die Meinershauser und die Dannenberger Straße den Effekt, dass die Ortsteile Eickedorf, Huxfeld, Grasdorf, Meinershausen und Dannenberg besser an Grasberg, Lilienthal und Bremen angebunden wären. Der resultierende Verzicht auf die Haltestelle Abzweig Grasberg wäre vertretbar, da sie auch von der Linie 670 bedient werde.

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Die Bürgermeisterin hat daraufhin den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen Niedersachsen (ZVBN) und den Landkreis Osterholz um eine Stellungnahme gebeten. Dort wurde die Verlegung der Streckenführung aber abgelehnt, wie aus einem Bericht Schorfmanns an den Bauausschuss der Gemeinde vor einigen Wochen hervorgeht. Als Begründung wird darin zum einen die Aufwertung der Buslinie 630 zur landesbedeutsamen Linie angeführt. Die nachgefragte Verbindung zwischen den Ortschaften Zeven, den Timke-Dörfern, Tarmstedt, Grasberg, Lilienthal, Borgfeld und Bremen wird dadurch jetzt mindestens stündlich mit klimatisierten, niederflurigen und demnächst auch mit WLAN ausgestatteten Fahrzeugen hergestellt.

Wesentliche Gründe für die Ablehnung einer Streckenänderung seien aber auch höhere Kosten und der zeitliche Mehraufwand. So würde sich der Linienweg um 5,8 Kilometer und rund zehn Minuten Fahrzeit verlängern. Das Mehr an Fahrzeit hätten die Fahrgäste aus Zeven, Tarmstedt und Grasberg zu tragen. Zudem könnten der Fahrplan und damit verbundene Anschlüsse nicht mehr eingehalten werden. Die Mehrleistung würde den Angaben zufolge pro Jahr rund 70.000 Fahrplankilometer betragen. Die Gesamtkosten für Betrieb und Personal schätzt der ZVBN auf „im nicht unerheblichen sechsstelligen Bereich“.

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