An diesem Dienstag Sitzung in Grasberg

Bauausschuss spricht über die Wiesendamm-Bäume

Wie der Ersatz für die 35 im Februar im Wiesendamm gefällten Straßenbäume aussehen könnte, soll am 22. September im Bau- und Planungsausschuss in öffentlicher Sitzung diskutiert werden.
22.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Undine Mader
Bauausschuss spricht über die Wiesendamm-Bäume

Wie der Ersatz für die 35 im Februar im Wiesendamm gefällten Straßenbäume aussehen könnte, soll am 22. September im Bau- und Planungsausschuss in öffentlicher Sitzung diskutiert werden.

CARMEN JASPERSEN

Grasberg. Seit Februar fehlen, wie berichtet, 35 Bäume am Straßenrand des Wiesendamms. Darüber hatten Anwohner seinerzeit ihren Unmut geäußert. In die Neupflanzung von Bäumen sollten sie einbezogen werden, und Ende August hatte die Verwaltung sie zu einer Versammlung eingeladen. Auf der nächsten öffentlichen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses an diesem Dienstag, 22. September, ab 20 Uhr im Grasberger Rathaus, Speckmannstraße 30, soll nun über die Wiesendamm-Bäume beraten werden.

Bei der Anwohnerversammlung hatte der Grasberger Garten- und Landschaftsbauer Karl Hannig mögliche Baumsorten vorgestellt und den teils für Bäume zu schmalen Grünstreifen am Straßenrand thematisiert. Hannig und die Verwaltung sehen in Neupflanzungen auf privatem Grund eine Alternative. Nach der Versammlung haben die Nachbarn nochmals zusammenkommen wollen, teilt Bürgermeisterin Marion Schorfmann auf Nachfrage mit. Einige Rückmeldungen lägen ihr bereits vor sowie die Bitte um eine Fristverlängerung. Die Wünsche der Nachbarn sollen in die Sitzungsvorlage eingehen und im Ausschuss solle darüber beraten werden. Zeitdruck verbreitet sie dabei nicht. „Lieber in Ruhe abarbeiten und im nächsten Jahr pflanzen“, sagt Schorfmann. Ursprünglich war von der Kommune angedacht, bereits im Herbst erste Nachpflanzungen vorzunehmen.

Inzwischen sind aber nicht mehr nur die Bäume ein Thema im Wiesendamm. In der vergangenen Bau- und Planungsausschusssitzung erfuhren die Anwohner auch, dass gegenüber auf der anderen Wörpeseite ein Gewerbegebiet mit Einzelhandel entstehen soll (wir berichteten). Wiesendammerin Gudrun Kriete sagt auf Anfrage: „Wir haben uns entschlossen, erst das Gewerbegebiet zu bearbeiten und haben die Bäume zurückgestellt.“ Aus diesem Grunde sei bezüglich der Rückmeldung zu den Bäumen eine Fristverlängerung im Rathaus erbeten worden. Sie hat sich indes schon eine Meinung gebildet: „Ich möchte einen Baum auf dem Grünstreifen platzieren.“ Damit wolle sie den Charakter der Straße erhalten. Gerne dürfe es auch eine Vogelbeere sein. Kriete hofft, entsprechend berücksichtigt zu werden. Als Begründung der Ersatzbäume auf Privatgrund wähnt sie indes: „Die Gemeinde will keine Pflege haben.“ Zudem kritisiert sie die in der Anwohnerversammlung vorgestellten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Wiesendamm: „Wären die Bäume geblieben, wäre das besser gewesen als die vorgeschlagenen Verkehrsinseln.“

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