Grasberger Weihnachtsstern-Aktion Wünsche erfüllen

Das Grasberger Bündnis für Familie ist zufrieden mit der Weihnachtsstern-Aktion 2020 für Kinder und Senioren und dankt allen Spendern, die mit ihrem Einsatz die Wünsche der Teilnehmenden erfüllt haben.
18.12.2021, 14:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sabine van der Decken

Grasberg. War in den Vorjahren die gesamte Runde der im Grasberger Ratssaal zusammengestellten Tische dicht bedeckt mit bunten Weihnachtspaketen, lagen dort in diesem Jahr nur 49 größere und kleinere Pakete. „In diesem Jahr“, so Evelin Meyer, „standen sehr viel weniger Kinder auf der Liste als in den Vorjahren.“ Und das sei ja etwas, worüber man sich freuen könnte, so die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Grasberg und Ansprechpartnerin der bürgerschaftlichen Initiative „Familienfreundliches Grasberg“. Aus den Zahlen könne unter Umständen der Schluss gezogen werden, so Meyer und Diakonin Kerstin Tönjes, dass in der Gemeinde nicht mehr so viele Kinder staatliche Hilfe benötigen. Möglicherweise gebe es aber Grenzfälle, die nicht auf den Listen der Gemeinde erscheinen. Die rückläufigen Zahlen, so Meyer, könnten ursächlich ebenfalls mit dem Umzug vieler Geflüchteter nach Osterholz-Scharmbeck in Verbindung stehen.

Weniger bedürftige Kinder

2007 rief die Initiative „Familienfreundliches Grasberg“, basierend auf einer Idee aus Hannover, die Weihnachtssternaktion für Kinder und Senioren in Grasberg ins Leben. Damit war die Gemeinde Vorreiter in der Region, fand aber in den vergangenen Jahren schnell viele Nachahmer für die weihnachtliche Spendenaktion. Für das Adventssingen am ersten Advent, hängten die Konfirmanden in diesem Jahr die mit Wünschen versehenen Sterne in die von ihnen mit Selbstgebasteltem bunt geschmückte Weihnachtstanne in der Kirche. „Es ist klasse, dass Jugendliche die Weihnachtssternaktion für Kinder eröffnen“, freute sich Kerstin Tönjes. Deren Engagement sorge dafür, dass die Aktion auch in die Grasberger Familien hereingetragen werde. Obwohl der Grasberger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfiel, wurden 49 Grasberger Kindern von Spendern ein Weihnachtswunsch erfüllt.

Mehr arme Rentner

Im Gegensatz zu den rückläufigen Zahlen bei den Kindern, nahm die Anzahl der Menschen ab 65 Jahren, deren Rente nicht für den Lebensunterhalt reicht, zu. 46 Senioren und Seniorinnen wurden in diesem Jahr von der Gemeinde angeschrieben, um einen Wunsch zu äußern. 37 Rückmeldungen erreichten das Familienfreundliche Grasberg. "Es hat sich auf dem Dorf etwas getan", fasst Diakonin Tönjes zusammen. Mit den Jahren habe sich die Idee durchgesetzt und die Scham, solch ein Angebot anzunehmen verringert, so Meyer und Tönjes. Scham, begegnete den Helfern der bürgerschaftlichen Initiative in den frühen Jahren auch bei der Weihnachtssternaktion für Kinder. Zugunsten ihrer Kinder aber überwanden sich die Eltern und nahmen die Hilfe gerne an.

Geschenke unterm Baum

Die Kinderwünsche seien in diesem Jahr recht klassisch gewesen, so die Mitarbeiterinnen des nur aus Frauen bestehenden Weihnachtsteams. Sie reichten von der Barbie über einen Teddy bis hin zum Zubehör für den Kaufmannsladen. Seit zwei Jahren liegen auch wieder Gutscheine für Kinder ab zwölf Jahren auf dem Tisch. Das sei ein Ausweg, so Evelin Meyer, wenn der Wunsch einen Wert von 20 Euro übersteige. „Direkte Gutscheinwünsche aber haben wir nicht so gerne.“ Allerdings habe das Team durchaus Verständnis dafür, wenn sich ein junges Mädchen den Pullover lieber selber aussuchen wolle. Obwohl es für Spender eigentlich einfacher sei, einen Gutschein zu besorgen, treffe das nicht den Nerv der Wohltäter und entspreche nicht dem Grundgedanken, ein Geschenk aus dem Ort unter dem Weihnachtsbaum zu finden.

An die Sternaktion angebunden ist die Aktion, die im Seniorenheim lebenden alten Menschen ohne Angehörige und mit wenig Einkommen mit einer Kleinigkeit zu erfreuen. Den Kontakt zum Seniorenheim stellten Gisela Bruns und Uta Eckhoff her. In diesem Jahr sind 15 Paar selbst gestrickte Socken einer Grasbergerin , Bastelmaterialien, Parfüm und Puzzle im Sack der Weihnachtsengel, die auch eine finanzielle Unterstützung vom Grasberger Seniorenbeirat erhielten. Mit 29 beschenkten Senioren im Pflegeheim erreichte die Aktion einen neuen Höchststand.

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