Tischtennis

Dannenberger Durchmarsch bis in die Landesliga

Die Tischtennis-Damen des TSV Dannenberg schreiben weiter an ihrer eigenen Erfolgsgeschichte.
12.05.2020, 10:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Mühlmann

Dannenberg. Die Tischtennis-Damen des TSV Dannenberg schreiben weiter an ihrer eigenen Erfolgsgeschichte. Dem Team um Spitzenspielerin Carola Hubacher ist innerhalb von zwei Jahren der direkte Durchmarsch von der Bezirks- in die Landesliga gelungen. Der Verein betritt damit gleichzeitig Neuland. „So hoch haben wir in unserer Historie noch nie gespielt“, bestätigt Dannenbergs Teammanager Uwe Stark.

Der wiederholte Aufstieg geriet jedoch zunächst mit der vielerorts scharf kritisierten Abbruchregelung des Deutschen Tischtennis Bundes vom 1. April scheinbar außer Reichweite. Denn die eingefrorene Tabelle sah den TSV zwei Spieltage vor Schluss nur auf dem dritten Tabellenrang, hinter dem punktgleichen TSV Holtum (Geest), der vom Verband mit dieser Entscheidung durchgewinkt wurde. „Zu diesem Zeitpunkt war die Enttäuschung bei den Damen schon sehr groß, denn sie wähnten sich anhand des leichteren Restprogramms gegenüber dem direkten Konkurrenten klar im Vorteil und hatten bei einer sportlichen Fortsetzung eindeutig mit der Vizemeisterschaft spekuliert“, erzählt Uwe Stark rückblickend.

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Dann aber baute der Tischtennis-Verband Niedersachsen der Mannschaft um Kapitänin Ulrike Wedde vor drei Wochen eine Brücke. Durch die Quotientenregel, bei der die Pluspunkte eines Teams durch die Anzahl der absolvierten Partien geteilt wird (wir berichteten), war klar, dass Dannenberg als einer von wenigen Vereinen von dieser Regelung profitieren könnte. Denn mit 1,29 wies man den identischen Quotienten wie Holtum auf und erhielt somit das Recht, einen Härtefallantrag bezüglich des Aufstiegsrechts zu stellen.

Der TSV musste nicht lange überlegen. Ulrike Wedde erhielt von all ihren Mannschaftskolleginnen am Telefon das sofortige und einstimmige „Okay“. Der daraufhin gestellte Antrag wurde mittlerweile vom TTVN auch genehmigt. Inhalt der vorherigen telefonischen Absprachen war auch, dass der Aufsteiger in Corona-Zeiten nicht noch umständlich nach Verstärkungen sucht, sondern mit derselben Truppe auch in der Landesliga auflaufen wird. „Natürlich wird das entsprechend eine große sportliche Herausforderung“, weiß auch Uwe Stark, „aber wir werden uns dieser in der nächsten Serie sehr gerne stellen.“

Nach aktuellem Stand umfasst die kommende Landesliga-Saison insgesamt zwölf Mannschaften, darunter befinden sich gleich sechs Aufsteiger. Ein Liganeuling wird also definitiv den Klassenerhalt am Ende erreichen.

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