Fußball-Kreisliga Osterholz

TSV Dannenberg zittert sich über die Ziellinie

Lange vermisste Stürmertore haben den TSV Dannenberg im achten Saisonauftritt in der Fußball-Kreisliga Osterholz aus der Dunkelzone gehievt.
08.10.2019, 12:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken
TSV Dannenberg zittert sich über die Ziellinie

Die Fußballer des TSV Dannenberg (hier eine Archivaufnahme) konnten endlich mal wieder einen Sieg feiern.

Tobias Dohr

Dannenberg. Lange vermisste Stürmertore haben den TSV Dannenberg im achten Saisonauftritt in der Fußball-Kreisliga Osterholz aus der Dunkelzone gehievt. Die Elf von Trainer Kai Schnur entschied das Kellerduell gegen Schlusslicht 1. FC Osterholz-Scharmbeck mit 3:2 (2:1) Toren zu ihren Gunsten. Doppel-Torschütze Tim Rohlfs und Andre Berg trafen für den Gastgeber voll ins Schwarze.

Die beiden Mannschaften boten den nur 30 Zuschauern der Tabellenregion angemessen ein Spiel an, das viele Wünsche offen ließ. Viel brotlose Kunst hüben wie drüben prägten die 90 Minuten. Der TSV Dannenberg durfte sich erst nach der üppigen Nachspielzeit von fünf Minuten und dem Abpfiff von Schiedsrichter Frank Schnakenberg (VfL Ohlenstedt) in Sicherheit wiegen.

Die Grün-Weißen erwischten im Kellerduell einen Start nach Maß. Bereits der erste produktive Angriff trug Früchte. Sebastian Schriefer stieß in den Rücken der Gäste-Abwehr vor, ehe er fast von der Grundlinie aus mustergültig auflegte. Tim Rohlfs vollstreckte kaltschnäuzig zum 1:0 (3.). Acht Minuten später war die Partie für den Tempodribbler Sebastian Schriefer bereits gelaufen. Eine Schulterblessur nach einem vorangegangenen FCO-Foul zwang den Dannenberger zur frühzeitigen Aufgabe (11.). Der dafür eingewechselte Thees Albrecht hatte seine beste Aktion mit einem Zuckerpass auf Andre Berg, der den TSV-Vorsprung mit einem Abschluss ins kurze Eck auf 2:0 ausdehnte (26.). Eine komische Szene erlebten die Besucher nach einer halben Stunde.

Jan-Phillip Thölken (TSV Dannenberg) und Christian Uhlhorn (1. FC Osterholz-Scharmbeck) schnappten sich gleichzeitig einen Ball, um nach einem Seitenaus parallel nebeneinander einen Einwurf auszuführen. Dies pfiff Frank Schnakenberg regeltechnisch natürlich ab, sprach den Ballbesitz den Weinroten zu. Ein grenzwertiger Einsatz von Daniel Rhodin am TSV-Strafraum brachte die Kreisstädter auf 1:2 heran. Christian Strasser verkürzte den Rückstand aus dem Gewühl (39.). Reinhold Heinrich hatte direkt vor der Halbzeit gar das 2:2 auf dem Fuß (45.). Überhaupt entwickelte der FCO-Angreifer kein Fortune im Abschluss.

Stefan Krentzel musste im TSV-Tor einmal Kopf und Kragen riskieren, um bei einer FCO-Großchance von Reinhold Heinrich das 3:3 abzuwenden (86.). Tim Rohlfs gelang zuvor nach Vorarbeit von Jendrik Schloo und Andre Berg das 3:1 (56.). Christian Strasser ließ dem mit einem an Reinhold Heinrich verursachten und verwandelten Foulelfmeter das 3:2 folgen (66.). „Das Foul war doch klar außerhalb“, regten sich die Platzherren, allen voran Julian Ambrosi und Tobias Klisch, über den gegen sie verhängten Strafstoß auf. Christian Strasser (76.) und Marten Blome (86./Pfostentreffer) hatten im Krisenduell noch einen Torerfolg vor Augen.

„Auch nach dem 2:0 ist bei uns keine Ruhe eingekehrt. Es war ein bisschen Harakiri mit vielen Stockfehlern“, betonte Kai Schnur nach dem Arbeitssieg. Einen Akteur lobte der TSV-Trainer ausdrücklich. „Stefan Krentzel hat einen tollen Job gemacht.“ Die Enttäuschung stand dem Gäste-Coach nach Spielende ins Gesicht geschrieben. „Wir haben schlecht verteidigt und zu viele Fehler in der Rückwärtsbewegung gemacht“, bilanzierte Rolf Bauer nach der achten Niederlage im achten Saisonspiel.

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