TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf

Vom Traumstrand geradewegs in die Quarantäne

Als er vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückkehrte, war für Gregor Schoepe der krasse Kontrast perfekt: Von den Traumstränden auf der Insel Sansibar, zurück in die norddeutsche Quarantäne.
27.03.2020, 09:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Müller
Vom Traumstrand geradewegs in die Quarantäne

Der urlaubende TSG-Trainer Gregor Schoepe am Strand auf Sansibar.

Fr

Grasberg. Als er vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückkehrte, war für Gregor Schoepe der krasse Kontrast perfekt: Von den Traumstränden auf der Insel Sansibar, 30 Kilometer vor der ostafrikanischen Küste im Indischen Ozean gelegen, ging‘s nach fast 18 Stunden Reisedauer zurück in die ungemütliche norddeutsche Heimat und directement – in die Quarantäne. Zum Glück nur sicherheitshalber und auf freiwilliger Basis. „So war das mit meinem Arbeitgeber vereinbart“, erklärt Gregor Schoepe, der fortan im Homeoffice so gut es geht seiner Arbeit nachkommt.

„Als ich am 2. März nach Sansibar gestartet bin“, erzählt der 42-jährige Fußballtrainer der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf, „war das Corona-Virus bei uns in Deutschland ja noch kein großes Thema.“ Auf der zu Tansania gehörenden Insel schon mal gar nicht. Wer sich eine Auszeit auf der Insel(-gruppe) gönnt mit dem feuchtwarmen, tropischen Klima und Wassertemperaturen von bis zu 30 Grad, der tut das nur aus einem Grunde. „Da kann man herrlich chillen“, schwärmt Schoepe als Alleinreisender, „und von allem anderen runterkommen.“ Von der Zeit unter Palmen an den weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser mag er noch länger zehren.

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„Ich bin wirklich kein ängstlicher Typ“, schildert der Sozialpädagoge weiter seine Erlebnisse, „aber ich war dann wirklich froh, wieder in Deutschland zu sein.“ Um sich selbst habe er weniger Angst gehabt, wohl aber zum Beispiel um seine Mutter. Schließlich lässt sich so eine Vireninfektion kaum 100-prozentig vermeiden und auch nicht immer sofort entdecken. „Aber ich habe bei mir keine Symptome festgestellt“, beruhigt Schoepe.

Dass sich nach den vermeintlich harmlosen Anfängen der Corona-Infektionen in China mittlerweile eine Pandemie entwickelt hatte, erfuhr Schoepe auf Sansibar erst nach und nach durch andere Touristen. Unter anderem welche aus Polen, wo auch Schoepe seine Wurzeln hat. Die Polen hatten ganz andere Sorgen – nämlich dass sie in ihr Land zurückkehren konnten, weil dort die Grenzen zugemacht wurden. Und wiederum andere Touristen seien auf der Insel festgebacken gewesen, so Schoepe.

Er aber kehrte ohne irgendwelche Zwischenfälle nach zweimaligem Umsteigen über die Flughäfen Amsterdam und Hamburg wohlbehalten nach Deutschland zurück. Und war dankbar: „Ich bin wirklich froh, wieder hier zu sein. Ich denke, unser Land ist von allen noch am besten aufgestellt im Kampf gegen Corona.“

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