Ortsfeuerwehr Grasberg

Vorfreude auf das neue Feuerwehrhaus

In diesem Jahr soll der Baustart für das neue Grasberger Feuerwehrhaus erfolgen, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thorsten Schaffert teilt die Vorfreude öffentlich.
08.01.2021, 20:00
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Von Undine Mader
Vorfreude auf das neue Feuerwehrhaus

Das vorliegende Bild zeigt den Entwurf des Grasberger Feuerwehrhauses, angefertigt von der Firma hwb aus Ritterhude.

illustration: Breternitz

Grasberg. Im Grasberger Haushalt 2021 sind wie berichtet zwei Millionen Euro Baukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus am Kirchdamm eingeplant, eine weitere Million soll mit dem Haushalt 2022 bereitgestellt werden. Dementsprechend freut sich der stellvertretende Grasberger Gemeindebrandmeister Thorsten Schaffert: „Die Finanzierung steht, vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung.“ Alle anderen Gremien, wo es gegen den Neubau Einsprüche hätte geben können, habe das Projekt passiert. Schaffert rechnet mit dem Baubeginn in diesem Jahr und der Fertigstellung 2022. Die Vorfreude auf das neue Domizil der Ortsfeuerwehr Grasberg teilt er nunmehr offiziell im Internet.

Geplant wird der rund 46 Meter lange und rund 27 Meter breite Bau in Ritterhude von der Firma hwb Architekten + Ingenieure. Davon wird indes nicht nur die Ortsfeuerwehr Grasberg profitieren. Das Gebäude sei so konzipiert, dass alle Ortsfeuerwehren jederzeit selbstständig die Waschhalle sowie einen Lagerraum wie etwa für Ölbindemittel nutzen können. Gleiches gelte für einen deckenhoch gefliesten Lagerraum für im Einsatz verdreckte Schläuche, Atemschutzgeräte und andere Gerätschaften. Es gebe keinen wirtschaftlichen Grund, derartige Räume an jedem Standort vorzuhalten, so Schaffert. Lieber einmal alles vernünftig und für alle nutzbar bauen.

Hinter den anderen sechs Toren der Halle werden die Fahrzeuge der Grasberger Ortsfeuerwehr stehen, wie der Mannschaftstransportwagen, der Einsatzleitwagen, zwei Löschfahrzeuge oder ein neuer Gerätewagen, der in wenigen Wochen den Fuhrpark der Grasberger Feuerwehr erweitern soll und der für Einsätze aller Ortsfeuerwehren gedacht sei. Ein Dekontaminationsfahrzeug solle ebenfalls im Kirchdamm stehen.

Die Stimmung in der Ortsfeuerwehr Grasberg sei gut, so Schaffert. Derzeit ist sie noch im Wiesendamm auf zwei Häuser verteilt, die obendrein „deutlich zu klein“ seien. Werden Fahrzeuge eingeparkt, bleibt kaum Platz, um daneben noch zu laufen. Die Spinde der Frauen und Männer seien in der Fahrzeughalle verteilt, „ohne Geschlechtertrennung“, betont der stellvertretende Gemeindebrandmeister. Und auch die einzige Dusche im Haus sei Unisex. Das werde sich im neuen Feuerwehrhaus ändern. Dort erfolge eine schwarz-weiß-Trennung in Bereiche, die nur mit Einsatzuniformen benutzt werden und Bereiche, in denen Einsatzkleidung tabu ist. „Der Weg aus der Fahrzeughalle führt immer über die Umkleiden“, sagt Thorsten Schaffert. Diese werden künftig getrennt nach Frauen und Männer sein und jeweils über eigene Duschen verfügen. Nicht minder freut sich Schaffert auf eine „vernünftige Werkstatt“. Im Wiesendamm stehe lediglich eine Werkbank.

Der neue Unterrichtsraum werde größer und pandemiekonform, hinzu kommen ein Stabsraum für Katastropheneinsätze sowie zwei Büros. Schaffert verspricht sich davon einen „deutliche Verbesserung für den täglichen Ablauf“ im Feuerwehr-Betrieb. Von Luxus und Prachtbau sei das aber alles weit entfernt. „Das ist ein Zweckbau, alles was reinkommt, ist für die Feuerwehr erforderlich“, betont der stellvertretende Gemeindebrandmeister. Und der neue Standort wird den Arbeitsschutzvorgaben für Feuerwehren entsprechen. Der bisherige Standort im Wiesendamm entspreche diesen nicht mehr und könne dafür auch nicht mehr ertüchtigt werden.

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