Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

8:0-Ansage des FC Hambergen

Gegen die bis dato abwehrstärkste Mannschaft hat es der FC Hambergen ordentlich krachen lassen: Gleich mit 8:0 setzte sich der Bezirksliga-Spitzenreiter beim VfL Visselhövede durch.
11.10.2020, 20:14
Lesedauer: 2 Min
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8:0-Ansage des FC Hambergen
Von Dennis Schott
8:0-Ansage des FC Hambergen

Acht Tore gegen die bis dato beste Abwehr: Jorit Bierwald (links) hat es mit dem FC Hambergen in Visselhövede ordentlich krachen lassen.

Dennis Schott

Hambergen. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Bevor der VfL Visselhövede gegen den FC Hambergen antrat, hatte er gerade einmal drei Gegentreffer kassiert. Keine andere Mannschaft in der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga Lüneburg stand in der Abwehr bis dato kompakter als der stark gestartete Aufsteiger. Bis die „Zebras“ kamen – und den Liganeuling regelrecht auseinandernahmen. 8:0 (5:0) hieß es am Ende für die Hamberger, ein Erfolg, der in dieser Höhe vollkommen überraschte.

Letztlich aber nicht unverdient war, weil das Ergebnis genau das Kräfteverhältnis der vorangegangenen 90 Minuten widerspiegelte. Gleichwohl wusste FCH-Coach Julian Gelies den Sieg richtig einzuschätzen. „Wenn der Erste beim Dritten so hoch gewinnt, dann muss irgendwas sein“, meinte er hinterher und wurde schnell bei der Aufstellung des Gegners fündig. Dort fehlten mit Mirko und Patrick Peter nämlich zwei wichtige Akteure.

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Schmälern sollte dieser Umstand die Leistung des FC Hambergen allerdings nicht. Die Gäste agierten angesichts der (eigentlich) enormen Abwehrstärke der Visselhöveder zunächst noch vorsichtig, achteten darauf, den Ball viel in den eigenen Reihen laufen zu lassen, um so Stabilität ins eigene Spiel zu bekommen. „Wichtig war auch, selbst nicht in Rückstand zu geraten, weil wir wussten, wie schwer es werden würde, wenn sich Visselhövede erst einmal zurückzieht“, erzählte Coach Gelies. Die Bedenken sollten sich allerdings als unbegründet erweisen. In der Defensive ließen die Gäste so gut wie nichts zu. Lediglich zwei Schüsse kamen auf das Tor von FCH-Keeper Ivo Kiekhöfer. Mehr nicht. Und vorne erwies sich der Ligaprimus als ziemlich effektiv. „Wir haben nicht viel liegen gelassen, und vielleicht ist die Pausenführung um ein Tor zu hoch ausgefallen“, sagte Julian Gelies zwar, verdient war sie jedoch allemal. Auch in dieser Deutlichkeit.

Der FC Hambergen profitierte dabei von einem Doppelschlag. Kurz nachdem Keno Liebschner per Kopf zu Stelle gewesen war (7.), erhöhte Maksymilian Amplewski nur wenig später auf 2:0 (16.). Trotz (oder gerade wegen) dieses beruhigenden Vorsprungs verflachte das Spiel der Gäste. „Da haben wir für zehn Minuten unseren Rhythmus verloren“, beobachtete Gelies, dessen Team mit dem 3:0 von Frederik Nagel jegliche Gegenwehr brach. Überdies auf sehenswerte Art und Weise, nämlich per Lupfer.

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Für Julian Gelies war dies aber nicht das Tor des Spiels. Das erzielte Steffen Kaluza per Dropkick-Abnahme aus 20 Metern. Ein echter Strahl, der sich da Bahn brach. Vermutlich gab dieses 5:0 den Hausherren den Rest. Zuvor hatte Maksymilian Amplewski das 4:0 erzielt.

„Ich glaube, bei Visselhövede war der Gedanke an Schadensbegrenzung im Vordergrund“, blickte Gelies auf eine ereignisarme zweite Halbzeit, in der die „Zebras“ weiterhin das Geschehen im Griff hatten und noch drei Tore nachlegten. Jorit Bierwald (54.) und Frederik Nagel (61.) erhöhten schnell auf 7:0, zu allem Überfluss unterlief dem VfL Visselhövede zu guter Letzt noch ein Eigentor. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihren Vorwärtsdrang bereits merklich gedrosselt.

Der FC Hambergen stellt in der Staffel das Nonplusultra dar. Keine Mannschaft hat mehr Tore erzielt, und nur eine weitere Mannschaft (SV Vorwärts Hülsen) kassierte die wenigsten Gegentore. In dieser Hinsicht stehen die Visselhöveder jetzt nur noch auf Platz fünf.

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