Hauptversammlung

Beim Turnverein wächst die Ungeduld

Während sich die Sanierung der Sporthalle wohl noch bis zum Sommer hin zieht, muss der TV „Gut Heil“ Hambergen nun bald sein Ausweichquartier bei Tecklenburg räumen. Die Mitglieder sind beunruhigt.
07.02.2020, 19:00
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Von Andreas Palme
Beim Turnverein wächst die Ungeduld

Ausgezeichnet (hinten, v. li.): Noah Hanuschek, Wolfram Trenner, Otto (Otti) Stake, Manfred Büttelmann, Heinz Ahlden, Heidi Haaker, Claudia Renken, Ulrike Heckelen, Tina Brünjes, Uwe Brandhorst, Thomas Grimm sowie (vorn, v. li.) Lukas Dahn, Helga Tietz, Regina Heinemeier, Meike Kahrs, Ilse Petersen, Ursula Stelter, Gisela Meißner, Dietmar Wonneberger.

A. Palme

Hambergen. Der TV „Gut Heil“ Hambergen hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Die andauernde Sanierung der Sporthalle am Schwimmbad beeinträchtigt dabei die Arbeit zahlreicher Sparten. „Wir sind fortwährend zu neuer Disponierung der Trainingsstunden mit anderen Verbänden gezwungen“, klagte der Vorsitzende des Turnvereins, Uwe Brandhorst, während der Jahreshauptversammlung. Und offenkundig droht neues Ungemach bei der Zwischennutzung der Räumlichkeiten bei Tecklenburg: Die Nutzungsmöglichkeit, so hieß es aus den Reihen der Sportler, ende demnächst, da der Eigentümer die Räume verkaufen möchte. Auch belastet der Mietzins die Vereinskasse zusätzlich. Ein Sparschwein machte jetzt die Runde, dessen Inhalt einen Teil der Mehrausgaben decken helfen soll.

Zur Sanierung der Sporthalle äußerte sich Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock in seinem Grußwort. Im voll besetzten Saal am „Windhornseck“ bedauerte der Verwaltungschef die lange Sanierungsdauer und wies auf zahlreiche unvorhersehbare Ereignisse währen der Arbeiten hin. So stand der Fund von giftigen Baustoffen im Altbestand einem zügigen Fortschritt im Wege. „Ich habe Verständnis für den Unmut“, versicherte Kock. Er sehen nunmehr Grund zur "Hoffnung, die Halle im Juni wieder nutzen zu können“.

Die anstehenden Vorstandswahlen gingen zügig über die Bühne. Einstimmig wurden der erste Vorsitzende Uwe Brandhorst, die Schriftführerin Ann-Karin Gerken, der Sportwart Ditmar Kurz und der Jugendwart Stefan Büttelmann wiedergewählt; alle Spartenleiter wurden en bloc in ihren Ämtern bestätigt. Der TV „Gut Heil“ hat derzeit 908 Mitglieder und nutzte die Jahreshauptversammlung zur Verleihung der Sportabzeichen und zur Ehrung langjährige Mitglieder. Hervorgehoben wurden die 51. Wiederholung des Goldenen Sportabzeichens durch Hermann Brünjes und die 50. Wiederholung der Auszeichnung in Gold durch Dietmar Wonneberger.

Für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Ursula Stelter, Wolfram Trenner, Malte Heckelen, Birgit Wrieden, Helga Streckfuß, Heinz Ahlden, Jan-Hermann Horstmann, Dominick Horstmann, Claudia Renken, Natascha Postels, Katharina Mende, Tina Brünjes, Christoph Zeiner, Lara Meyer und Thomas Grimm. 40 Jahre im TV Hambergen sind Karin Schrader, Stefanie Fischer, Reiner Katz sowie Regina, Sabine und Stefan Heinemeier. Auch Nils-Jan Bohm, Peter Weschke, Torsten Kramer, Andreas Grabau, Ulrike Heckelen, Wiebke Katz und Gisela Meißner halten dem TV seit vier Jahrzehnten die Treue.

Seit 50 Jahren gehören Gertrud Rust, Rosemarie Schulz, Klaus Lechner, Eleonore (Tutzi) Hertel, Meike Kahrs, Manfred Büttelmann, Jens Klusmann, Ilse Petersen und Willi Reitzig zum Verein. Für 60-jährige Vereinstreue geehrt wurden Heidi Haaker und Otti Stake. Auf eine 70-jährige Mitgliedschaft blickt Helga Tietz zurück. Die 84-Jährige hatte, wie es hieß, einen turnverrückten Vater und wurde daher selbstverständlich früh Mitglied im TV. Ab Mitte der 1950er Jahre gab es zwar kein Frauenturnen mehr, Tietz aber blieb trotzdem Mitglied und wurde 1962 auch Wirtin des Vereinslokals. Sie nahm die sportliche Aktivität Mitte der Sechzigerjahre wieder auf, als das Frauenturnen reaktiviert wurde.

Schließlich wurden die Schwimmer Noah Hanuschek und Lukas Dahn für besondere sportliche Leistungen geehrt. Beide waren in 2019 Teilnehmer bei Bezirks- und Landesmeisterschaften, standen mehrfach auf dem Treppchen und haben bei fast all ihren Starts Top-Ten-Platzierungen erreicht. Außerdem steigerten sie ihre persönlichen Bestzeiten im Laufe des Jahres mehrfach und schwammen beide erstmals die 50 Meter Freistil in weniger als 30 Sekunden.

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