Vor Gericht Bürst-Klage abgewiesen

Im Juni 2013 hat ein Starkregen den Ortskern von Hambergen überflutet. Seitdem klagt der Einzelhändler Holger Bürst gegen die Gemeinde, fordert Schadensersatz. Nun hat das Gericht seine Klage abgewiesen.
20.03.2019, 16:57
Lesedauer: 1 Min
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Von Angelika Siepmann

Osterholz-Scharmbeck / Verden. In dem Rechtsstreit zwischen dem Unternehmer Holger Bürst und der Gemeinde Hambergen hat die 5. Zivilkammer des Landgerichts Verden gestern ihre Entscheidung verkündet: Bürsts Klage auf Schadensersatz in Höhe von 27 000 Euro für Folgen des nächtlichen Starkregens am 21. Juni 2013 wurde abgewiesen.

Das Gericht entsprach damit dem wiederholten Antrag der Gemeinde, die sich der Forderung des Betreibers der „Papeterie“ im Ortskern von Beginn widersetzt hatte. Sie sei unbegründet, hatte Anwalt Alexander Grantz erklärt. Die Gemeinde sei für die Schäden nicht haftbar zu machen. Bürsts Anwalt Claus Jäger hatte dagegen argumentiert, der massive Regen hätte längst nicht so heftige Auswirkungen auf Wohnhaus, Laden und Warenbestand gehabt, wenn die Kommune rechtzeitig ihrer Verpflichtung nachgekommen wäre, „ihr Entwässerungssystem ausreichend zu dimensionieren“. Eine erste Güteverhandlung im April 2017 war gescheitert. Im Juni 2018 war es dann um das meteorologische Gutachten gegangen, wonach das „Niederschlagsereignis“ nicht als „Jahrhundertregen“ gelten könne. Bei einem Termin im Februar hatte ein Sachverständiger Ausmaß und Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes erläutert. Einen von Richter Marcus Lemke unterbreiteten Vergleichsvorschlag, der deutlich unter der Forderung lag, wollte Bürst nicht akzeptieren.

Zu den Gründen für die nun getroffene Entscheidung gab es gestern noch keine Angaben. Das komplette Urteil müsse erst den Parteien vorliegen.

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