Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

Dennis Heineke erzielt den Hamberger Siegtreffer

Es gibt Dinge, die verlernt man einfach nicht. So scheint es auch bei Dennis Heineke mit dem Toreschießen zu sein. Der Routinier von Fußball-Bezirksligisten FC Hambergen traf zum 3:2-Siegtreffer gegen den VSK.
07.10.2019, 12:18
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Von Timo Flathmann
Dennis Heineke erzielt den Hamberger Siegtreffer

Steffen Kaluza musste diesmal im zentralen Mittelfeld ran und feierte am Ende einen 3:2-Derbysieg über den VSK Osterholz-Scharmbeck.

Tobias Dohr

Hambergen. Es gibt Dinge, die verlernt man einfach nicht. So scheint es auch bei Dennis Heineke mit dem Toreschießen zu sein. Der Routinier im Sturm des Fußball-Bezirksligisten FC Hambergen nahm in der 71. Minute eine Flanke von Nils Bonkowski per Seitfallzieher direkt und beförderte den Ball in Traumtor-Manier zum 3:2-Siegtreffer gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck ins Netz. Zugegebenermaßen war dies einer der wenigen Höhepunkte der zweiten Hälfte, die sich grundlegend von der ersten Halbzeit unterschied.

In einer wilden ersten Hälfte markierte Patrick Hirsch bereits in der 6. Spielminute das 1:0 für den Gast, als er nach einer Flanke von Dean Leskow per Abstauber erfolgreich war. Nachdem Keno Liebschner nach einer äußerst sehenswerten Kombination über mehrere Stationen an VSK-Keeper Malte Vollstedt gescheitert war, brachte die anschließende Ecke den Ausgleich für die „Zebras“: Bonkowski nutzte die Situation, die der VSK nicht klären konnte, und schoss den Ball satt zum 1:1 in die Maschen (15.). Und nur zwei Minuten später drehte Liebschner mit seinem siebten Saisontor die Partie zugunsten seiner Elf, als er einen Ball im langen Toreck unterbrachte (17.).

Der junge Stürmer, der immer wieder sein großes Potenzial aufblitzen ließ, profitierte noch davon, dass der Ball vor Vollstedt unberechenbar aufsetzte und so unhaltbar wurde. Liebschner hatte kurz darauf gar das Hamberger 3:1 auf dem Fuß, er rutschte jedoch, kurz bevor ihn ein Querpass von Dennis Heineke erreichte, weg (21.). Auf der anderen Seite visierte Ali Dag aus etwa 20 Metern das Lattenkreuz des FC-Kastens an (22.). Nachdem Dustin Hirsch eine dicke Gelegenheit nach Fehlpass von Luka Muskee für den VSK liegen gelassen hatte (24.), traf er einige Minuten später zum Ausgleich: Er nahm einen Ball von Leskow mit einer sehenswerten Drehung an und schloss trocken ins rechte untere Toreck ab (34.).

Neben den Toren sahen die Zuschauer viele Zweikämpfe, auch dadurch bedingt, dass beide Mannschaften situativ immer wieder Pressingsituationen schufen. Nachdem Tobias Stöhr nach Wiederbeginn die Führung für den VSK auf dem Kopf hatte (48.), verflachte die Partie ein wenig. „Leider hatten wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so klare Aktionen“ befand VSK-Trainer Oliver Schilling nach dem Abpfiff. Seine Mannschaft hatte in der Tat nicht mehr allzu viele spielerische Lösungen gefunden und kam zumeist über Standards zu Offensivaktionen. Dies wiederum ärgerte FCH-Trainer Eric Schürhaus, der das „stümperhafte Zweikampfverhalten“ in dieser Phase kritisierte. Seine Mannschaft stabilisierte sich aber wieder, sehr zur Freude des Coaches: „Wir haben den VSK insgesamt in der zweiten Halbzeit gut vom Tor weggehalten. Angesichts unserer Personalsituation freut mich dieser Derbysieg riesig.“

Schürhaus spielte unter anderem darauf an, dass er Woche für Woche seine Startelf umbauen muss und so zum Beispiel Verteidiger Steffen Kaluza ins zentrale Mittelfeld zog. Das Traumtor von Heineke brachte dem FCH endgültig Sicherheit, der VSK gab sich aber nie auf. Zwar mühten sich die Kreisstädter, wirklich klare Aktionen konnten sie aber nicht mehr schaffen. Lediglich ein Weitschuss vom eingewechselten Tjerk Johannsen brachte noch einmal einen Hauch von Torgefahr (79.). Vollstedt lenkte auf der anderen Seite einen Kaluza-Freistoß über die Latte (85.). „Ein Unentschieden wäre in meinen Augen verdient gewesen“, gab Schilling zu Protokoll, der die beiden ersten Gegentore als „unglücklich“ einstufte. Schürhaus sprach naturgemäß von einem verdienten Sieg und hob die erneut gezeigten Comeback-Qualitäten seiner Elf hervor. „Wir haben hier heute die richtigen Antworten gegeben“, so Schürhaus.

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