Hallenturnier um den B&O-Supercup

Der Pokal bleibt in Hambergen

Unverhofft kommt eben doch oft. Wobei: So überraschend war der Turniersieg des FC Hambergen nicht. Der Bezirksligist zählte zu den stärkeren Teilnehmern, sollte ursprünglich aber gar nicht mitmachen.
13.01.2020, 14:58
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann
Der Pokal bleibt in Hambergen

Aus im Viertelfinale: Ritterhudes Dennis Gachov (links) und Co. zogen im Neunmeterschießen unglücklich den Kürzeren.

Kosak

Hambergen. Jorit Bierwald wollte es unbedingt. Der Kapitän des Fußball-Bezirksligisten FC Hambergen sprintete auf der rechten Seite an allen Verteidigern des SV Löhnhorst vorbei und zimmerte die Kugel im Anschluss aus spitzem Winkel zum 3:2 ins kurze Eck. Damit ebnete Jorit Bierwald seinen Farben den Weg zum 4:2-Finalsieg beim 6. B&O-Supercup des FC Hambergen II in der Uwe-Brauns-Halle.

Das Team von Trainer Eric Schürhaus sprang kurzfristig für den VSK Osterholz-Scharmbeck III ein. „Wir wollten den Pokal in Hambergen behalten“, erklärte Jorit Bierwald. Im vergangenen Jahr hatte die Reserve der Rot-Weißen sich noch behauptet. Diese schied nun im ersten Viertelfinale gegen die Vereinskollegen aus. Der Versuch von Jorit Bierwald, ein Hamberger All-Star-Team mit Leuten wie Marcel Konoppa und Dennis Heineke zusammenzustellen, scheiterte. So musste es doch die „normale“ erste Formation richten. Aus dieser ragte etwas überraschend Verteidiger Steffen Kaluza heraus, der sich mit acht Treffern die Torjägerkanone sicherte. Die Hamberger Aufstellung war aber ohnehin ein wenig defensivlastig. Ins Tor stellte sich Mittelfeldmann Tobias Prigge. Das 1:0 der Sportfreunde Heilshorn im zweiten Viertelfinale über den SV Azadi Osterholz klingt im ersten Moment nach einem normalen Ergebnis. Das war es aber nicht. Schließlich war dies der Stand nach einem Neunmeterschießen. Dabei traf nur Kevin Papyrin ins Netz.

„Wir haben ein paar wichtige Leute nicht dabei, die erst in der nächsten Woche in Loxstedt spielen sollen“, stapelte der Coach des SV Löhnhorst, Torsten Kentel, vor dem Viertelfinale gegen den FC Hagen/Uthlede II tief. Henrik Dargel staubte aber schnell zum 1:0 für die Löhnhorster ab. Nachdem er kurz darauf das Außennetz anvisiert hatte, musste Dargel sich den Spott eines Zuschauers anhören: „Du hast keinen Linken.“ Timo Reinken und Lars Schmidt machten den Löhnhorster 3:0-Triumph aber mit ihren späten Treffern perfekt. Bei der TuSG Ritterhude stand Torjäger Marcel Meyer zwischen den Pfosten. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, im Viertelfinale gegen die SG Platjenwerbe nach dem 1:0 von Thorben Slominski zum 1:1 auszugleichen. Diese beiden Protagonisten spielten auch die Hauptrollen im Neunmeterschießen. Als Meyer den Schuss von Slominski an den Pfosten abwehrte, drehte dieser schon jubelnd ab. Da der Pfiff von Referee Joachim Pankoke aber noch nicht erfolgt war, durfte Slominski erneut ran und markierte das 6:5-Siegtor.

Im ersten Halbfinale stellten Luka Muskee, Kevin Struß, Jorit Bierwald und Boris Gerschkowitsch einen ungefährdeten 4:0-Sieg des späteren Turniersiegers über die Sportfreunde Heilshorn her. Im anderen Semifinale hielt Löhnhorsts Torsteher Dennis Brede einen Ball außerhalb seines Strafraums und musste deshalb für zwei Minuten zuschauen. Die SG Platjenwerbe vermochte mit der Überzahl aber nichts anzufangen. Den einzigen Schuss in diesen 120 Sekunden faustete der für Brede eingesprungene Feldspieler Chris Meißner sogar ohne Handschuhe weg. Als die Löhnhorster gerade wieder komplett waren, besorgte Henrik Dargel das 1:0. Auf das 1:1 des Winterneuzugangs von der DJK Germania Blumenthal, Marcel Wilpert, hatte Henrik Dargel mit dem 2:1 die passende Antwort parat. Im Spiel um Platz drei glückte Fynn Lütjen nach sehenswerter Ablage von Jannik Fehrmann das 1:0 für die SG Platjenwerbe gegen Heilshorn. Dann lag Marcel Wilpert betrübt auf dem Boden. Schiedsrichter Lorenz Gehrmann hatte ein Foulspiel an ihn übersehen und so das 1:1 von Kevin Papyrin begünstigt. Nachdem Lucas Gley den Spieß endgültig umgedreht hatte, egalisierte Jannik Fehrmann postwendend zum 2:2.

Nach einem schönen Doppelpass mit Robert Drazewski gelang Kevin Payprin das 3:2 für das Team von Trainer Mirko Sass. Im Endspiel ging Löhnhorst in Führung. Doch Steffen Kaluza wendete das Blatt für Hambergen per Doppelpack. Henrik Dargel produzierte aber per Lupfer das 2:2. Nach dem 3:2 von Jorit Bierwald bewahrte Tobias Prigge den Favoriten gegen Lars Schmidt vor dem Einstand. Luka Muskee machte auf Vorarbeit von Boris Gerschkowitsch alles klar. „Gut, dass unsere erste Mannschaft eingesprungen ist“, urteilte Turnier-Organisator Jan-Henrik Gantzkow.

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