Fußball-Bezirksliga Lüneburg

Hartes Stück Arbeit: Hambergen 2:0-Derbysieger gegen den VSK

Der Titelfavorit marschiert weiter: Allerdings war der 2:0-Derbyerfolg gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck für den FC Hambergen erneut ein Beleg, dass der Bezirksligist alles abrufen muss.
20.09.2020, 21:45
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Hartes Stück Arbeit: Hambergen 2:0-Derbysieger gegen den VSK
Von Dennis Schott

Hambergen. Die Favoritenrolle will der FC Hambergen erst gar nicht von sich schieben. Das würde der Mannschaft nach den Erfolgen der Vorjahre auch nicht gerecht werden. Für den Meisterschaftskandidaten der Fußball-Bezirksliga Lüneburg stellt sich allerdings mittlerweile heraus, dass die Saison kein Selbstläufer werden wird. „Das war uns von Anfang an aber auch bewusst gewesen, dass wir immer an unsere Grenzen gehen müssen“, sah sich FC-Coach Julian Gelies nach einem schwer erkämpften 2:0 (1:0)-Erfolg im Derby gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck bestätigt. Und so bleibt zu konstatieren, dass die „Zebras“ zwar wie erwartet mit einer makellosen Bilanz von neun Punkten aus drei Spielen oben stehen, aber von dem Anfangsschwung merklich eingebüßt haben.

„Es war doch aber auch klar, dass wir nicht in jedem Spiel ein Feuerwerk abbrennen würden und jeden Gegner mit 7:0 vom Platz fegen“, meinte Hambergens Coach nach Spielende in Bezug auf den Auftakterfolg gegen den TSV Fischerhude-Quelkhorn, dem sich ein Last-Minute-Sieg beim TV Oyten anschloss. Nun also ein 2:0 gegen den VSK. Ein Spiel, in dem der FC Hambergen auch diesmal seine Favoritenrolle mit viel Ballbesitz interpretierte. Einmal, gut 40 Minuten waren gespielt und der FC Hambergen führte bereits mit 1:0, wurde die taktische Marschroute überdeutlich. Da schoben sich Gian Luka Muskee, Steffen Kaluza und Garrit Hamdy in aller Mutterseelenruhe das Leder in der eigenen Abwehrreihe hin und her, um den Gegner damit zu provozieren und angelaufen zu werden. Darauf wollten die Hamberger wiederum mit einem schnellen Umschaltspiel antworten. Dass dies nicht immer klappt, zeigte sich, als der VSK seinen Gegner nach einem ewig anmutenden Hin- und Her doch anlief und einen raschen Ballverlust initiierte.

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Unmittelbar darauf zeigten die Gastgeber aber sehr wohl, dass sie es können. Als die Kreisstädter zum Pressing ansetzten, eröffnete Steffen Kaluza mit einem feinen Pass auf Tim Denker den eigenen Angriff. Doch seine Hereingabe verpasste Keno Liebschner nur knapp. Aber so stellt sich Neu-Coach Julian Gelies das Spiel seiner Elf vor: Aus dem Ballbesitz heraus schnell umschalten.

Der FC Hambergen übte selbst aber auch Druck aus. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Chancen. Doch sowohl Keno Liebschner (15.) als auch Maksymilian Amplewski (17.) konnten die Hereingaben von Jorit Bierwald nicht verwerten. Dass die Hamberger gleichzeitig aber viel für ihre Dominanz tun mussten, bewies die Führung. Denn letztlich war es nur dem hartnäckigen Nachsetzen von Keno Liebschner zu verdanken, dass die „Zebras“ in Führung gingen. Sein Schuss und der zuvor von Amplewski wurden nämlich bereits geblockt, doch unverhoffterweise sprang Liebschner das Leder wieder vor die Füße. Im dritten Versuch also landete der Ball schließlich im Netz (31.).

Die Ballbesitzanteile änderten sich mit dem Wiederanpfiff. Nun hatte der VSK, der zuvor durch Dennis Riemer (22./Lupfer) und Tjerk Johannsen (29./Kopfball) zu Chancen gekommen war, mehr vom Spiel. Bis auf die Großchancen von Dennis Riemer, der am stark parierenden Hambergen-Keeper Ivo Kiekhöfer scheiterte (50.), und dem Schussversuch von Juri Kiekhöfer (70.), der noch im letzten Moment geblockt wurde, sprang nichts Gefährliches für die Gäste mehr heraus. Als Steffen Kaluza nach einer Ecke per Kopf auf 2:0 erhöhte, war die VSK-Gegenwehr gebrochen. „Wir leisten uns noch zu viele individuelle Fehler“, meinte VSK-Coach Thorsten Westphal, dessen Team nach der zweiten Niederlage in Folge zudem auf Dennis Riemer verzichten muss. Der VSK-Akteur leistete sich in der Nachspielzeit eine Tätlichkeit gegen Thilo Röper und sah zurecht die Rote Karte. „Das war dumm, keine Frage. Ich finde nur, dass die Kommentare von der Hamberger Bank komplett unnötig waren“, so Thorsten Westphal.

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