FC Hambergen In der Ruhe liegt die Kraft

Anfang September war es, nach dem mit 1:4 verlorenen Auswärtsspiel beim Heeslinger SC II, da spukte auf einmal ein Wort durch Hambergen, das man seit vielen Jahren nicht mehr gehört hatte: Abstiegskampf!
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
In der Ruhe liegt die Kraft
Von Tobias Dohr

Anfang September war es, nach dem mit 1:4 verlorenen Auswärtsspiel beim Heeslinger SC II, da spukte auf einmal ein Wort durch Hambergen, das man seit vielen, vielen Jahren im Zusammenhang mit dem FC nicht mehr gehört hatte: Abstiegskampf!

Kein einziges der ersten fünf Saisonspiele hatte die Mannschaft von Trainer Eric Schürhaus gewonnen, dabei nur drei Zähler eingesackt. Und plötzlich standen die „Zebras“ also im Tabellenkeller. Doch in den folgenden 13 Partien kam nur eine weitere Niederlage hinzu.

Keine Frage, Schürhaus hat mit seinem Team eindrucksvoll den Turnaround geschafft. Das lag zum einen an den Toren von Routinier Dennis Heineke, der kurzzeitig noch mal in die Bresche sprang, als andere Offensivkräfte ausgefallen waren. Vor allem lag es aber daran, dass der Hamberger Trainer an die Stärken der Mannschaft geglaubt und diese auch weiterhin ins Zentrum seiner taktischen Überlegungen gestellt hat. Und dazu gehörte eben auch, wieder auf Heineke zu verzichten, als die anderen Kräfte wieder zur Verfügung standen. Und die Spieler dankten es ihrem Coach.

Allen voran der achtfache Torschütze Frederik Nagel, der nach dem Weggang von Finn-Niklas Klaus nun eine deutlich wichtigere Position im Spiel des FC einnimmt. Auch Toptorjäger Keno Liebschner (11 Treffer) ist auf dem besten Weg, ein absoluter Leistungsträger zu werden. Die jungen Nils Bonkowski und René Meier oder Jonas Piepenbrink gehören mittlerweile immer öfter zum Stammpersonal. Und Akteure wie Kevin Struß und Thorsten Klindworth, die in der Vergangenheit oft unter dem Radar geflogen sind, sind ebenfalls deutlich präsenter auf dem Platz. Im Tor hat zudem Nils-Linus Sievert den langjährigen Stammkeeper Dirk Böttjer beinahe in Rekordzeit vergessen lassen.

Man muss Mitte Dezember also anerkennend festhalten: Eric Schürhaus hat es ganz offensichtlich in einem halben Jahr geschafft, den großen personellen Aderlass zu kompensieren und eine Mannschaft zu formen, die auch in dieser Saison gehobenen Bezirksliga-Ansprüchen gerecht wird. Und das trotz eines sehr schwierigen Saisonstarts. Diesen Eindruck zu bestätigen, dürfte nun die große Hamberger Herausforderung in der zweiten Saisonhälfte werden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+