Öffentliche Auszählung Sieben für die Samtgemeinde

1502 Wahlberechtigte gaben bei der Wahl eines neuen Seniorenbeirates in Hambergen ihre Stimme ab. Das siebenköpfige Gremium wird im April seine Arbeit aufnehmen.
27.03.2019, 16:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter von Döllen

Hambergen. So ruhig ist es selten im Sitzungssaal des Hamberger Rathauses. Nur ein regelmäßiges Ratschen ist zu hören, das die Brieföffner beim Aufschlitzen der Wahlbriefe von sich geben. Dazu gesellt sich das Rascheln der Stimmzettel. Die Mitarbeiter der Verwaltung schauen genau hin: Ist irgendwo ein Hinweis auf eine Täuschung? Mit einem Blick unterscheiden sie gültige von ungültigen Stimmen. Auf einem langen Tisch werden die Zettel nach Stimmen sortiert, langsam entstehen kleine Stapel. Etwa 20 Zuschauer verfolgen die Stimmauszählung zur Seniorenbeiratswahl der Samtgemeinde Hambergen. Gespannt warten sie auf das Ergebnis. Sie müssen sich allerdings ein wenig gedulden: Bis 20.40 Uhr dauert es, erst dann sind alle Umschläge geöffnet und gezählt. Zwischendurch wird spekuliert, wer die Nase vorn hat. Das war von den Zuschauerplätzen aber nicht zu erkennen.

„Wir wollten die Auszählung offen und transparent gestalten“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock die langwierige Prozedur. Um 18 Uhr bei Abgabeschluss wird noch der Briefkasten kontrolliert. Es könnten ja noch in letzter Sekunde Stimmzettel eingegangen sein. Erst dann werden die Siegel der Wahlurne, in der die Umschläge gesammelt wurden, gebrochen, wird die Urne geleert. Bewusst habe die Verwaltung keine Vorarbeiten, wie beispielsweise das Aufschlitzen der Umschläge, im Vorfeld gemacht.

Dann steht das vorläufige Ergebnis fest. Bernd Wellbrock geht mit 324 Stimmen als Sieger der Wahl hervor. Er vereinigt mehr als doppelt so viele Stimmen auf sich, wie der zweite Kandidat. Michael Reschka kommt auf 153 Stimmen. In der weiteren Reihenfolge fallen die Abstände deutlich knapper aus. Die weiteren Mitglieder des Seniorenbeirats sind Ulrike Grönwoldt (137 Stimmen), Erich Schnackenberg (131), Inge Objartel (101), Fred Lück (85) und Jürgen Bock (75). Sie könnten den neuen Seniorenbeirat der Samtgemeinde Hambergen bilden. Alle müssen ihre Ämter allerdings noch formal annehmen. Dazu wurden sie von der Verwaltung bereits angeschrieben. „Die konstituierende Sitzung wird im April sein“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Die übrigen Kandidaten gelten als Ersatzmitglieder und könnten offiziell in den Beirat nachrücken, wenn Mitglieder ausscheiden oder das Amt ablehnen. In der gewählten Reihenfolge sind das: Gaetano Fuggetta (73), Hermann Wieters (70), Rolf Köster (64), Adolf van Ballegoy (53), Bastiane Engeln (50), Angelika Wieters (43), Karola Mielke (42), Marita Kuge-Winkelmann (30), Patrick Paterson (24), Gudrun Jahic (23) und Günter Lemke (12).

„Wir sind froh, wieder einen gewählten und legitimierten Seniorenbeirat zu haben“, sagt Reinhard Kock. Die Entscheidung des Rates, die Wahl von einer Mindestkandidatenzahl abhängig zu machen, sei richtig gewesen. Nun seien genügend Nachrücker vorhanden. Die sieben gewählten Mitglieder decken fast alle Mitgliedsgemeinden ab. Lediglich aus Axstedt ist keiner dabei. Der Seniorenbeirat kann laut Richtlinien aber weitere Mitglieder aufnehmen. Diese müssen nicht als Kandidat an der Wahl teilgenommen haben. Sie haben aber kein Stimmrecht. Die Wähler haben offenbar darauf geschaut, ob sie die Kandidaten kennen. Insgesamt haben laut Wahlleiter Reinhard Kock 1502 der 3569 wahlberechtigten Senioren eine Stimme abgegeben. Zwölf davon wurden aus unterschiedlichen Gründen für ungültig erklärt.

Der Seniorenbeirat wird mit einer verkürzten Amtszeit gebildet. Bis 29. Februar 2022 wird das Gremium agieren. Die Amtszeit soll unter anderem an die des Kreisseniorenbeirates angeglichen werden. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt Reinhard Kock.

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