Tischtennis-Landesliga „Zebras“ verpassen Aufstieg erneut

Und wieder haben die Tischtennis-Damen des FC Hambergen in der Relegation das Nachsehen. Dieses Mal mussten sie sich dem TV Falkenberg geschlagen geben, zudem klar geschlagen geben.
14.05.2019, 22:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Mühlmann

Falkenberg. Der TV Falkenberg schlägt auch in der kommenden Saison in der Tischtennis-Landesliga der Damen auf. In der Relegation ließen die Rot-Weißen in der heimischen Trupermoor-Halle dem FC Hambergen beim klaren 8:1-Erfolg keine Chance. Bitter für die jungen „Zebras“, die nach 2018 erneut im Entscheidungsspiel scheiterten. Durch den Klassenerhalt liebäugelt der TVF noch mit einer personellen Verstärkung zur neuen Saison.

Die Relegation ist im Tischtennis schon eine besondere Situation. Vier Wochen ohne Matchpraxis, ein langer Planungsstopp aufgrund der ungewissen Zukunft und dazu das lange Hinfiebern auf den Tag „X“, einhergehend mit dem Aufbau einer immensen Nervosität. Genau diese konnten die jungen Hambergerinnen im gesamten Spiel nie abschütteln, das Negativerlebnis aus dem Vorjahr stets im Hinterkopf. Die deutlich erfahreneren Gastgeberinnen wirkten hingegen ruhiger und hatten sich zuvor Selbstvertrauen bei extra genommenen Trainerstunden geholt.

Zu Beginn blieben die Überraschungen aus. In den Doppeln wurden die Punkte geteilt, und im Anschluss behielt Falkenbergs Nummer eins Jessica Lindemann aufgrund ihrer Sicherheit gegen Stefanie Nolte die Oberhand. Am Nachbartisch fiel jedoch früh eine Art Vorentscheidung. FCH-Spitzenspielerin Lilly Marie Küstner besaß gegen Beate Wangenheims Noppe erhebliche Anlaufschwierigkeiten und lag schnell mit 0:2 nach Sätzen zurück. Zwar steigerte sich die Angriffsspielerin und erreichte verdient den fünften Durchgang, wo sie allerdings mit 11:13 und etwas Pech scheiterte.

Der 3:1-Vorsprung beflügelte den Landesliga-Achten merklich. Petra Bergmann zog gegen Hambergens Joanna Hahn sehr besonnen an, ging wenig Risiko und holte mit 3:0 den nächsten Zähler für ihr Team. Parallel baute Christiane Grotheer gegen Daniela Lilienthal die Führung weiter aus, indem sie nach kurzen Aufschlägen konsequent angriff. Der Druck auf die Gäste wuchs und lähmte sie zusehends. Obwohl Lilly Marie Küstner im Spitzenduell mit Jessica Lindemann einige starke Blockbälle spielte, musste sie sich in vier Sätzen geschlagen geben. Keine 20 Minuten später hatten Beate Wangenheim und Petra Bergmann für die beiden noch ausbleibenden Punkte in einer insgesamt einseitigen Begegnung gesorgt.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass wir erneut den Aufstieg so knapp verpasst haben“, gab Hambergens Daniela Lilienthal zu, gratulierte aber gleichzeitig den Gegnerinnen, „sie waren heute die bessere Mannschaft.“ Beim Sieger blieben die ausschweifenden Feierlichkeiten aufgrund des Muttertags aus. Vielmehr herrschte Erleichterung im TVF-Lager und die Hoffnung, mit dem Klassenerhalt eventuell attraktiver für eine potenzielle Rückkehrerin zu sein. „Es gibt zumindest lose Gespräche mit Jessica Boy von TuRa Oldenburg“, ließ Christiane Grotheer durchblicken.

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