Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 „Zebras“ verschlafen Halbzeit eins

Im vorgezogenen Spiel beim SV Ippensen bezog der FC Hambergen eine 1:2-Niederlage. Eine unnötige, wie Trainer Eric Schürhaus hinterher meinte. Allerdings hatten die „Zebras“ nur in Halbzeit zwei mehr vom Spiel.
25.10.2019, 11:52
Lesedauer: 2 Min
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„Zebras“ verschlafen Halbzeit eins
Von Tobias Dohr

Hambergen. Irgendwie passte es von Anfang an nicht mit diesem Auswärtsspiel beim SV Ippensen. Aufgrund ihres Freimarktbesuches hatten die Bezirksliga-Fußballer des FC Hambergen nämlich eine Verlegung angestrebt, dieser Bitte kamen die Ippenser auch nach. Doch der Kompromiss am Mittwochabend war am Ende eigentlich nur die dritte Wahl der Hamberger gewesen, wie Trainer Eric Schürhaus hinterher verriet. Am Ende mussten sich die „Zebras“ dann auch noch mit 1:2 (0:2) geschlagen geben. Die erste Ligapleite nach sechs Spielen ohne Niederlage drückt vor dem anstehenden Freimarktsbesuch somit ein wenig aufs Gemüt.

„Diese Partie hätten wir wirklich auf keinen Fall verlieren müssen“, ärgerte sich Schürhaus vor allem über eine schwächere erste Hälfte. Bei schlechten Lichtverhältnissen fanden die Gäste auf dem kleinen und schwer zu bespielenden Nebenplatz in Ippensen kaum zu ihrem zuletzt so druckvollen Spiel. Zwar hatte Keno Liebschner zwei frühe Gelegenheiten auf das 1:0, doch dann gingen die Hausherren in Front. Und beide Male machte FC-Keeper Nils Sievert nicht die allerbeste Figur. „Ich würde einfach mal behaupten, dass Nils bei normalem Tageslicht keines dieser Gegentore kassiert“, sagte Eric Schürhaus.

Optimaler Zeitpunkt zum Ausgleich

Beim 1:0 durch Ole Vollbehr hatte Sievert eine Flanke nicht kontrollieren können (21.). Beim 2:0 von Nils Klindworth (34.) hatte der Hamberger Torwart die scharfe Hereingabe ebenfalls zu spät gesehen. Allerdings hätte in der Entstehung auch Steffen Kaluza die Situation längst bereinigt haben können. Und zu allem Überfluss stand der Torschütze auch noch in abseitsverdächtiger Position. Wie auch immer: Die Rot-Weißen lagen 0:2 hinten, doch Schürhaus fand in der Pause offenbar die richtigen Worte.

Die Hamberger drückten nun von der ersten Minute an auf den Ausgleich – und dieser fiel bereits sechs Minuten nach Wiederanpfiff. Einen mustergültig vorgetragenen Spielzug schloss Goalgetter Dennis Heineke nach herrlicher Vorarbeit von Thorsten Klindworth per Kopf ab. „Ein Bilderbuchangriff“, lobte Schürhaus seine Spieler für diesen Spielzug. Klindworth vergab in der 60. Minute dann die große Chance auf den Ausgleich, als er eine Sekunde zu lange zögerte, um sich den Ball auf seinen stärkeren Fuß zu legen. Auch Keno Liebschner (72.) und Dennis Heineke (80.) ließen beste Möglichkeiten aus.

„Das war in der zweiten Halbzeit tatsächlich Einbahnstraßenfußball“, sagte Eric Schürhaus und fügte hinzu: „Viel besser kann man in Ippensen eigentlich nicht spielen.“ Dennoch verpassten es die Hamberger am Ende, sich für die starke Leistung der zweiten Hälfte zu belohnen. Stattdessen erkämpften sich die Gastgeber mit ihrer leidenschaftlichen Spielweise den nächsten Dreier und kletterten vorübergehend sogar auf den zweiten Platz. „Der Ausgleich wäre sicherlich absolut verdient, aber aufgrund der schwächeren ersten Hälfte auch das Maximum gewesen“, sagt Eric Schürhaus, der seinen Spielern nach der Partie vor allem eine Frage stellte: „Wieso haben wir nicht von Anfang an so gespielt, wie mit Beginn der zweiten Halbzeit?“

Weitere Informationen

SV Ippensen – FC Hambergen 2:1 (2:0)

SV Ippensen: Krause; Marco Klindworth (68. Fricke), Detjen, Vollbehr, Nils Klindworth, Jannis Klindworth, Marcel Behrens (64. Ole Klindworth), Stemmann, Patrick Behrens, Hausschild (85. Burfeind), Freiherr-Von-Wolf

FC Hambergen: Sievert; Denker, Hamdy, Muskee, Klindworth, Bierwald (71. Nagel), Struß (75. Bonkowski), Kaluza, Meier (46. Prigge), Liebschner, Heineke

Tore: 1:0 Ole Vollbehr (21.), 2:0 Nils Klindworth (34.), 2:1 Dennis Heineke (51.)

Schiedsrichter: Lukas Höft (Ahlerstedt/Ottendorf)

Zuschauer: 70 TD

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