TSV Steden/Hellingst

Hinck-Team fehlt ein Anführer

Als einziges Herrenteam im Landkreis Osterholz neben dem TSV Eiche Neu Sankt Jürgen III steht der TSV Steden/Hellingst in der 1. Kreisklasse Osterholz noch ohne jeden Punktgewinn da.
19.11.2020, 09:00
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Von Karsten Hollmann
Hinck-Team fehlt ein Anführer

Wurde beim TSV Steden/Hellingst in den vergangenen Punktspielen schmerzlich vermisst: Fabian Zebandt (rotes Trikot).

Guido Specht

Steden. Als einziges Herrenteam im Landkreis Osterholz neben dem TSV Eiche Neu Sankt Jürgen III in der 3. Fußball-Kreisklasse Osterholz steht der TSV Steden/Hellingst in der 1. Kreisklasse Osterholz noch ohne jeden Punktgewinn da. In acht Begegnungen kassierte das Schlusslicht zudem 41 Gegentreffer, also im Schnitt mehr als fünf pro Spiel.

„Da waren auch schon ein paar Niederlagen in Richtung zweistelligem Ergebnis dabei, die nicht so schön anzusehen waren“, räumt TSV-Trainer Hartmut Hinck ein. Dieser habe aber von vornherein gewusst, auf was er sich da angesichts eines knappen Kaders mit nur 17 Spielern einlässt. Darunter befinden sich mit Mats Wohlgehagen, Janeck Wiemann und Jan Dittrich auch noch drei Torleute. Gleich ein Dutzend Akteure ist 21 Jahre oder jünger. Spieler wie Maarten Schumacher und Gerrit-Lüder Ahrens sind gerade erst aus der A-Jugend hochgekommen und mussten gleich Verantwortung übernehmen.

„Uns fehlt einfach ein gestandener Spieler, der das Team führt“, gibt Hinck zu bedenken. Dieser bedauert besonders den Verlust von Timon Zehner, der sich vor der neuen Saison dem Kreisligisten FC Hambergen II anschloss. Ein Leistungsträger wie Fabian Zebandt fehlt verletzt, Tamme Achelpöhler verzog nach Hamburg. Mittelfeldstratege Daniel van Ballegoy zog sich nach vielen Verletzungen ganz zurück.

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Bereits in der vergangenen Saison hatten die Stedener als Vorletzter bei Abbruch der Serie einen Abstiegsplatz belegt. Es stieg aber bekanntlich keine Mannschaft im Zuge der Corona-Pandemie ab. „Es gab aber die Überlegung, freiwillig eine Liga runterzugehen“, informiert Hartmut Hinck. Die Mehrzahl der Spieler hätte sich aber dagegen entschieden. „Ich hatte daher gewisse Bedenken, wie die Mannschaft mit deftigen Niederlagen umgehen würde“, so Hinck. Diese Befürchtungen seien aber unbegründet gewesen. „Die Jungs sind nach wie vor motiviert dabei. Die Stimmung ist auch so weit in Ordnung“, versichert der 53-Jährige, der sich in seiner dritten Saison beim TSV befindet und nicht an einen Rücktritt denkt.

Durch den knappen Kader müssen sogar regelmäßig Kicker aus der zweiten Formation aushelfen, die als Vorletzter der 3. Kreisklasse Osterholz immerhin schon einen Sieg auf dem Konto hat. „Ich kann aber wegen bestimmter Zusagen auch nicht unbedingt auf die besten Spieler aus dem zweiten Team zurückgreifen, für die der Sprung in die 1. Kreisklasse aber unabhängig davon ziemlich groß ist“, erklärt Hinck. Es sei auch nicht gerade förderlich, wenn die Spieler zweimal am Wochenende ran müssten. Auch deshalb wollen die Rothosen in der Winterpause noch einmal personell nachlegen. „Wir wollen gucken, dass wir ein paar Leute dazu motivieren, sich uns anzuschließen“, teilt Hartmut Hinck mit.

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