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6. Hamme-Wörpe-Turnier: Nachfrage größer als sonst

NAch dem Verzicht vieler Altersklassen-Teams an der Übergangssaison des Tennisverbands Niedersachsen-Bremen herrscht reges Interesse am 6. Hamme-Wörpe-Turnier des TC Eiche Neu St. Jürgen.
22.06.2020, 09:43
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6. Hamme-Wörpe-Turnier: Nachfrage größer als sonst
Von Dennis Schott
6. Hamme-Wörpe-Turnier: Nachfrage größer als sonst

Dem 6. Hamme-Wörpe-Turnier kommt in diesem Jahr mehr Bedeutung zu als in den Vorjahren.

Adam Hunger

Landkreis Osterholz. Wäre es nicht bereits die sechste Auflage, klänge es fast wie ein Gegenentwurf zur aktuellen Übergangssaison. Das 6. Hamme-Wörpe-Leistungsklassenturnier des TC Eiche Neu St. Jürgen, TC Grasberg und TC Worpswede richtet sich nämlich ausschließlich an die Tennisspieler und -spielerinnen der Altersklassen 30 und aufwärts. Zur Erinnerung: Gerade aus den Altersklassen gingen zur gerade angelaufenen Übergangssaison des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) die wenigsten Meldungen ein. Entsprechend groß ist das Interesse an diesem Turnier, das vom 31. Juli bis 2. August ausgetragen wird.

Bereits jetzt liegen den Organisatoren um Udo Grotheer 192 Meldungen vor, und das nicht nur von Tennisspielern aus der Region, sondern teilweise auch aus Frankfurt, Göttingen, Hamburg oder Kiel. „Wir machen richtig Werbung für die Region. Die Leute verbinden unser Turnier mit einem Kurzurlaub“, freut sich Udo Grotheer. Schließlich müssten sich die auswärtigen Spieler für die drei Tage ein Quartier suchen. Während die Nachfrage in den Altersklassen der Herren ausgesprochen groß ist, sind die Damenfelder relativ schwach besetzt. Traditionell schwach besetzt, muss man dazu sagen. Laut Grotheer liegt dies vornehmlich daran, dass Damen ohnehin den im Vergleich geringeren Anteil an Mitgliedern in den Tennisvereinen ausmachen. Seiner Erfahrung nach sind nicht mehr als durchschnittlich 30 Prozent Damen Mitglied in einem Tennisverein. Das schlage sich auch auf das dreitägige Turnier nieder. Wovon die Organisatoren aber in jedem Fall profitieren, sind die „saisonfreien“ Altersklassen. Ein Sommer ohne Tennis scheint für die meisten doch schwer vorstellbar. Udo Grotheer schätzt sogar, dass die vom TNB kolportierten 60 Prozent, die für die Übergangssaison gemeldet haben sollen, gar nicht stimmen. „Meiner Einschätzung nach haben höchstens 30 Prozent der Mannschaften für den Sommer gemeldet“, behauptet er. Das läge eben daran, dass es in den Altersklassen einen so gravierenden Schwund gegeben hätte. Von den drei gastgebenden Vereinen TC Eiche Neu St. Jürgen, TC Worpswede und TC Grasberg hätten von insgesamt 27 Teams gerade einmal vier gemeldet. Und das sähe in den übrigen Vereinen nicht anders aus. „Und ich komme viel rum“, erklärt Grotheer.

Weil er so viel rumkommt, kann er auch behaupten, dass sich das Hamme-Wörpe-Turnier etabliert hat. Er sagt dies „ohne viel Angeberei“, aber auch nicht ohne Stolz. Nach den Ausfällen anderer Turniere zähle das eigene „zu den größten im Raum Niedersachsen/Bremen“, sagt er. Das habe sich positiv auf die Zahl der Meldungen ausgewirkt. Und: Im Gegensatz zu den Vorjahren haben die Organisatoren das Leistungsklassenturnier deutschlandweit ausgeschrieben. Ein weiterer Faktor. Aber auch das ist nicht das einzige, was anders sein wird.

Natürlich bestimmen auch beim 6. Hamme-Wörpe-Turnier die allgemeinen Hygienevorschriften die Durchführung. Ein längeres Verweilen auf den Anlagen wird nicht möglich sein. Die Spieler dürfen erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn erscheinen und müssen nach Spielende die Anlage wieder verlassen. Auch die Turnierstationen und Wartebereiche auf den Tennisanlagen sind „auf Abstand“ ausgerichtet. In diesem Jahr wird es zudem keine Bewirtung auf den insgesamt vier Tennisanlagen geben. Nur in Falkenberg und Lilienthal ist durch die Gastronomie eine Bewirtung möglich. Der gesellige Part bleibt auf der Strecke, aber Udo Grotheer hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass bis zum Turnierstart weitere Lockerungen die allgemeinen Maßnahmen etwas aufweichen werden.

Immerhin dürften nun zwei Spieler die Duschanlagen gleichzeitig nutzen. Das war vorher noch verboten. „Ich habe aber großes Verständnis für die Maßnahmen, die der TNB aufgestellt hat. Wir werden sie natürlich befolgen“, so Grotheer. Er ist sich dennoch sicher, dass auch unter diesen Umständen ein attraktives Turnier auf die Beine gestellt werden kann und Corona der wachsenden Beliebtheit des Turniers keinen Abbruch tut. Mit den steigenden Teilnehmerzahlen stellte auch der TC Lilienthal vier Plätze zur Verfügung. Im vergangenen Jahr kam noch der TC Pennigbüttel hinzu. Udo Grotheer stellt klar, dass ohne die Hilfe der befreundeten Klubs nur etwa 120 Spieler melden könnten. Im vergangenen Jahr zählte das Turnier 212 Teilnehmer.

Info

Zur Sache

Leistungsklassen-Berechnung

Trotz der coronabedingten Umstände im TNB bleiben die Leistungsklassen-Berechnungen bestehen. Das Hamme-Wörpe-Turnier bietet auch den nicht so versierten Tennisspielern die Möglichkeit, ihre Leistungsklasse zu verbessern. Jede Altersklasse ist in zwei Leistungsklassengruppen aufgeteilt, von 8 bis 17 und von 17 bis 23. Eine Niederlage in der ersten Runde muss nicht zwangsläufig das Ausscheiden bedeuten. Die Verlierer können in einer Nebenrunde noch auf zwei bis drei Spiele kommen.

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