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TV Falkenberg blickt optimistisch in die Zukunft

Trotz Aufbruchstimmung müssen sich die Oberliga-Basketballerinnen des TV Falkenberg wohl noch einige Zeit gedulden, einen gewohnten Trainingsbetrieb unterm Hallendach aufzunehmen.
12.05.2020, 14:33
Lesedauer: 3 Min
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Von Frank Mühlmann
TV Falkenberg blickt optimistisch in die Zukunft

Werden künftig wohl noch schwerer zu stoppen sein: Regina Foremny (am Ball) und die Basketballerinnen des TV Falkenberg.

Christian Kosak

Falkenberg. Trotz Aufbruchstimmung allenthalben müssen sich die Oberliga-Basketballerinnen des TV Falkenberg wohl noch einige Zeit gedulden, einen gewohnten Trainingsbetrieb unterm Hallendach aufzunehmen. Für die neue Saison scheint das Team um Topscorerin Marina Karmelic dennoch bereits jetzt gerüstet. Das Zusammenspiel zwischen Trainer Kevin Knoche und der Mannschaft funktionierte schon kurz vor dem Abbruch der Serie im März immer besser, zudem sorgen jetzt ein breiterer Kader mit einigen Verstärkungen sowie eine dadurch verbesserte Trainingssituation für zusätzlichen Optimismus.

Es war auch ohne die Corona-Krise zweifellos eine turbulente letzte Saison für den Aufsteiger. Nach einem grandiosen Start und zwei Siegen aus drei Spielen hagelte es fünf Niederlagen in Serie. Verletzungen begleiteten den Leistungsabfall, auch die vielen Ideen und Anweisungen des neuen Trainers Kevin Knoche fielen dem Team schwer, augenblicklich zu verinnerlichen. „Wir haben nicht sofort die gleiche Sprache gesprochen“, erinnert sich Marina Karmelic rückblickend.

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Doch eine Weiterentwicklung zeigte sich nach einer konstruktiven Aussprache bereits beim 64:54-Erfolg Anfang Februar in Meppen, als die Talfahrt jäh gestoppt wurde. Es sollte wegen des Virusausbruchs die letzte Falkenberger Begegnung bleiben. In der eingefrorenen Tabelle belegte der TVF schließlich den fünften Platz. „Das war schon recht ärgerlich“, machte Marina Karmelic deutlich, „uns stand im letzten Spiel noch eine machbare Aufgabe bevor. Mit etwas Glück hätten wir sogar noch auf Rang drei klettern können, auch wenn dies zugegebenermaßen reine Zahlenspielerei ist.“

Mittlerweile sind die Blicke aber bereits wieder nach vorne gerichtet. Per Videokonferenz schworen sich Trainer und ein Großteil der Mannschaft kürzlich auf die neue Spielzeit ein. „Für uns war elementar, dass die bewährten Spielerinnen, also unser Herzstück und Motor, geblieben sind“, zeigte sich Kevin Knoche erleichtert. Lediglich Christine Diekhöfer, die auf der Position vier zum Einsatz kam, verlässt aus beruflichen Gründen den Verein. Auf der Gegenseite kann der TVF gleich mehrere Neuzugänge verzeichnen.

Lisa Kunkemöller, Schwester von Leistungsträgerin Lena, kehrt aus Frankfurt zu ihren Wurzeln zurück und könnte zukünftig eine Kandidatin für den Spielaufbau sein. Auf den Flügeln erhält Kevin Knoche zudem weitere Optionen. Marcia Schlenker meldete sich nach ihrer Babypause wieder einsatzbereit, und auch die ligaerfahrene Nazan Köker hat nach einigen Kurzeinsätzen im Vorjahr nun wieder große Lust, richtig anzugreifen.

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Darüber hinaus gilt die 15-jährige Julia Keln als Rohdiamant. „Sie ist sehr talentiert und engagiert, in ihrem Alter aber natürlich noch ein recht zartes Mädchen, das wir immer besser integrieren wollen“, verspricht Kevin Knoche. „Wir hatten schon zuvor ein ausgeglichenes Team, das auf jeder Position gut aufgestellt war. Nun aber besitzen wir eine größere Breite im Kader, können auch im Training fünf gegen fünf spielen und außerdem besser auf Verletzungen reagieren“, freut sich der ehemalige Regionalligaakteur.

Die Verstärkungen sind auch ein Zeichen für die neu gewonnene Attraktivität des Klubs. „Wir haben den Spagat inzwischen gut hinbekommen“, glaubt der ehrgeizige Coach, der anfangs, geprägt von seinem ehemaligen serbischen Trainer auf eine geschlossene Einheit traf, die vor allem Spaß haben wollte. „Irgendwie haben wir uns dann aber in der Mitte getroffen und sind durch ein härteres, leistungsorientiertes Training anscheinend nun auch nach außen interessanter“, vermutet der ehemalige Sportwissenschaftsstudent.

Am morgigen Mittwoch kommt der Kader erstmals nach der langen Pause wieder auf dem Vereinsgelände zum Fitnesstraining zusammen. Unter Einhaltung der Auflagen liegt der Fokus erst mal darauf, die Mannschaft mit Stabilisationsübungen auf eine intensive Saison vorzubereiten und Verletzungen vorzubeugen. „Diese Art von Training ist natürlich nicht sehr beliebt, aber zum Glück können wir momentan nichts anderes machen“, schmunzelt Knoche.

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