Corona-Schnelltests an den Schulen

Verteilaktion startet ohne Probleme

An den Lilienthaler Schulen sind am Montag die ersten Corona-Schnelltests verteilt worden. Die Schulleiter zeigen sich zufrieden mit dem Start der Ausgabe.
13.04.2021, 06:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Lutz Rode
Verteilaktion startet ohne Probleme

Schulleiterin Karina Kögel-Renken (rechts) und Schulsekretärin Marion Mory mit den Corona-Schnelltests, die am Montag an der Integrierten Gesamtschule verteilt wurden.

Lutz Rode

Lilienthal. Der Anfang ist gemacht: Wie überall in Niedersachsen haben auch an den Lilienthaler Schulen am Montag Hunderte Schüler und Lehrer ihre ersten Corona-Schnelltests in Empfang genommen, die ihnen das Land zur Verfügung stellt. Der Start in die groß angelegte Verteilaktion verlief reibungslos - das jedenfalls melden die Schulleiter zurück, bei denen die WÜMME-ZEITUNG nachgehakt hat. An der Schroeterschule traf der Paketbote am ersten Schultag nach den Ferien zwar leicht verspätet ein, doch weil noch Tests von der ersten Lieferung vor Ostern da waren, konnte die Grundschule trotzdem loslegen und die Kits an alle Kinder wie geplant aushändigen.

Wie berichtet, gilt in Niedersachsen nun eine Corona-Testpflicht für alle Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen wollen. Auch die Lehrer und sonstigen Beschäftigten an den Schulen dürfen die Schule nur noch betreten, wenn sie einen Test mit negativem Ergebnis nachweisen können. Anders als etwa im Bundesland Bremen müssen sich die Schülerinnen und Schüler morgens zu Hause testen - und nicht in der Schule, so wie es in Bremen praktiziert wird. „Wir sind mit dieser Lösung zufrieden“, sagt Karina Kögel-Renken, die die Integrierte Gesamtschule Lilienthal (IGS) leitet. Die Aussicht, dass ein Kind quasi vor den Augen seiner Mitschüler positiv getestet werden könnte, behagt ihr nicht. Diese Situation sei für die Betroffenen höchst unangenehm, und das bleibe ihnen bei der Testung zu Hause nun erspart, sagt sie.

2500 Corona-Schnelltests hat die IGS im ersten Anlauf erhalten - das Kontingent reicht aus, um damit alle 900 Schülerinnen und Schüler sowie die 120 Beschäftigten im ersten Durchgang zu versorgen. Zweimal wöchentlich können die Kinder und Jugendlichen getestet werden, die mit dem Präsenzunterricht dran sind. Am Gymnasium Lilienthal können die meisten Schüler vorerst nur einmal wöchentlich getestet werden - im Soll sind lediglich der 13. Abiturjahrgang sowie die Lehrer. Die Zahl der gelieferten Tests reicht derzeit nicht aus, um die wöchentliche Doppeltestung für alle zu ermöglichen. Schulleiter Denis Ugurcu will sofort nachsteuern, sobald weiterer Nachschub eintrifft. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich auf zwei Tests pro Woche zu kommen“, sagt er. Grundsätzlich ist er zufrieden, dass die Testung an den Schulen nun anläuft. „Ich finde es gut, weil dies das Sicherheitsgefühl stärkt.“

Auch Grundschulleiterin Ramona Glinski findet es positiv, dass die Testungen an den Schulen jetzt verbindlich beginnen. Um den Kindern den Umgang mit den Tests zu erleichtern, greift die Schroeterschule unter anderem auf ein Erklärvideo zurück, das von einer Lehrerin einer Förderschule erstellt worden ist. Zusätzlich seien aber auch die Eltern vorab mit Informationen versorgt worden. Auch für den Fall, dass ein Test zu Hause nicht funktioniert oder unbrauchbar ist, stellt sich die Grundschule ein. „Wir finden da eine andere Lösung und lassen die Eltern nicht allein“, kündigt Glinski an.

Für den Abholtag hatte der Landkreis als Träger der beiden weiterführenden Schulen in Lilienthal eigens den Schulbus-Transport umgestellt: Die Schüler aus den jeweiligen Halbgruppen konnten morgens wie gewohnt ihren Bus nehmen, die Test-Kits in den Klassen in Empfang nehmen, um dann möglichst umgehend wieder die Rückfahrt anzutreten. Dass der Fahrdienst in dieser Form geboten wurde, lobten die Lilienthaler Schulleiter ausdrücklich.

Die Schüler, die am Montag ihre ersten Tests in Empfang genommen haben, konnten für den Rest des Tages übrigens nicht blau machen. Für sie war im Anschluss Distanzlernen angesagt - entweder hatten ihre Lehrer ihnen vorab Aufgaben übermittelt oder es gab auch die eine oder andere Videokonferenz. Ab diesem Dienstag wird es nun erstmals so sein, dass die Schüler sich für den Präsenzunterricht testen müssen und nur zur Schule kommen dürfen, wenn der Test negativ ausfällt. Die Eltern müssen das Ergebnis der Tests mit ihrer Unterschrift bestätigen. Wenn der Schnelltest anzeigt, dass sich jemand mit dem Virus angesteckt hat, ist der Schulbesuch ausgeschlossen. Stattdessen muss dann ein Arzt kontaktiert werden, um der Angelegenheit mit einem medizinischen PCR-Test auf den Grund zu gehen.

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Selbsttest: Das C steht nicht für Corona

Bei der ersten Anwendung eines Corona-Selbsttests kann es beim Blick auf die Testkassette zu einem kurzen Schreckmoment kommen: Denn recht schnell zeigt sich in der Regel beim Buchstaben C ein Strich. C, steht das etwa für Corona?

Doch keine Sorge, der Strich beim C steht für Control. Es ist also die Kontrolllinie. Sie zeigt an, dass das Testergebnis gültig ist. Ist beim C keine Linie zu sehen, dann ist das Ergebnis nicht gültig. Das T wiederum steht für Testlinie. Hier zeigt sich, ob der Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2 positiv oder negativ ausgefallen ist.

Zusammengefasst: Kein Strich bei T und ein Strich bei C heißt, dass der Test negativ ist. Ein Strich bei T - auch wenn dieser vielleicht nur blass erscheint - und ein Strich bei C bedeuten: positiv. Das Selbsttest-Ergebnis muss durch einen PCR-Test mit Analyse im Labor bestätigt werden.

Und was ist, wenn bei C kein Strich ist, dafür aber bei T? Das heißt: kein gültiges Testergebnis.

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