Einradfahren beim TV Lilienthal

Die „Moorlichter“ jagen die Zeit statt den Ball

Seit Mitte März bereits pausiert die Einradhockeyliga aufgrund der Corona-Pandemie, erst kürzlich wurde der 15. Juni vom Ligaausschuss als Termin für einen möglichen „Re-Start“ als Ziel ausgegeben.
25.05.2020, 09:40
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Von Christian Markwort

Lilienthal. Seit Mitte März bereits pausiert die Einradhockeyliga aufgrund der Corona-Pandemie, erst kürzlich wurde der 15. Juni vom Ligaausschuss als Termin für einen möglichen „Re-Start“ als Ziel ausgegeben. Sollte sich an den derzeit geltenden Beschränkungen der Bundesregierung für den Breiten- und Freizeitsport nichts ändern, könnte sich die Frist sogar bis zum 29. Juni verlängern.

Der Ausschuss hat vier mögliche Optionen herausgearbeitet, ob und wie die aktuelle Saison fortgeführt werden könnte. Diese reichen von einem sofortigen Abbruch bis zur Verlängerung der Saison bis in den Herbst 2021 hinein. Für die Spielerinnen und Spieler der Einradhockey-Abteilung des TV Lilienthal, deren Saison im Februar recht erfolgreich begonnen hatte, bedeutete dies allerdings nicht, dass sie die Füße hochgelegt und ihr Einrad in die Ecke gestellet hätten. Statt zu faulenzen nahmen 13 Akteure an einem virtuellen Wettkampf teil, den die Einrad-Gruppe „Hipp-Hipp-Hurrad“ des TSV-Winsen (Luhe) ins Leben gerufen hatte.

TVL-Abteilungsleiter Malte Voelkel selbst nahm ebenfalls daran teil und belegte in der Kategorie „männlich 4km 15+“ mit einer Zeit von 13 Minuten und 54 Sekunden den zweiten Platz, gefolgt von seinem Teamkameraden Jason Mullarkey, der als Siebter für dieselbe Strecke lediglich 20 Minuten und 13 Sekunden benötigte. In der Kategorie „männlich 2 km 15+“ wurde Malte Voelkel zudem in einer Zeit von sechs Minuten und 50 Sekunden ebenfalls Zweiter, Mullarkey belegte hier in neun Minuten und 17 Sekunden neuerlich den siebten Rang.

Um der Einradbegeisterung während der Coronafreien Zeit Ziele zu geben, hatten die Veranstalter auf ihrer Internetseite zum Mitmachen eingeladen. „Und wir haben uns entschlossen, diesen Wettkampf durchzuführen“, erzählt Voelkel. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten dabei auf einem 20-Zoll-Rad eine Strecke von zwei, beziehungsweise vier Kilometern zurücklegen und sollten ihre jeweilige Zeit anschließend an das Schiedsgericht senden. „Wir setzen auf Ehrlichkeit“, betonten die TSV-Offiziellen online, „da ihr eventuell ein bisschen mehr fahrt, gebt das bitte auch mit an, dann würde die Zeit auf zwei oder vier Kilometer herunter gerechnet werden.“

Neben Malte Voelkel (22) und Jason Mullarkey (46) nahmen für den TVL auch der zwölfjährige Leif Mullarkey (mit 18 Minuten und sechs Sekunden Zweiter in der Kategorie „männlich 4km u15“) und der siebenjährige Marek Mullarkey Teil (er kam in der Kategorie „männlich 2 km u15“ nach 13 Minuten und 56 Sekunden ins Ziel) sowie der neunjährige Liam Mullarkey (in der Kategorie „männlich 2 km u15“ mit 10:21 Vierter) an dem Wettbewerb teil.

Bei den Frauen und Mädchen schlugen sich Lena Brückner (21/in der Kategorie „weiblich 4 km 15+“ in 17:25 auf Rang neun), Veronika Will (29/Zehnte in 19:17) und Anna Lilienthal (21/16. in 25:18) sowie Ines Vogel (42/in 10:21 auf dem 15. Platz) ebenfalls beachtlich.

Siegerin in der Kategorie „weiblich 4 km u15“ wurde die neunjährige Nala Fohgrub in 14:57 Minuten, in der Kategorie „weiblich 4 km u8 16“ kam die siebenjährige Kalina Schiatti auf einem 16-Zoll-Rad in 35:30 auf den zweiten Platz. Zudem setzte sich Nala in der Kategorie „weiblich 2 km u15“ in 7:32 durch und errang ihren zweiten Erfolg. Die neunjährige Lotta Korte wurde hier in 12:12 Minuten 21. unter 25 Teilnehmerinnen. „Wir freuen uns sehr“, berichtete Malte Voelkel, „dass gerade unsere jungen Einradsportlerinnen so tolle Platzierungen erreichen konnten.“ Gleichzeitig drückte er seine Hoffnung aus, „dass bald wieder normal in den Hallen trainiert werden kann“.

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