Raw 2020 in Worpswede

Fotofestival geht in die großen Museen

Die Verschiebung hat sich gelohnt: Weil in diesem Herbst die großen Worpsweder Museen nicht frei sind, geht das Fotofestival Raw ins kommende Frühjahr und kann so seine Ausstellungsfläche deutlich vergrößern.
06.09.2019, 20:31
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Fischer
Fotofestival geht in die großen Museen

Zum Festivalprogramm sollen auch wieder Open-Air-Ausstellungen in der Marcusheide gehören.

Lars Fischer

Worpswede. Mit einem veränderten Ausstellungskonzept gehen die Organisatoren Rüdiger Lubricht und Jürgen Strasser in die dritte Auflage des Fotofestivals Raw. Wie berichtet haben die beiden den Termin von diesem Herbst auf das Frühjahr 2020 verschoben, um die Ausstellungsflächen vergrößern zu können. Dieser Plan ist aufgegangen: Zentrale Ausstellungsorte werden die Große Kunstschau, die Worpsweder Kunsthalle, das Haus im Schluh und der Barkenhoff sein – damit ist erstmals der Worpsweder Museumsverbund mit allen seinen Häusern vertreten. Außerdem kommen die kommunale Galerie Altes Rathaus, die Galerie im Hotel Village und eine Freiluftausstellung in der Marcusheide dazu.

Künstlergespräche, ein Symposium, ein Fotobuch-Salon, Filme, Bildvorträge, Workshops und eine Fotomesse ergänzen das Festivalprogramm vom 21. März bis 19. April 2020. Die zentralen Ausstellungen sollen bis zum 7. Juni zu sehen sein. Raw 2020 steht unter dem Motto „Changing Realities“ und will wie in den Vorjahren Positionen der zeitgenössischen Fotografie präsentieren. Jede der vier Hauptausstellungen ist einem eigenen Sujet gewidmet, wobei diese auf die Spezifika des jeweiligen Ausstellungsortes Bezug nehmen.

In der Großen Kunstschau werden Arbeiten zum Thema Landschaft zu sehen sein. Das Haus im Schluh zeigt Porträt- und Familienfotografie und deren Wandel. Die Worpsweder Kunsthalle, die bereits in den 1970er-Jahren Kunst aus der DDR gezeigt hat, widmet sich anlässlich 30 Jahre Wiedervereinigung dem Thema „Blickpunkt Ost“. Und im Barkenhoff, einem Gesamtkunstwerk des Jugendstils, sollen die Sujets Interieur und Stillleben eine lebendige Brücke zwischen Heute und Gestern schlagen. Dabei werden unter anderem Werkreihen von Claudius Schulze, Sybille Bergemann, Roger Melis, Frank Kunert, Martin Rosswog, Lia Darjes, Ludwig Rauch und Rafael Goldchain zu sehen sein. In der Galerie Altes Rathaus werden die Beiträge aus der diesjährigen Ausschreibung des renommierten Otto-Steinert-Preises gezeigt. In der Galerie im Hotel Village erhalten regionale Fotografinnen und Fotografen die Gelegenheit, sich dem Festivalpublikum zu präsentieren. In der Open-Air-Ausstellung auf der Marcusheide thematisieren Arbeiten von Peter Bialobrzeski und Studierenden der Hochschule für Künste Bremen die Urbanisierung der Welt.

Kooperationspartner des Festivals sind die Gemeinde Worpswede, der Worpsweder Museumsverbund, die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPH) sowie die Arbeitnehmerkammer Bremen, Freelens, das Fotobookfestival Kassel, die Hochschule für Künste Bremen und die Künstlerhäuser Worpswede. Schirmherrin ist Gabriele Andretta, die Präsidentin des niedersächsischen Landtags, die das Künstlerdorf unlängst im Zuge ihrer Sommertour besucht hat.

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