Neugründung in Lilienthal

Freiwilligenagentur kann loslegen

Das Projekt Freiwilligenagentur in Lilienthal nimmt Fahrt auf. Im Rathaus wurde der Verein in dieser Woche neu gegründet. Jetzt wolle man Büroräume suchen und sich um Fördermittel bewerben, hieß es.
24.09.2019, 18:19
Lesedauer: 2 Min
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Freiwilligenagentur kann loslegen
Von André Fesser
Freiwilligenagentur kann loslegen

Regine Moll engagiert sich für die Freiwilligenagentur.

von Lachner

Lilienthal. Die Bereitschaft, sich für die Gesellschaft zu engagieren, ist bei vielen Menschen vorhanden. Aber wie geht das eigentlich, so ein Engagement? In Lilienthal sollen in den kommenden Monaten die Strukturen geschaffen werden, damit Einsatzwillige auf ihrem Weg in ein freiwilliges Engagement gut beraten werden. Zugleich soll die Freiwilligenagentur Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen zur Verfügung stehen, damit der Kontakt zwischen diesen Stellen, die Hilfe brauchen, und jenen, die helfen wollen, überhaupt erst mal zustande kommt. Mit der Neugründung der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. Anfang dieser Woche ist auf diesem Weg ein entscheidender Schritt gemacht worden.

Wie berichtet, ist die Idee der Freiwilligenagentur nicht ganz neu. Andere Städte und Kommunen haben so etwas schon lange, auch in Lilienthal ist vor rund 15 Jahren ein Verein entstanden, der sich um die Beratung und Vermittlung Freiwilliger kümmern wollte. Doch das Projekt schlief wieder ein und musste in den vergangenen Wochen mühsam wiedererweckt werden. Im Rahmen einer Neugründungsversammlung haben die Mitglieder die Agentur nun wieder ins Rollen gebracht.

Dabei stand am Montagabend im Rathaus die Frage im Mittelpunkt, ob es gelingen wird, die Vorstandsposten zu besetzen. Wie sich aber zeigte, waren Kandidatinnen und Kandidaten durchaus vorhanden, und nach einigem Hin und Her fand sich auch ein Bewerber für den Posten des Ersten Vorsitzenden: Bürgermeister Kristian Tangermann erklärte sich bereit, die Aufgabe bis zur nächsten Wahl im Frühjahr 2021 zu übernehmen. Zweite Vorsitzende wurde Heike Wilhelm, als Schatzmeister fungiert Karl-Peter Geittner, die Schriftführung übernahm Regine Moll. Die Kassenprüfung obliegt für zwei Jahre Günther André und für ein Jahr Andrea Vogelsang. Zudem wurden mit Hans-Jürgen Blöcker, Yvonne Ahmed-von-Maurich, Frauke Eickhoff-Bünemann, Hans-Walter Kochanek, Monica Röhr und Christina Klene sechs Beisitzer gewählt.

Damit ist die Basis gelegt für die Arbeit, die nun erst richtig losgehen wird. Laut Regine Moll, Koordinatorin des Netzwerks Engagierte Stadt, sei man bereits auf der Suche nach geeigneten Räumen, in denen die Agentur arbeiten und beraten kann. Es brauche E-Mail-Adressen und eine neue Kontonummer, außerdem wolle man bis Ende November einen Antrag an das Landessozialministerium richten, um an Fördermittel zu kommen, die das Land für derartige Projekte bereitstellt. Dabei geht es zunächst um einen Betrag in Höhe von 25 000 Euro.

Von der Höhe der Förderung hängt auch die Frage der personellen Ausstattung der Agentur ab. In der Branche gilt das geflügelte Wort „Ehrenamt braucht Hauptamt“. Moll zufolge wäre es sinnvoll, die Beratung in der Freiwilligenagentur von einem Profi begleiten zu lassen, zumal es dabei oftmals auch um Rechtsfragen gehe, die kompetent beantwortet werden müssten. Der Plan für die personelle Ausstattung der Agentur könne bei der Mittelbewilligung eine Rolle spielen. Um an das Fördergeld zu kommen, sei man aber auch gefordert, einen festen Beratungsumfang pro Woche anzubieten.

48 Mitglieder zählt der Verein Freiwilligenagentur Lilienthal bislang. Erst am Montag waren 20 neue Mitglieder hinzugekommen. Man sei natürlich offen, noch weitere Menschen aufzunehmen, die das Ehrenamt in der Gemeinde fördern möchten, hieß es. Informationen und eine Beitrittserklärung gibt es nach einer E-Mail an die Adresse info@engagiertes-lilienthal.de. Der Jahresbeitrag beträgt 12 Euro.

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