SV Lilienthal/Falk. - Neu St. Jürgen 6:0

Die pure Dominanz des SV Lilienthal-Falkenberg

Eindeutiger hätte die Partie kaum verlaufen können. Mit 6:0 bezwang der SV Lilienthal-Falkenberg den TSV Eiche Neu St. Jürgen. Der Kreisligist hätte sogar noch höher gewinnen können.
15.09.2020, 09:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken
Die pure Dominanz des SV Lilienthal-Falkenberg

Machte sich mit einem Doppelpack ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk: Kai Kansmeyer vom SV Lilienthal-Falkenberg.

Tobias Dohr

Lilienthal. Der SV Lilienthal-Falkenberg hatte am zweiten Spieltag der Fußball-Kreisliga Osterholz nur ein dünnes Brett zu durchbohren. Die Gegenwehr des TSV Eiche Neu St. Jürgen hielt sich bei der 0:6 (0:3)-Niederlage im Schoofmoor-Stadion stark in Grenzen. Kai Kansmeyer (zwei), Lars Isselbächer, Peer Wehking, Anthony Schmid und Ali Sengül beteiligten sich am Scheibenschießen.

Im Vorfeld der Begegnung unternahm der TSV Eiche Neu St. Jürgen noch einen Versuch, das Spiel kurzfristig zu verlegen. Der SV Lilienthal-Falkenberg lehnte dies ab. Mit mehrfachem Ersatz liefen die Gäste der Musik häufig hinterher. Mit Marcel Pfeiffer (dritte Mannschaft) und Co-Trainer Olaf Murken mussten Aushilfskräfte in die Bresche springen, die gar nicht zum Spielerkader zählen. Die Lilienthaler konnte so in Ruhe schalten und walten, ohne sich beim Kantersieg voll zu verausgaben. „Wir haben keinen Bolzfußball gespielt, sondern versucht, es spielerisch zu lösen“, lobte SV-Trainer Hassan Jaber.

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Mit durchdacht vorgetragenen Angriffen stellten die Gelbhemden den Gast vor erhebliche Probleme. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Tim Schumacher zu. Der Eiche-Neuzugang kam sich fast vor wie in einer Schießbude auf einer Kirmes. Das Chancenverhältnis von 17:2 für den Titelkandidaten sprach beim Abpfiff von Schiedsrichter Marco Miesner (TSV Worphausen) Bände. Finn Bedau hätte sich zwischen den SV-Pfosten während der 90 Minuten in aller Seelenruhe mit einem Sonnenschutzmittel eincremen können.

Der Torhüter wurde nur einmal ernsthaft gefordert, als Jonas Brünjes einen 28-Meter-Fernschuss abfeuerte (26.). Tim Schumacher hatten es die Neu St. Jürgener nach mehreren Paraden zu verdanken, dass die Gäste nicht noch deutlicher unter die Räder kamen. Allein Einwechselspieler Ali Sengül zeigte mehrfach in völlig freier Schussposition Nerven im Abschluss. „An die Gegenspieler, schneller“, forderte Eiche-Routinier Marco David seine Mitspieler zu mehr Einsatz und Lauffreude auf. Dem Tempospiel des Gastgebers war das Eiche-Team nicht gewachsen. Leon Barning, Kai Kansmeyer und Peer Wehking verdienten sich beim Favoriten eine Fleißnote. Daneben stachen beim neutralen Betrachter einige gescheite Pässe von Christian Lübsin ins Auge.

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Kai Kansmeyer belohnte sich zwei Tage vor seinem 20. Geburtstag mit einem Doppelpack für seinen hohen Aufwand. „Wir haben von Neu St. Jürgen kaum Gegenwehr bekommen, waren Chef im Ring“, brachte Hassan Jaber die Eindrücke der einseitigen Auseinandersetzung auf einen Nenner. Der Gäste-Coach gab derweil einen deutlichen Leistungsunterschied zwischen seinem Team und dem Team des Gastgebers unumwunden zu. „Lilienthal war heute zwei Klassen besser. Bei denen sind viele Sachen aufgegangen“, resümierte Daniel Mathies. Dies bestätigte auch der mitspielende Co-Trainer auf Nachfrage. „Wir sind vorgeführt worden“, teilte Olaf Murken ohne Umschweife mit. Die Gäste hatten neben dem 0:6 auch noch zwei weitere Ausfälle zu beklagen. Jonah Schröder und Dominik Giessler humpelten vorzeitig vom Feld. Das passte zum gebrauchten Tag der Gäste.

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