HSG LiGra erhält Auszeichnung

Kreativ, innovativ, preisgekrönt

Der Zusammenschluss des TV Lilienthal und des HV Grasberg zur HSG LiGra ist für beide Vereine ein Glücksfall. Seitdem herrscht bei den Handballern eine Dynamik, die einmal mehr mit einem Preis bedacht wurde.
28.01.2021, 09:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Niko Lütjen

Lilienthal. Mit ihrem Projekt „Jugend in Verantwortung“ haben die Handballer der HSG LiGra zu Jahresbeginn einen weiteren Preis abgeräumt. Nachdem die Handballabteilung bereits 2019 mit dem „Stern des Sports in Bronze“ ausgezeichnet worden ist, erfuhr die Spielgemeinschaft nun auch vom Deutschen Handballbund (DHB) besondere Anerkennung.

Die erfolgreiche Einbindung der jüngeren Mitglieder honorierte der DHB mit dem zweiten Platz beim jährlich bundesweit ausgeschriebenen Förderpreis. „Der HSG LiGra ist es eindrucksvoll gelungen, Menschen für das Ehrenamt im Handballsport zu begeistern“, so die Fach-Jury des DHB.

Zweifelsfrei zeichnet sich die Spielgemeinschaft, insbesondere in der Zeit der Pandemie, durch Kreativität und innovative Ideen aus. Zu einem nicht unerheblichen Teil sind die jüngeren Handballer der HSG hierfür verantwortlich. Mit Online-Training, der Gestaltung der Vereinshomepage und sportlich motivierenden „Challenges“ halten die Handballer ihre Mitglieder auch in der wettkampf- und trainingsfreien Zeit bei Laune.

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Eine unverzichtbare Hilfe sind inzwischen die sogenannten „Trainerhelferlein“. Jedem erfahreneren Trainer steht inzwischen sogar mehr als ein junger Assistent zur Seite. Auch beim Erlangen der Schiedsrichterlizenz sind die jungen LiGra‘s kaum zu bremsen. „Zuletzt konnten wir gar nicht genug Lehrgangsplätze finden, wie es Interessenten gab“, freut sich Jürgen Stanek über das Engagement seiner jungen Handballer. Für einige der inzwischen mit Ämtern im Vorstand betrauten jungen Mitglieder war dies in den vergangenen Jahren ebenfalls der Einstieg in die Vereinsarbeit. Mit Nina Semken als stellvertretende HSG-Leiterin, Paul Plöger als Kassenwart, Judith Ullrich und Lene Brüning als Schriftwarte und verantwortliche Personen für Öffentlichkeitsarbeit ist das „Mittelgemüse“ aktuell gleich vierfach im Vorstand vertreten. „Die Verjüngung und die Übertragung von Verantwortung hat das Zusammengehörigkeitsgefühl enorm gestärkt und ein Klima erzeugt, indem sich einfach jeder einbringen will“, nennt Nina Semken das Erfolgsrezept der LiGra‘er Handball-Familie.

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„Eigentlich ist unser Konzept aus der Not geboren“, berichtet Abteilungsleiter Jürgen Stanek. Durch den Zusammenschluss der Handballabteilungen des TV Lilienthal und der HV Grasberg waren für die vorhandene Anzahl der Mannschaften zu wenige verantwortliche Betreuer vorhanden. So setzten die Macher der HSG LiGra auf die Jugend. Und diese legte eine nicht erwartete Dynamik an den Tag und sorgte für viel frischen Wind. Der Altersschnitt der LiGra-Führungsmannschaft konnte in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt werden und liegt nun nur noch knapp über 30 Jahren. „Die Gründung der HSG war für beide Seiten ein Glücksfall“, sind sich die Verantwortlichen einig.

Prämiert wurde die erfolgreiche Bewerbung der HSG, neben einem größeren Geldbetrag als Unterstützung für weitere Projekte, mit zwei großen „Merchandise-Paketen“. Diese enthielten unter anderem aktuelle Jerseys der Handballnationalmannschaften, die sobald die Pandemie ein Zusammenkommen und gemeinsames Trainieren wieder erlaubt, an die Mitglieder weiter gegeben werden sollen.

Auch aktuell ruhen die Verantwortlichen nicht und planen schon für die Zeit nach der Pandemie. „Wir möchten so bald wie möglich eine Stelle für einen FSJler schaffen, der unsere Möglichkeiten noch einmal erweitern würde. Aktuell wird für dieses Vorhaben gerade an einem Präsentationsfilm gearbeitet“, blickt Jürgen Stanek überaus optimistisch in die Zukunft.

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