HSG LiGra

Jugendhandball auf dem Vormarsch

Handball ist nichts für Zartbesaitete – so lautet die allgemein verbreitete Meinung. Wenn Uli Semken, Trainer und Sportkoordinator bei den Handballerinnen der HSG LiGra, so etwas hört, muss er schmunzeln.
08.04.2020, 10:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Niko Lütjen

Lilienthal. Handball ist nichts für Zartbesaitete – so lautet die allgemein verbreitete Meinung. Wenn Uli Semken, Trainer und Sportkoordinator bei den Handballerinnen der HSG LiGra, so etwas hört, muss er schmunzeln. „Bei den jüngeren Jahrgängen gibt es im Spiel so gut wie keinen Körperkontakt. Und Fairness und Respekt haben im Handball einen hohen Stellenwert“, betont der Übungsleiter.

Seit über zehn Jahren zeichnet Uli Semken auch als Jugendwart für die Nachwuchsarbeit im Mädchenhandball verantwortlich. Er weiß also, wovon er spricht. Der Übungsleiter ist stolz, den Mädchen in Lilienthal, Grasberg und Umgebung einen Mannschaftssport bieten zu können, indem diese nicht notgedrungen in gemischten Teams spielen müssen. „Gerade Mädchen tun sich damit oft schwer“, berichtet Semken aus seiner langjährigen Erfahrung. In allen Altersklassen gibt es bei der HSG LiGra aktuell mindestens ein aktives Mädchenteam. Um der Nachfrage gerecht zu werden, sind inzwischen kreative Ideen gefragt. Die Verantwortlichen der HSG zeigen sich aber auch hier erfinderisch.

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Im vergangenen Jahr wurde die Abteilung beim bekanntesten Vereinswettbewerb im Breitensport, den „Großen Stern des Sports in Bronze“, ausgezeichnet. Mit ihrem Konzept „Jugend in Verantwortung“ gelingt es den LiGra-Machern, erfolgreich junge Aktive für Vereinsprojekte, die Trainings- und auch die Vorstandsarbeit zu begeistern. „Neue Impulse gibt es dadurch ganz automatisch“, zeigt sich auch Jürgen Stanek, 1. Vorsitzender des Vereins erfreut.

Ein Aushängeschild der HSG LiGra ist nach wie vor die weibliche A-Jugend. Rückblickend erinnert sich nicht nur Uli Semken gern an den Meistertitel in der Landesliga im vergangenen Jahr und den Gewinn der Niedersächsischen Meisterschaft im Beachhandball zurück. Auch in der laufenden Saison konnte die mit fast ausschließlich Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs besetzte Mannschaft ihr Potenzial unter Beweis stellen. Während der andauernden Corona-Krise sind auch die Mädchen von Trainerin Bettina Lücke gezwungen, sich individuell in Form zu halten. Wie alle „Handballinfizierten“ bei der HSG können auch sie es kaum erwarten, dass die Hallen wieder geöffnet werden.

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Die Verantwortlichen im Team von Uli Semken nutzen die Zwangspause bereits zur Planung weiterer Aktionen, um den Mädchenhandball in Lilienthal und umzu noch attraktiver zu machen. „Wenn alles klappt und es die Umstände wieder zulassen, werden wir schon bald mehr Hallenkapazitäten benötigen und unseren Betreuerstab weiter vergrößern müssen“, blickt Semken zuversichtlich in die Zukunft.

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